IQNA- Die muslimische Abgeordnete im US-Kongress Rashida Tlaib forderte als Reaktion auf die islamfeindliche Kundgebung in Michigan Maßnahmen gegen islamfeindliche Aktivitäten.
IQNA: Rashida Talib reagierte aus islamfeindliche Kundgebung in Michigan. Nach einer islamfeindlichen Kundgebung am Dienstag in der Stadt Dearborn im US-Bundesstaat Michigan wurden mehrere Personen festgenommen. (Quelle: TRT)

Der für islamfeindliche Aktivitäten bekannte Jake Lang versammelte sich gemeinsam mit seinen Anhängern vor der Henry-Ford-Centennial-Bibliothek. Während der Kundgebung kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den islamfeindlichen Kräften und ihren Gegnern.
Die Polizei von Dearborn bestätigte die Festnahme mehrerer Personen, erklärte jedoch, dass die endgültige Zahl der Festgenommenen später veröffentlicht wird.
Der Bürgermeister von Dearborn Abdullah Hammoud sagte über die Auswirkungen der Kundgebung auf die muslimische Gemeinschaft der Stadt, dass er dabei einem etwa sechs oder sieben Jahre alten Kind begegnet ist, das ihn fragte ob die Demonstranten gekommen seien um es zu töten.
Hammoud sagte: Unsere Kinder hören mit! Sie hören unsere Gespräche, sehen die Schlagzeilen und erkennen, dass ihre Eltern besorgt sind.
Nach der Zunahme der Spannungen in den vergangenen Tagen erklärte die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Michigan Dana Nessel, dass ihr Büro direkt mit Hammoud, den Stadtbehörden und der Polizei von Dearborn koordiniert und ihnen sämtliche staatlichen Kapazitäten zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Überwachung zur Verfügung stellte.
Dieser Vorfall gilt als jüngster einer Reihe islamfeindlicher Provokationen von Jake Lang in Dearborn. Zuvor war es während der jährlichen Arba'in-Pilgerprozession in dieser Stadt ebenfalls zu Auseinandersetzungen und Unruhen gekommen.
Lang gehört zu denjenigen die am 6. Januar 2021 das Kapitol angriffen und später vom US-Präsidenten Donald Trump begnadigt wurden. Er veranstaltete wiederholt islamfeindliche Kundgebungen in Dearborn.
Infolge dieser Ereignisse forderte die muslimische US-Kongressabgeordnete Rashida Talib eine deutlichere Stellungnahme der politischen Führung der USA gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus.
Talib sagte in ihrer Erklärung: Einige Gruppierungen schaffen in Dearborn durch gezielte Attacke auf eine Religionsgemeinschaft eine Atmosphäre der Angst und des Hasses. Das Schweigen einiger Verantwortlicher gegenüber diesen Maßnahmen trägt dazu bei, dass sich dieses Verhalten normalisiert.
Sie sagte: Mehr Führungspersönlichkeiten, darunter auch gewählte Vertreter auf lokaler Ebene, müssen ihre Stimme erheben, insbesondere gegenüber jenen die unter dem Deckmantel des Glaubens und der Religion Hass verbreiten.
Talib begrüßte außerdem die Solidarität verschiedener Religionsgemeinschaften mit den Muslimen in Dearborn und sagte, dass die Unterstützung zwischen unterschiedlichen Gemeinschaften für den Kampf gegen Hass unerlässlich ist.
Abschließend betonte sie, dass keine Gemeinschaft aufgrund ihrer Religion oder Kultur zum Ziel eines Angriffs werden darf und dass alle Menschen das Recht auf Leben, Religionsausübung und Bewahrung ihrer kulturellen Identität haben müssen.
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