IQNA

19:33 - July 11, 2019
Nachrichten-ID: 3001440
In einer gemeinsamen Erklärung erklärten die EU-Außenpolitikerin Federica Mogherini und der Kommissar Johannes Hahn, es sei eine Pflicht, sich an Srebrenica zu erinnern, und beschrieben sie als einen der dunkelsten Momente der Menschheit in der modernen europäischen Geschichte.

Federica Mogherini, die EU-Außenbeauftragte und Johannes Hahn, der Erweiterungskommissar haben am heutigen Donnerstag, 11. Juli 2019, den Opfern des Völkermordes von Srebenica gedacht.

In der Erklärung hieß es:

„Obwohl dies 24 Jahre zurückliegt, verfolgt uns diese Tragödie. Unsere Herzen und Gedanken sind bei den Opfern und all jenen, deren Leben von diesen tragischen Ereignissen betroffen ist.

Es ist unsere gemeinsame Pflicht, sich immer an Srebrenica zu erinnern, eines der dunkelsten Momente der Menschheit in der modernen europäischen Geschichte.

Wir erinnern uns daran, dass wir die Verantwortung dafür tragen, den Frieden zu verankern und für eine sichere Zukunft für alle Menschen, die in Bosnien und Herzegowina und der gesamten Region leben, zu sorgen. Wir müssen der Straflosigkeit ein Ende setzen und das Erbe der Vergangenheit überwinden.

Es gibt keinen Platz für hetzerische Rhetorik, für Leugnung, Revisionismus oder die Verherrlichung von Kriegsverbrecher. Versuche, die Geschichte in Bosnien und Herzegowina oder anderswo umzuschreiben, sind inakzeptabel.

Während Bosnien und Herzegowina seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht hat, Mitglied der Europäischen Union zu werden, gilt die Priorität für alle führenden Politiker des Landes, aktiv auf die Förderung von Dialog und Respekt hinzuarbeiten.

Die Europäische Union ist nach wie vor entschlossen, Bosnien und Herzegowina bei der Schaffung einer Gesellschaft zu unterstützen, in der Pluralismus, Gerechtigkeit und die Menschenwürde herrschen.“

 

Vor genau 24 Jahren wurde in Srebrenica, einer Stadt in Bosnien, ein Völkermord begangen. In Europa wüteten damals die Jugoslawienkriege. Am 11. Juli 1995 fand der Bosnien-Krieg mit dem Massaker in Srebrenica seinen Höhepunkt. Serbische Soldaten ermordeten innerhalb weniger Tage mehr als 8.000 muslimische Bosniaken. Die Opfer waren im Alter von 12-77 Jahren. Noch immer werden Leichen identifiziert und am Jahrestag des Massakers beerdigt. Auch dieses Jahr werden tausende Teilnehmer zur alljährlichen Gedenkveranstaltung erwartet.

Erst nach und nach wurde das Ausmaß des Verbrechens aufgedeckt. Bis heute konnten nicht alle Leichen identifiziert werden. Tausende Bosniaken gelten noch als vermisst. Dieses Jahr wurden 33 weitere Opfer durch DNA-Analysen identifiziert.

(IQNA /Islamiq.de / eiz-niedersachsen.de)

 

 

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