IQNA

0:19 - August 17, 2019
Nachrichten-ID: 3001571
IQNA- Der Sprecher der Islamischen Bewegung Nigerias (IMN) sagte, Scheich Zakzaky werde zur Durchführung der medizinischen Behandlung vermutlich in die Türkei, nach Malaysia oder nach Indonesien reisen.

Wie IQNA unter Berufung auf die afghanische Nachrichtenagentur AVA berichtet, habe "Ibrahim Musa", der Sprecher der Islamischen Bewegung Nigerias, bestätigt, dass Scheich Zakzaky Indien verlassen habe.

Ibrahim Musa habe auch gesagt, Scheich Zakzaky werde vermutlich in die Türkei, nach Malaysia oder nach Indonesien reisen, um sich dort behandeln zu lassen.

 

Scheich Zakzaky und seine Ehefrau waren am Dienstag, 13. August 2019, in Neu-Delhi, der Hauptstadt Indiens, eingetroffen. Das nigerianische Gericht hatte bereits am 5. August dem inhaftierten Scheich Zakzaky und seiner Frau erlaubt, zum Zweck der medizinischen Behandlung in Indien ihre Heimat Nigeria zu  verlassen.

Da die Situation in Indien schlimmer als Nigeria war, hat Scheich Zakzaky sich entschieden, nach Nigeria zurückzukehren.

Über die Twitter-Nachrichten erklärte er die Situation in Indien:

„Im Namen Gottes des Gnädigen, des Begnadenden,

und Gottes Segen seien mit unserem Oberhaupt und Propheten Muhammad und seiner Familie, den gereinigten und geläuterten Fehlerfreien.

Wir sind jetzt hier in Neu Delhi, Indien. Wie Sie alle wissen, gab es eine Vereinbarung für uns, hierher zu kommen, um ärztliche Hilfe in Bezug auf die Beschwerden zu suchen, die wir haben, ich selbst und (meine Ehefrau) Malama Zeenah. Sie, Malama Zeenah, hat eine vollständige Kugel in ihrem Körper (der entfernt werden muss), und sie muss sich zusätzlich zu anderen Problemen einer Knieoperation unterziehen. Ich habe Splitter, sehr kleine Fragmente in meinen Augen, in meinen Händen und einige in meinem rechten Oberschenkel, die langsam Giftstoffe in meinem Körper freisetzen und eine Reihe von Komplikationen hervorrufen, von denen wir später herausfanden, dass sie die Ursache für kleine Schlaganfälle sind, die ich zum ersten und zum zweiten Mal hatte. Nach unserer Ansicht ist das erste, woran gedacht werden sollte, das Entfernen der Splitter. Dies ist ein Vorgang, der zu Hause nicht durchgeführt werden konnte, und die Ärzte haben vorgeschlagen, dass wir ins Ausland gehen sollten, wo der Vorgang durchgeführt werden kann.

Dann wäre der zweite Schritt, meinen Körper von Giftstoffen zu reinigen, von denen mir gesagt wurde, dass sie sich in den Knochen und einige im Fleisch ablagern, was normalerweise einige Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe auch ein Problem mit meinem Auge, das die Ärzte, die uns nach einer zweiten Operation betreuten und mein Sehvermögen schwächten, mir vorschlugen, bessere Einrichtungen zu nutzen, um es pflegen zu lassen.

Nach all dem waren wir alle froh, dass wir in Delhi ankamen und wir wollten in ein geeignetes Krankenhaus gehen, um eine angemessene Behandlung zu erhalten. Außerdem rieten uns die Ärzte, die uns in Nigeria besuchten, in das Krankenhaus (namens) Medanta zu gehen. Deshalb haben wir darum gebeten, in dieses Krankenhaus gebracht zu werden.

Bevor wir Nigeria verließen, hörten wir die Nachricht, dass die amerikanische Botschaft hier in Indien das Krankenhaus bedrängt hat, uns bei unserer Ankunft nicht aufzunehmen. Und dass das Krankenhaus zugestimmt habe, uns nicht aufzunehmen. Als wir ankamen, überlegten wir uns, woanders hinzugehen. Später erfuhren wir jedoch, dass das Problem behoben war und wir ins Krankenhaus eingeliefert würden. Also machten wir uns von Nigeria aus auf den Weg.

Sobald wir hier ankamen, trafen wir uns mit einigen Krankenhausmitarbeitern am Flughafen, die uns zum Krankenhaus begleiteten. Als wir im Krankenwagen saßen, wurde und mitgeteilt, dass am Flughafen eine Menge Leute auf uns warteten, auch als wir in den Krankenwagen gestiegen waren. Aber sie sind ihnen ausgewichen und haben sie abgelenkt, indem sie zwei Krankenwagen am Ausgang abgestellt haben und behaupteten, wir würden sie besteigen, aber sie beschlossen, einen anderen Krankenwagen zu nehmen und auf einem anderen Weg abzufahren, damit die Leute am Flughafen k einen Blick darauf erhaschen.

Und sie sagten auch, es seien viele Leute am Eingang des Krankenhauses, um uns ankommen zu sehen. Sie teilten uns jedoch mit, dass wir bei unserer Ankunft durch einen Hintereingang geführt werden. Sie sagten, dass sie dies aufgrund der hohen Anzahl von Menschen taten. Sie befürchteten, dass der Versuch der Menschen, uns in der Menge zu erreichen, uns Schaden zufügen könnte, unabhängig davon, was sie sagten.

Als wir ankamen, erfuhren wir, dass jemand, der hier in der nigerianischen Botschaft arbeitet hier war, oder besser gesagt, dass es vor unserer Ankunft ein Treffen mit dem Krankenhauspersonal, nigerianischen Botschaftsmitarbeitern und einigen Sicherheitsmitarbeitern gegeben hatte, um herauszufinden, wie die Dinge zu erledigen seien, sobald wir hier sind.

Wir haben gesehen, dass wir praktisch in eine andere Haftanstalt gebracht wurden, die noch strenger ist als die, die wir damals in Nigeria hatten. Sie kamen mit bewaffneten Polizisten und vielen Mitarbeitern der nigerianischen Botschaft hierher. Und wir mussten auch feststellen, dass wir in diese andere Haftanstalt verwickelt wurden, obwohl wir auf Basis von Vertrauen gekommen waren.

Selbst in Nigeria hatte man sich verständigt, dass wir nur von den Ärzten behandelt werden, die wir auswählen, und dass wir uns ungezwungen fühlen, wenn wir behandelt werden. Aber hier erkennen wir, dass die Ärzte, die uns geraten haben, hierher zu kommen, in unserem Fall kein Mitspracherecht haben. Sie sagten uns sogar, als wir mit ihnen sprachen, dass sie nur beraten dürfen, aber das Krankenhaus sich das Recht vorbehalte, den Verlauf unserer Behandlung zu bestimmen. Also sagte ich ihnen, dass wir aufgrund des Vertrauens, das wir unseren Ärzten entgegenbringen, nicht jeden Arzt aufsuchen können, den wir nicht kennen und dem wir nicht vertrauen, uns zu behandeln. Und ohne Empfehlung von denen, denen wir vertrauen, können wir nicht zulassen, dass ein Fremder uns behandelt, unabhängig davon, wie mit Kugeln umgegangen werden kann, die auf eine andere Art und Weise entfernt werden.

Aus diesem Grund denken wir, dass basierend auf allem, was wir bisher gesehen haben, uns deutlich wird, dass wir hier nicht sicher sind. Wir sind lediglich in eine andere Haftanstalt gebracht worden.

Ich bin jetzt seit ungefähr 13 Jahren inhaftiert, aber ich habe noch nie eine Haft wie diese gesehen, in der ich mich gerade befinde. Sogar an den Türen haben sie die Polizei bewaffnet. Selbst zwischen den Räumen dürfen wir uns nicht bewegen. Dann sehe ich, dass ich selbst dort, wo wir herkommen, und in all den Zeiten, in denen ich in Nigeria eingesperrt war, so etwas noch nicht gesehen habe. Als ich in einem Gefängnis war, haben sie uns gegen 21 Uhr eingesperrt und um 7 Uhr morgens die Türen geöffnet, und wir konnten herumlaufen, wo immer wir in der Gefängniseinrichtung wollten, in der wir eingesperrt waren.

 

Ich sehe hier, dass es, selbst als ich im Kirikiri-Gefängnis war, nicht so beengt war wie in dieser Situation. Aus diesem Grund halte ich es nicht für angemessen, die Haft (in Nigeria) zu verlassen, um medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und in eine andere Haftanstalt gebracht zu werden. Außerdem werden wir an Personen übergeben, denen wir nicht vertrauen. Auf dieser Grundlage denken wir, dass InschaAllah nach all den offensichtlichen Zeichen, wir nach Hause zurückkehren müssen, da wir zur medizinischen Versorgung ins Ausland reisen durften und Indien für uns kein sicherer Ort zu sein scheint. Wir müssen nach Hause zurückkehren, schließlich gibt es andere Länder, die angeboten haben, uns zu empfangen, wenn wir dorthin gehen könnten. Zu diesen Ländern gehören Malaysia, Indonesien und die Türkei. Wir können entscheiden, wohin wir gehen und dann dorthin, inschaAllah der Großartige.

Und der Frieden sei mit Muhammad und seiner reinen geläuterten Familie

Und der Freise sei mit Ihnen und Allahs Gnade.“

 

http://iqna.ir/fa/news/3835295

Nombre:
Correo electrónico:
* Kommentar: