IQNA

18:48 - September 12, 2019
Nachrichten-ID: 3001666
IQNA - Eine Anti-Islam-Veranstaltung, die für den gestrigen Mittwoch, 11.September 2019, in einer Kirche in der Stadt Detroit im US-Bundesstaat Michigan geplant war, wurde nach Protesten einiger Politiker und Bürgerorganisationen abgesagt.

Wie IQNA unter Berufung auf die Webseite der Tageszeitung „USA Today“ berichtet, habe der Pastor dieser Kirche für den gestrigen Mittwoch anlässlich des Jahrestages der Anschläge vom 11. September eine anti-islamische Veranstaltung geplant. Diese Entscheidung sei jedoch mit einer Vielzahl negativer Reaktionen konfrontiert worden.

Die Kirche „Bloomfield Hills“ habe dann per E-Mail angekündigt, dass die zweitägige Veranstaltung, die sie unter dem Motto „Haben wir den 11. September vergessen? Kapituliert Michigan vor dem Islam?“ für Mittwoch und Donnerstag geplant habe, abgesagt werden müsse.

Im Rahmen der Veranstaltung hätten zwei Gastredner eigentlich Vorträge zu den Themen „Wie die interreligiöse Dialog-Bewegung zur Vernichtung der USA und der Kirche führt“ und „Wie der Islam die USA von innen heraus vernichtet“ halten sollen.

Donald McKay, der Pastor der Kirche, habe letzte Woche die Planung einer solchen Veranstaltung verteidigt und erklärt: „Der Islam ist eine wachsende Bedrohung in den USA. Wir hassen keine Muslime, sondern wir hassen die Ideologie, mit der sie sich identifizieren. Ich gebe voller Stolz bekannt, dass ich ein Islamhasser bin.“

Andererseits hätten manche Politiker und Organisationen im US-Bundesstaat Michigan den Vorfall verurteilt und darüber diskutiert. Andy Levin und Debbie Dingle, zwei demokratische US-Kongressabgeordnete, hätten in einer gemeinsamen Erklärung angekündigt: „Hass hat keinen Platz in Detroit, Michigan oder irgendwo in den USA.“

Dawud Walid, der Leiter der Zweigstelle des „Rates der Amerikanisch-Islamischen Beziehungen“ (CAIR) in Michigan, habe die Anti-Islam-Maßnahme dieser Kirche als problematisch bezeichnet und betont: „Ich halte es für verantwortungslos, dass eine Kirche ausgerechnet diejenigen Personen als Vortragenden einlädt, die offen anti-islamische Positionen propagieren.“

 

http://iqna.ir/fa/news/3841479

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