IQNA

17:43 - August 23, 2026
Nachrichten-ID: 3015309

Antiislamische Maßnahmen der Republikaner in Texas zeitgleich mit wachsenden Interesse der Menschen am Islam

IQNA- Zeitgleich mit dem zunehmenden Interesse am Islam sind muslimische Gemeinschaften im US-Bundesstaat Texas mit einer deutlichen Zunahme antimuslimischer politischer Rhetorik und Feindseligkeiten konfrontiert.

IQNA: Muslimische Gemeinschaften im US-Bundesstaat Texas kämpfen mit deutlich zunehmender Besorgnis, da die antimuslimische politische Rhetorik staatliche Untersuchungen auf Ebene des Bundesstaates und Feindseligkeiten gegen sie weiterhin zunehmen. (Quelle: dailycountrytodaybd)

 

Antiislamische Maßnahmen der Republikaner in Texas zeitgleich mit wachsenden Interesse der Menschen am Islam

 

Diese Spannungen sind insbesondere in der Metropolregion Dallas–Fort Worth stark, wo das rasche Wachstum der muslimischen Bevölkerung und Zunahme lokaler Gebetsstätten auf heftige politische Reaktionen stießen.

Gholam Kahar, einer der Betenden des Islamic Center Valley Ranch in Irving, wies darauf hin, dass antiislamische Parolen hochrangiger politischer Führungspersönlichkeiten offenkundig in die alltäglichen Begegnungen der Menschen eindrangen.

Muslimische Einwohner sagen, dass sie beim Ausüben ihrer religiösen Rituale in der Öffentlichkeit oder beim Aufenthalt in örtlichen Parks in deutlich zunehmendem Maß verbaler Belästigung und Feindseligkeit ausgesetzt sind.

Die Kontroversen in diesem Zusammenhang erreichten nach der Ankündigung des Projekts „Epic City“ ihren Höhepunkt; dabei handelt es sich um eine Wohnsiedlung die um eine neue Moschee des Islamic Center of Plano im Osten von Dallas herum geplant ist. Dieser Vorschlag stieß bei den Behörden des Bundesstaates auf heftige administrative und rechtliche Reaktionen.

Der Gouverneur Greg Abbott und der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton leiteten mehrere Untersuchungen auf Ebene des Bundesstaates gegen die Entwickler und betreffenden muslimischen Organisationen ein, um dieses Vorhaben zu stoppen.

Die Exekutivmaßnahmen und öffentlichen Äußerungen der Führungspersönlichkeiten des Bundesstaates zielen zudem darauf ab prominente Gruppen, die dieses Vorhaben unterstützen – etwa den Council on American-Islamic Relations –, mit feindseligen Etiketten zu versehen und ihre zivilgesellschaftliche Beteiligung einzuschränken.

Republikanische Abgeordnete brachten zudem Gesetzesvorlagen ein, um islamische Schiedsverfahren, Familienberatung und Eheschließungsdienste einzuschränken.

Der Abgeordnete des Bundesstaates Alan Schoolcraft argumentierte, dass der Islam nicht lediglich eine Religion ist, sondern etwas viel Umfassenderes und rechtfertigte diese Gesetzesinitiative mit nationaler Sicherheit und ideologischer Regulierung.

Texas hat derzeit zwischen 300.000 und 500.000 muslimische Einwohner; allein in der Region Dallas–Fort Worth verdreifachte sich die Zahl der Moscheen in den vergangenen zwei Jahrzehnten nahezu und hat mittlerweie 76 Zentren. Je stärker diese wachsende Bevölkerung verwurzelt ist, desto mehr wird ihre umfassendere religiöse und zivilgesellschaftliche Präsenz zum Ziel konservativer politischer Manöver.

Muslimische Führungspersönlichkeiten, Bürgerrechtsanwälte und Interessenvertretungen sind der Auffassung, dass der Versuch den Islam als politische Ideologie neu zu definieren, um Religionsfreiheiten einzuschränken, unmittelbar gegen den Ersten Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten verstößt. Gesellschaftliche Organisationen kündigten an entschiedene rechtliche Schritte einzuleiten, um ihre verfassungsmäßigen Rechte zu verteidigen und ihre Einrichtungen vor staatlichen Eingriffen zu schützen.

 

4370891

Stichworte: Texas ، muslime
captcha