IQNA

19:41 - August 14, 2019
Nachrichten-ID: 3001565
Inzwischen wissen zumindest alle, die sich mit der islamischen Befreiungstheologie und dem unaufhaltsamen Untergang des Kapitalismus und dessen Westlicher Welt beschäftigen, dass im Herzen Afrikas eine gewaltfreie Befreiungsbewegung immer mehr Anhänger gewinnt. Diese Befreiungsbewegung hat das Potential alle Diktatoren der Region, die nur mit massiver westlicher Unterstützung ihr Unwesen treiben können, davon zu fegen. Die Regionen mit den reichsten Bodenschätzen werden dann nicht mehr so einfach von der kapitalistischen Welt ausgebeutet werden können. Die Bevölkerungen werden dann nicht mehr so verarmt sein müssen, wie es die Westliche Welt für ihren eigenen Reichtum vorsieht.

Ein Beitrag von Yavuz Özoguz

Einer der berühmtesten Anführer dieser Befreiungstheologie in Afrika, wenn nicht gar der berühmteste, ist Scheich Ibrahim Zakzaky [1]. Als treuer Anhänger Imam Chameneis und entschiedener Verurteiler zionistischer Massaker, war er stets ein Dorn im Auge westlicher Geheimdienste. Nachdem seine gewaltfreie Bewegung immer mehr Einfluss gewonnen hat, hat das vom Westen unterstützte Regime Nigerias ein Massaker an Scheich Zakzaky und seinen Anhängern ausgeübt. Die Westliche Welt hat wohlwollend geschwiegen. Trotz schwerster Verletzungen Scheich Zakzakys und seiner Ehefrau wurden beide in Nigeria inhaftiert. Die Proteste seiner Anhänger weltweit haben dazu geführt, dass das nigerianische Regime ihm angeblich die medizinische Behandlung im Ausland erlaubt hat, allerdings ausschließlich in Indien.

Indien und Nigeria sind durch den Commonwealth miteinander verbunden und in beiden Ländern wirken vor allen westliche Geheimdienste. Diese wollten offensichtlich Scheich Zakzaky eine Falle stellen und haben ihn nach Indien gelockt. Über die Twitter-Nachrichten [2] seines Büros konnte man die Geschehnisse gut verfolgen. Dort wurde auf einen persönlich von Scheich Zakzaky heute gesprochenen Text verwiesen, den Alahed-News exklusiv sowohl mit der Stimme Scheich Zakzays als auch in englischer Übersetzung verbreitet hat [3]. Die deutsche Übersetzung lautet wie folgt:

„Im Namen Gottes des Gnädigen, des Begnadenden,
und Gottes Segen seien mit unserem Oberhaupt und Propheten Muhammad und seiner Familie, den gereinigten und geläuterten Fehlerfreien.

Wir sind jetzt hier in Neu Delhi, Indien. Wie Sie alle wissen, gab es eine Vereinbarung für uns, hierher zu kommen, um ärztliche Hilfe in Bezug auf die Beschwerden zu suchen, die wir haben, ich selbst und (meine Ehefrau) Malama Zeenah. Sie, Malama Zeenah, hat eine vollständige Kugel in ihrem Körper (der entfernt werden muss), und sie muss sich zusätzlich zu anderen Problemen einer Knieoperation unterziehen. Ich habe Splitter, sehr kleine Fragmente in meinen Augen, in meinen Händen und einige in meinem rechten Oberschenkel, die langsam Giftstoffe in meinem Körper freisetzen und eine Reihe von Komplikationen hervorrufen, von denen wir später herausfanden, dass sie die Ursache für kleine Schlaganfälle sind, die ich zum ersten und zum zweiten Mal hatte. Nach unserer Ansicht ist das erste, woran gedacht werden sollte, das Entfernen der Splitter. Dies ist ein Vorgang, der zu Hause nicht durchgeführt werden konnte, und die Ärzte haben vorgeschlagen, dass wir ins Ausland gehen sollten, wo der Vorgang durchgeführt werden kann.

Dann wäre der zweite Schritt, meinen Körper von Giftstoffen zu reinigen, von denen mir gesagt wurde, dass sie sich in den Knochen und einige im Fleisch ablagern, was normalerweise einige Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe auch ein Problem mit meinem Auge, das die Ärzte, die uns nach einer zweiten Operation betreuten und mein Sehvermögen schwächten, mir vorschlugen, bessere Einrichtungen zu nutzen, um es pflegen zu lassen.

Nach all dem waren wir alle froh, dass wir in Delhi ankamen und wir wollten in ein geeignetes Krankenhaus gehen, um eine angemessene Behandlung zu erhalten. Außerdem rieten uns die Ärzte, die uns in Nigeria besuchten, in das Krankenhaus (namens) Medanta zu gehen. Deshalb haben wir darum gebeten, in dieses Krankenhaus gebracht zu werden.

Bevor wir Nigeria verließen, hörten wir die Nachricht, dass die amerikanische Botschaft hier in Indien das Krankenhaus bedrängt hat, uns bei unserer Ankunft nicht aufzunehmen. Und dass das Krankenhaus zugestimmt habe, uns nicht aufzunehmen. Als wir ankamen, überlegten wir uns, woanders hinzugehen. Später erfuhren wir jedoch, dass das Problem behoben war und wir ins Krankenhaus eingeliefert würden. Also machten wir uns von Nigeria aus auf den Weg.

Sobald wir hier ankamen, trafen wir uns mit einigen Krankenhausmitarbeitern am Flughafen, die uns zum Krankenhaus begleiteten. Als wir im Krankenwagen saßen, wurde und mitgeteilt, dass am Flughafen eine Menge Leute auf uns warteten, auch als wir in den Krankenwagen gestiegen waren. Aber sie sind ihnen ausgewichen und haben sie abgelenkt, indem sie zwei Krankenwagen am Ausgang abgestellt haben und behaupteten, wir würden sie besteigen, aber sie beschlossen, einen anderen Krankenwagen zu nehmen und auf einem anderen Weg abzufahren, damit die Leute am Flughafen k einen Blick darauf erhaschen.

Und sie sagten auch, es seien viele Leute am Eingang des Krankenhauses, um uns ankommen zu sehen. Sie teilten uns jedoch mit, dass wir bei unserer Ankunft durch einen Hintereingang geführt werden. Sie sagten, dass sie dies aufgrund der hohen Anzahl von Menschen taten. Sie befürchteten, dass der Versuch der Menschen, uns in der Menge zu erreichen, uns Schaden zufügen könnte, unabhängig davon, was sie sagten.

Als wir ankamen, erfuhren wir, dass jemand, der hier in der nigerianischen Botschaft arbeitet hier war, oder besser gesagt, dass es vor unserer Ankunft ein Treffen mit dem Krankenhauspersonal, nigerianischen Botschaftsmitarbeitern und einigen Sicherheitsmitarbeitern gegeben hatte, um herauszufinden, wie die Dinge zu erledigen seien, sobald wir hier sind.

Wir haben gesehen, dass wir praktisch in eine andere Haftanstalt gebracht wurden, die noch strenger ist als die, die wir damals in Nigeria hatten. Sie kamen mit bewaffneten Polizisten und vielen Mitarbeitern der nigerianischen Botschaft hierher. Und wir mussten auch feststellen, dass wir in diese andere Haftanstalt verwickelt wurden, obwohl wir auf Basis von Vertrauen gekommen waren.

Selbst in Nigeria hatte man sich verständigt, dass wir nur von den Ärzten behandelt werden, die wir auswählen, und dass wir uns ungezwungen fühlen, wenn wir behandelt werden. Aber hier erkennen wir, dass die Ärzte, die uns geraten haben, hierher zu kommen, in unserem Fall kein Mitspracherecht haben. Sie sagten uns sogar, als wir mit ihnen sprachen, dass sie nur beraten dürfen, aber das Krankenhaus sich das Recht vorbehalte, den Verlauf unserer Behandlung zu bestimmen. Also sagte ich ihnen, dass wir aufgrund des Vertrauens, das wir unseren Ärzten entgegenbringen, nicht jeden Arzt aufsuchen können, den wir nicht kennen und dem wir nicht vertrauen, uns zu behandeln. Und ohne Empfehlung von denen, denen wir vertrauen, können wir nicht zulassen, dass ein Fremder uns behandelt, unabhängig davon, wie mit Kugeln umgegangen werden kann, die auf eine andere Art und Weise entfernt werden.

Aus diesem Grund denken wir, dass basierend auf allem, was wir bisher gesehen haben, uns deutlich wird, dass wir hier nicht sicher sind. Wir sind lediglich in eine andere Haftanstalt gebracht worden.

Ich bin jetzt seit ungefähr 13 Jahren inhaftiert, aber ich habe noch nie eine Haft wie diese gesehen, in der ich mich gerade befinde. Sogar an den Türen haben sie die Polizei bewaffnet. Selbst zwischen den Räumen dürfen wir uns nicht bewegen. Dann sehe ich, dass ich selbst dort, wo wir herkommen, und in all den Zeiten, in denen ich in Nigeria eingesperrt war, so etwas noch nicht gesehen habe. Als ich in einem Gefängnis war, haben sie uns gegen 21 Uhr eingesperrt und um 7 Uhr morgens die Türen geöffnet, und wir konnten herumlaufen, wo immer wir in der Gefängniseinrichtung wollten, in der wir eingesperrt waren.

Ich sehe hier, dass es, selbst als ich im Kirikiri-Gefängnis war, nicht so beengt war wie in dieser Situation. Aus diesem Grund halte ich es nicht für angemessen, die Haft (in Nigeria) zu verlassen, um medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und in eine andere Haftanstalt gebracht zu werden. Außerdem werden wir an Personen übergeben, denen wir nicht vertrauen. Auf dieser Grundlage denken wir, dass InschaAllah nach all den offensichtlichen Zeichen, wir nach Hause zurückkehren müssen, da wir zur medizinischen Versorgung ins Ausland reisen durften und Indien für uns kein sicherer Ort zu sein scheint. Wir müssen nach Hause zurückkehren, schließlich gibt es andere Länder, die angeboten haben, uns zu empfangen, wenn wir dorthin gehen könnten. Zu diesen Ländern gehören Malaysia, Indonesien und die Türkei. Wir können entscheiden, wohin wir gehen und dann dorthin, inschaAllah der Großartige.

Und der Frieden sei mit Muhammad und seiner reinen geläuterten Familie
Und der Freise sei mit Ihnen und Allahs Gnade.“

Offensichtlich hat man versucht Scheich Zakzaky eine Falle zu stellen. Er ist nicht darauf hereingefallen und das Desaster ist nunmehr größer für die Westliche Welt als zuvor. Wer anderen eine Grube gräbt, weiß nicht, dass Allah besser graben kann! Jetzt ist das indische System als Lakai des Westlichen Raubtierkapitalismus entlarvt und verliert sein Ansehen als blockfreier Staat. Nigeria kommt aus den Schlagzeilen nicht mehr heraus und muss sich etwas Neues einfallen lassen, denn die Anhänger Scheich Zakzakys werden ihre Proteste in Kürze wieder aufnehmen, falls er nicht zur Behandlung in ein anderes Land ausreisen darf. Und die Menschen in der ganzen Welt können sehen, wie einzelne Mutige das gesamte Verbrechersystem des imperialistischen Raubtierkapitalismus ins Wanken bringen können; Menschen, die ihre eigene Gesundheit der Wahrheit opfern.

Gott schütze Scheich Zakzaky und seine Ehefrau und schenke ihnen baldige Genesung und Freiheit!

[1] http://www.eslam.de/begriffe/z/zakzaky_ibrahim.htm
[2] https://twitter.com/SZakzakyOffice?ref_s...s-Mallima-Zeena
[3] https://english.alahednews.com.lb/essayd...d=49389&cid=269

 

http://www.muslim-markt-forum.de/t1741f2-Wie-Nigeria-mit-Indien-versucht-Afrikas-Helden-zu-betruegen.html#msg5123

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