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Khashoggi- Mordfall
14:17 - February 08, 2019
Nachrichten-ID: 3000783
Genf(AFP/ParsToday)- Die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen, Agnes Callamard, hat die Führung in Riad wegen des Missbrauches diplomatischer Immunität für die Ermordung des saudischen Regimekritikers und Journalisten, Jamal Khashoggi, verurteilt.

Sie habe Beweise gesammelt, die belegen, dass Khashoggi das Opfer einer "brutalen und vorsätzlichen Tötung" geworden sei - "geplant und ausgeführt von Vertretern des saudi-arabischen Staates", erklärte die UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche Hinrichtungen, Agnès Callamard, am Donnerstag nach einem Besuch in der Türkei.

Sie erklärte: Ihr Team habe "schauerliches und grausames Audiomaterial" des Mordes überprüft, das von türkischen Geheimdienstlern beschafft worden sei.

Die saudischen Behörden hätten keine sorgfältige Untersuchung des Tatorts ermöglicht, berichtete Agnes Callamard, die dem UN-Menschenrechtsrat über außergerichtliche, standrechtliche und willkürliche Hinrichtungen berichtet.

Der Regimekritiker Khashoggi betrat am 02. Oktober 2018 das saudische Generalkonsulat in Istanbul, um Papier für die Hochzeit mit seiner türkischen Freundin abzuholen. Seitdem verschwand er spurlos. Zwei Wochen lang bestritt die saudische Führung den Mord-Fall. Dann behauptete sie, Khashoggi sei bei Schlägerei mit den Mitarbeitern des Konsulats ums Leben gekommen. Unter dem Massiven Druck der Weltöffentlichkeit gab sie dann am 18. Oktober zu, Khashoggi sei getötet worden.

Der US-Geheimdienst CIA kam dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (17. November) zu der Einschätzung, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi angeordnet hat.

Die grausige Tat hat international Entsetzen hervorgerufen. Bisher weigert sich die Regierung in Riad jedoch, den Verbleib von Khashoggis Leiche aufzuklären.

Parstoday.com

 

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