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Entschluss afghanischer Frau den gesamten Koran zu kalligrafieren

18:07 - June 24, 2026
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IQNA- Nikita Durrani ist eine afghanische Frau, die in Herat geboren wurde und trotz Einschränkungen begannen sich um die Kalligrafie des Korans zu bemühen.

IQNA: In einer Ecke der afghanischen Stadt Herat innerhalb der historischen Festung, bekannt als „Qalʿa‑e Ikhtiyaruddin“, ist eine Gruppe von Frauen in ihre Kunstwerke vertieft. Um sie herum befinden sich Beispiele ihrer Werke aus feiner und schöner Keramik und am Eingang dieses Raumes war ein Schild mit dem Namen der Ausstellung „Khetin Zar“ (Keramik‑Gold) angebracht. (Quelle: Shafaq News)

Der Name der Ausstellung drückt die Tatsache aus, dass diese jungen Frauen trotz der von der Taliban‑Regierung auferlegten Einschränkungen versuchen durch ihr Handwerk Lehm in Gold zu verwandeln.

Im Zentrum dieser Gruppe sitzt eine junge Frau, die ein anderes Erscheinungsbild als die anderen hat und größere Sorgen trägt. Vor ihr sind Seiten mit geschriebenen Koranversen zu sehen und neben ihr liegen Dutzende große Seiten sowie Kalligrafie‑Werkzeuge auf dem Tisch.

Nikita Durrani wurde in Herat geboren studierte dort. Sie sagte: Ich betreibe Kalligrafie und schreibe derzeit den Koran handschriftlich in paschtunischer Übersetzung.

Durrani schloss bereits die Abschrift verschiedener Teile des Korans auf großen Papierseiten ab und widmet dieser Arbeit jeden Tag mehrere Stunden.

Diese Frau aus Herat fügte hinzu: Früher schrieben wir den Koran gemeinschaftlich ab, aber jetzt mache ich diese Arbeit allein in paschtunischer Übersetzung und dies ist mein größter Wunsch im Leben.

Sie weist darauf hin, dass die arabische Kalligrafie in Herat tiefe Wurzeln hat und genau dies sie vor Jahren dazu ermutigte diese Kunst zu erlernen.

Durrani sagt: Vor 10 Jahren als ich erst 15 Jahre alt war lernte ich die handschriftliche Abschrift des Korans. Mein Lehrer war der berühmte Kalligraf aus Herat Mir Wali Ahmad, der mir diese Fähigkeit beibrachte.

Obwohl die Dari‑Sprache in den meisten Schulen Herats unterrichtet wird, widmete Durrani Zeit dem Erlernen der paschtunischen Literatur, was ihr nun beim Schreiben der paschtunischen Übersetzung des Korans hilft.

Die Kunst der Kalligrafie in Herat hat eine mehr als tausendjährige Geschichte und blühte seit der Zeit der Timuriden auf und ist weiterhin eine der tief verwurzelten Künste dieser Stadt, die von einer Reihe erfahrener Kalligrafen bewahrt wird. Die Vereinigung der Kalligrafen von Herat dient als Zentrum für das Zusammenkommen dieser Künstler und als Raum, um neue Generationen zum Erlernen dieser Kunst zu ermutigen.

Für die 25‑jährige Nikita Durrani ist ihre Arbeit eine wertvolle Gelegenheit in einer Zeit in der viele Mädchen in Afghanistan mit Einschränkungen konfrontiert sind, weiterführende Schulen und Universitäten für sie geschlossen sind und weitreichende Beschränkungen für die Teilnahme von Mädchen am Arbeitsmarkt bestehen. Durrani sagt, dass sie froh ist die Möglichkeit zur Arbeit zu haben und dass ihre Arbeit auch anderen Mädchen zugutekommt.

Sie bildet derzeit mehr als 20 Frauen in ihrer Kunstwerkstatt aus und hofft diese Kunst auch an Mädchen in anderen Provinzen Afghanistans weiterzugeben. Diese Kalligrafie‑Künstlerin sagt: Alles hängt von den Möglichkeiten ab und wenn die Möglichkeiten bereitgestellt werden wird mein großer Traum verwirklicht werden.

Sie fügt hinzu, dass einige der Mädchen, die sie ausgebildete, inzwischen Meister‑Niveau erreichten und sogar an Ausstellungen in Saudi‑Arabien teilnahmen.

Nikita sagt mit Hinweis auf die in der Ausstellung „Khenin Zar“ gezeigte Keramiksammlung: Wir exportieren diese Produkte in die Vereinigten Staaten, nach Europa und in verschiedene Länder der Welt. Das ist nicht nur ein Geschäft! Vielmehr ist es eine Botschaft, dass dies von afghanischen Frauen geschaffenen Werke sind.

 

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Stichworte: Kalligrafie ، Der Koran
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