IQNA

19:03 - May 29, 2019
Nachrichten-ID: 3001283
Aufgrund seiner Erkenntnis über die Wesensart Israels und der Ziele, welche die USA in unserer Region verfolgen, hat der Vater der islamischen Revolution Iran , Imam Chomeini (r.h.) den letzten Freitag im Monat Ramadan zum El-Quds-Tag ernannt, damit die Muslime in aller Welt ihre Solidarität mit den Palästinensern bekräftigen.

Imam Chomeini hat er über den El-Quds-Tag gesagt:

„Der El-Quds –Tag ist nicht nur der Tag Palästinas. Es ist ein Tag, an dem den Supermächten klargemacht werden muss, dass sie nicht mehr in die islamischen Gebiete vordringen können. Am El-Quds-Tag müssen wir alle Supermächte warnen: der Islam wird nicht mehr unter eure Vorherrschaft durch die Handlanger eurer Boshaftigkeit geraten. Der El-Quds-Tag ist der Tag für das Leben des Islams.“

El-Quds – wie Jerusalem von den Muslimen genannt wird, macht zurzeit eine sensible historische Phase durch. Es ist einer harten Prüfung unterworfen, von der das Schicksal des palästinensischen Volkes abhängt.

Wir möchten anlässlich des diesjährigen internationalen El-Quds-Tages die Bedeutung dieser Stadt herausstellen.

 

Es ist 60 Jahre her, dass Palästina und weitere Teile der Muslimländer von den Zionisten besetzt wurden. Am 14. Mai 1948 wurde der illegale israelische Staat gegründet und die Palästinenser haben den nächsten Tag zum Yaum-ul Nakba – dem Tag des Unglücks erklärt - weil das große Unglück für die Palästinenser begonnen hatte.

Der Al-Nakba-Tag ist den Palästinenser wegen zwei großer Dramen schmerzlich in der Erinnerung geblieben: Erstens die Bildung des Besatzerregimes Israel am 14. Mai 1948 und zweitens die Vertreibung von 800 Tausend Palästinensern aus ihrer Heimat.

Al Nakba ist nicht nur Wahrzeichen einer Katastrophe, welche Palästina aufgezwungen wurde, sondern steht für alle die Härten, die das palästinensische Volk mehrere Jahrzehnte lang ertragen musste. Der Al-Nakba erinnert an eine große menschliche Tragödie und die Zerstörung großer Teile der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Stützen der Palästinenser; eine Zerstörung, die dazu diente den Weg zur Proklamation der Existenz eines illegalen Staates zu ebnen.

In diesen langen Jahren haben die Palästinenser entweder ihr Obdach verloren oder sie sind in den besetzten Gebieten diskriminiert und bedroht oder im Gaza-Streifen einer allumfassenden Blockade unterworfen worden.

 

Das illegale israelische Regime hat nach seiner Gründung im Jahre 1948 durchgehend zwei Hauptziele verfolgt:

Sein erstes Ziel war die Legitimierung trotz seines Besatzercharakters. Dieses Ziel wurde nicht erreicht, weil der palästinensische Widerstand die Legalität dieses Regimes abstreitet.

Das zweite Ziel war die Herrschaft über El Quds (auch Bait-ul Muqaddas oder Jerusalem) der ersten Gebetsrichtung der Muslime und die Auslöschung des islamischen Charakters dieser Stadt und der Palästinensergebiete.

 

Bait-ul Muqaddas (Jerusalem) wird seit 1967 von Israel besetzt. Aber es ist nicht nur ein heiliger Ort sondern bildet die Achse der Einheit der Muslime. Die Al-Aqsa-Moschee in Bait-ul Muqaddas (sprich: El Quds) ist gemäß islamischer Überlieferung nach der Heiligen Moschee in Mekka und der Prophetenmoschee in Medina die drittheiligste Moschee. Ihr droht die völlige Besatzung. Es war schon immer ein strategisches Ziel der Zionisten, diesem heiligen Ort seinen islamischen Charakter zu nehmen. Bis jetzt ist ihnen dies nicht gelungen.

Das zionistische Regime ist bislang bei vier wichtigen Kriege gegen die libanesische Hisbollah und gegen die palästinensischen Widerstandsgruppen gescheitert. Die Widerstandskräfte verfügten im 33-Tage- und 22-Tage- und 8-Tage-Krieg nicht über genügend geeignete Militärausrüstung und siegten dennoch. Mit dem Sieg bei der 51- Tage Gaza-Offensive wurde diese Erfolgsreihe ergänzt.

 

Die mehrmaligen Niederlagen des zionistischen Regimes gegenüber der Widerstandsbewegung in Libanon und Gaza zeugen für die Verletzbarkeit Israels und seines Hauptunterstützers, der US-Regierung.

Angesichts der Verschlechterung der Position Israels in der Region haben die USA mit provokativen Maßnahmen versucht, dieses Regime vor dem Untergang zu bewahren und den Plan der Veränderung des islamischen Charakters Palästinas rascher umzusetzen. Deshalb hat die US-Administration die Stadt El-Quds (sprich: Jerusalem) als Hauptstadt Israels erklärt, womit sie Abscheu und Zorn in der Islamischen Welt hervorrief.

 

Am 23. Oktober 1995 hat der US-Kongress den Entwurf zur Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem verabschiedet. Dieser Schritt erfolgte, während gemäß den Resolutionen der Vereinten Nationen diese Stadt zu den besetzten Gebieten gehört. Im Dezember 2016 hat der UN-Sicherheitsrat eine Resolution herausgegeben und betont, dass „keinerlei Änderungen an den Grenzen vor dem 14. Juni 1967, darunter im Zusammenhang mit Jerusalem (El Quds) anerkannt werden wird, es sei denn die Parteien hätten sich bei Verhandlungen darüber geeinigt“

Die USA haben mit diesem Schritt, der gegen die internationalen Gesetze und Abkommen verstößt, wieder einmal gezeigt, dass sie internationalen Resolutionen nicht achten und internationale Abkommen übergehen.

Trump hat aufgrund derselben pro-zionistischen Denkweise wie die seiner Vorgänger durch Proklamierung von El-Quds als Hauptstadt des israelischen Besatzerregimes, einen wichtigen und untrennbaren Teil der Islamischen Welt , welcher hohen historischen und religiösen Wert besitzt, einem aggressiven Regime zugedacht und diese Besatzung offiziell anerkannt.

Unterdessen ist El-Quds als Hauptstadt von Palästina weiterhin Wahrzeichen der palästinensischen Identität und aller Palästinenser. Indem die Besatzer der Palästina El-Quds an sich reißen, wollen sie für immer die Identität eines Volkes auslöschen.

 

Nachgiebigkeit hinsichtlich regionaler Fragen und Versöhnung mit den Besatzern und Vertrauen in ihre falschen Versprechungen sind natürlich Faktoren, die die US-Administration und Israel und Saudi Arabien noch dreister in Sachen Palästina gemacht haben.

 

Der Generalsekretär der libanesischen Hisbollah, Seyyed Hasan Nasrallah sagte in Reaktion auf die Bekanntgabe des besetzten El-Quds als Hauptstadt des zionistischen Regimes vonseiten der USA, indem er die Versäumnisse einiger arabischer Länder kritisierte:

„Es gibt für die USA keinen Verbündeten, der wertvoller wäre als Israel. Welchen Wert legt Trump denn auf die arabischen und muslimischen Verbündeten der USA? In Wahrheit überhaupt keinen! Die USA legen außer auf Israel und die Interessen dieses Regimes auf nichts anderes Wert.“

Nach Ansicht Seyyed Hasan Nasrallahs ist nun 100 Jahre nach der Balfour-Deklaration das zweite Exemplar dieser Deklaration herausgegeben worden.

In Wahrheit hat Trump den Zionisten einen jahrzehntelangen Wunsch erfüllt und das ist eine ernsthafte Gefahr. Trump hat in Wirklichkeit den so genannten Friedensverhandlungen den letzten Rest gegeben.

 

El-Quds ist das Herz Palästinas . Seine Geschichte ist mehr als die Geschichte der Besatzung Palästinas als ein Gebiet der Islamischen Welt.

Zweifelsohne ist die Rettung des unterdrückten palästinensischen Volkes aus so viel Ungerechtigkeit eine menschliche und ebenso eine religiöse und moralische Pflicht und alle Menschen auf der Welt sind als Weltbürger verpflichtet dafür etwas zu tun. Die Bestimmung über das eigene Schicksal ist ein international anerkanntes Recht, welches die Menschenrechts-Charta der UNO bekräftigt.

Ajatollah Khamenei, das Oberhaupt der Islamischen Revolution, hat im Jahre 2000 ein Referendum zur Bestimmung über das Schicksal Palästina vorgeschlagen.

Darüber hat er bei einem Treffen von Universitätsdozenten und Forschung bei gleichzeitiger Kritik an dem Schweigen der Europäer gegenüber den Verbrechen des zionistischen Regimes in Gaza und in El-Quds erklärt:

„Wir haben immer gesagt, dass in Sachen Bestimmung der Art der Regierung in dem historischen Land Palästina aufgrund einer Methode, die alle Welt anerkennt, die Allgemeinheit zu befragen ist.

Ajatollah Khamenei hat eine demokratische Lösung der Palästinafrage vorgeschlagen, nämlich dass alle Bürger von Palästina die dort noch leben sowie die Auswanderer in andere Länder die ihre palästinensische Identität bewahrt haben, einschließlich Muslime, Christen und Juden, in Form eines Referendums über das politische System in ihrem Land entscheiden sollen.

 

Ajatollah Khamenei fügte hinzu: „Entspricht dieser Vorschlag der Islamischen Republik, der offiziell bei den Vereinten Nationen registriert wurde, nicht den Regeln, welche die Welt anerkennt? Warum dann sind die Europäer nicht bereit, dies einzusehen?“

 

Parstoday.com

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