IQNA

19:36 - August 31, 2026
Nachrichten-ID: 3015345
Auf Sitzung der Weltversammlung für Islamisches Erwachen betont:

Referendum in Palästina vernünftige Idee und Bildung eines Staates Palästina umsetzbar

IQNA- Die Teilnehmer der Sitzung des Hohen Rates der Weltversammlung für Islamisches Erwachen bezeichneten die Idee eines Referendums in Palästina zur Schaffung von Frieden in der Region als praktisch und vernünftig und betonten, dass die Bildung eines Staates Palästina eine aktive und umsetzbare Idee ist.

IQNA: Am Freitag, dem 28. August 2026, fand im Hotel Parsian Azadi in Teheran die Sitzung des Hohen Rates der Weltversammlung für Islamisches Erwachen zum Thema „Lösung der Palästinafrage im Denken des Märtyrerimams der Gemeinschaft“ statt. Anwesend waren unter anderem der Generalsekretär der Weltversammlung für die Annäherung der islamischen Konfessionen Hojatoleslam wal-Muslimin Hamid Shahriari, der Generalsekretär der Weltversammlung für Islamisches Erwachen Hojatoleslam wal-Muslimin Mohammad Hasan Akhtari sowie einheimische und ausländische Gelehrte und Denker als Teilnehmer an der 40. Internationalen Konferenz zur islamischen Einheit. (Quelle: Öffentlichkeitsarbeit der Weltversammlung für die Annäherung der islamischen Konfessionen)

 

Referendum in Palästina vernünftige Idee und Bildung eines Staates Palästina umsetzbar

 

Zu Beginn der Sitzung betonte Hojatoleslam Akhtari in einer Ansprache zum Referendumsplan für Palästina, den der Märtyreroberhaupt der Revolution vorgeschlagen hatte: Der Plan des Märtyrerimams für Wahlen in Palästina ist äußerst wertvoll, prinzipienfest und vernünftig. Er ist die beste Lösung, um Palästina zu retten und den Aggressionen und Verbrechen des zionistischen Regimes ein Ende zu setzen und schafft Sicherheit, Eintracht und Einheit unter den muslimischen Gemeinschaften. Wenn dieser Plan in Palästina umgesetzt wird, wird das verbrecherische Israel zurückgedrängt und die Region in Frieden und Ruhe leben.

Anschließend erklärte der Vertreter des Büros zur Bewahrung und Veröffentlichung der Werke des Märtyreroberhaupts Ayatollah Sayyid Ali Khamenei Hossein Mohammadi-Sirat, dass dessen Lösung für die Palästinafrage seit etwa vier Jahrzehnten vorgebracht wird und ein Referendum keine neue Angelegenheit ist. Aus Sicht des Märtyrerimams hat das Referendum zwei Lösungswege: einen westlichen und einen des Widerstands. Der westliche beziehungsweise US-Weg weist Mängel auf, da er die Legitimität des zionistischen Regimes voraussetzt und USA zugleich Frieden und Verhandlungen vorschlägt, während der Iran bittere Erfahrungen mit Verhandlungen machte.

Er fügte hinzu: Aus Sicht des Märtyreroberhaupts ist der Widerstand die einzige Lösung der Palästinafrage. Diese Lösung ist weder irrational noch bloß offensiv; vielmehr muss man dem Märtyreroberhaupt zufolge Widerstand leisten bis sich die Feinde dem Votum des Volkes Palästinas beugen. Daher ist die Idee eines Referendums nicht passiv; Widerstand und Referendum sind die beiden Flügel der Lösung der Palästinafrage.

Der Vorsitzender des Vorstands der Vereinigung muslimischer Gelehrter im Libanon Hassan Abdullah sagte als nächster Redner, dass der Widerstand in Wirklichkeit ein Kampf zwischen der Front der Wahrheit und der des Irrtums ist. Alle gelangten zum Schluss, dass die US-Lösung dem Volk Palästinas nicht nützen kann, da Israel Palästina leicht besetzte; deshalb ist der Referendum-Plan von großer Bedeutung.

Er betonte: Um die Idee des Märtyrerimams umzusetzen brauchen wir praktische Maßnahmen. Wir rufen andere Länder und Unterstützer Palästinas auf das Referendum in Abstimmung mit dem Iran durchzuführen.

Der libanesische Gelehrte forderte die Bildung eines Komitees zur Nachverfolgung der Referendumsdurchführung, um die Voraussetzungen für diese Abstimmung im besetzten Palästina zu schaffen.

Er fügte hinzu: Die Mitglieder dieses Komitees sollten Aufgeklärte sein, die durch korrekte Medienarbeit die Referendumsfrage allen Menschen weltweit vermitteln und ihre Botschaft über soziale Netzwerke an Millionen Menschen rund um den Globus übermitteln können.

Im weiteren Verlauf sagte der Koordinator der Front des islamischen Handelns im Libanon Scheich Zuhair Dschuaid, dass der Iran schwersten militärischen und sicherheitspolitischen Angriffen sowie harten Wirtschaftssanktionen ausgesetzt ist. Seit dem Sieg der Islamischen Revolution machte der Iran die Palästinafrage zu seiner zentralen Frage und verteidigt stets Palästina und die al-Aqsa-Moschee.

Er fügte hinzu: Die Araber legten keine Initiative zur Lösung der Palästinafrage vor. Der Vorschlag der Islamischen Republik Iran, beruhend auf der Idee des Märtyrerimams, verdient jedoch Anerkennung und alle müssen zu seiner Umsetzung beitragen.

Der Vorsitzender des islamisch-alawitischen Rates im Libanon Scheich Mahmud Qadur war ein weiterer Redner. Er erklärte, dass die Islamische Republik Iran nicht allein die schwere Verantwortung für die Durchführung des Referendums in Palästina tragen muss! Die anderen Länder müssen den Iran dabei umfassend unterstützen.

Er fügte hinzu: Der Iran erlitt durch seine umfassende Unterstützung Palästinas große Verluste. Deshalb müssen wir jeder Spaltung entgegentreten und alle zur Einheit aufrufen, denn wir streben ein Palästina mit Al-Quds (Jerusalem) als Hauptstadt an.

Anschließend erklärte der frühere Kulturberater der Islamischen Republik Iran im Libanon Abbas Khamehyar in einer Ansprache: Palästina nahm stets einen tiefen Platz im Gewissen der Iraner eing und in der iranischen Geschichte gibt es zahlreiche Persönlichkeiten die das Land seit dem Tag der Besetzung Palästinas unterstützten. Nach dem Sieg der Islamischen Revolution setzte der Iran mit dem Slogan „Heute Iran, morgen Palästina“ seine dauerhafte Unterstützung Palästinas fort; heute unternimmt Teheran wirtschaftlich und militärisch zahlreiche Schritte zur Unterstützung Palästinas.

Mit der Frage „Wo sind die Einheit und Geschlossenheit der islamischen Gelehrten?“ betonte er, dass alle muslimischen Gelehrten aktiv werden und ihre Unterstützung für Palästina erklären müssen. Das iranische Volk unterstützt das Volk Palästinas stets umfassend; er hofft, dass sich die Völker anderer Länder anschließen werden.

Auch das Mitglied des Zentralrats der Hisbollah im Libanon Scheich Hasan al-Baghdadi erklärte am Rande der 40. Internationalen Konferenz zur islamischen Einheit abgehaltenen Sitzung des Hohen Rates der Weltversammlung für Islamisches Erwachen: Die Palästinafrage ist die zentrale Frage der islamischen Gemeinschaft. Daher liegt es in der Verantwortung von uns allen dem Volk Palästinas nach Kräften bei der Befreiung seines Landes zu helfen.

Er betonte, dass die Länder der Region die Gefahren des zionistischen Regimes leider nicht erkannten und glauben, dass diese Gefahr nur die Nachbarländer Palästinas betrifft. Heute jedoch verstanden alle, dass die Gefahr durch USA und Israel nicht auf angrenzende Länder begrenzt ist und sich alle bedroht fühlen müssen.

Das Mitglied des Hisbollah-Zentralrats betonte: Heute ist die Zeit gekommen die Ideen des Märtyrerimams und seines treuen Nachfolgers Ayatollah Sayyid Mojtaba Khamenei zu berücksichtigen.

Mit Blick auf die Verbrechen der Westmächte und der USA ohne Bindung an moralische Grundsätze sagte er: Wir sahen, dass die Islamische Republik Iran unter Einhaltung der islamischen Ethik den USA entgegentrat.

Scheich Hasan al-Baghdadi betonte die Bedeutung des Widerstands und erklärte, dass die USA den Widerstand zu Fall bringen wollten; doch wir sahen, dass die Islamische Republik Iran und der Widerstand von Tag zu Tag gar stärker wurden.

Im weiteren Verlauf dankte Sayyid Ahmad Abd al-Malik aus dem Jemen für die Durchführung der Sitzung und sagte, dass viele Palästina für ein Randthema halten. Das wichtigste Anliegen im Jemen ist jedoch umfassende Unterstützung Palästinas!

Er betonte, dass Jemen sogar im Medienbereich sanktioniert wird: Wir konnten die wirkliche Stimme der Widerstandsfront, deren Ziel die Unterstützung des Volkes Palästinas ist nicht an die Weltöffentlichkeit vermitteln.

Abd al-Malik fügte hinzu: Im Jemen leben 25.000 Menschen unterhalb der Armutsgrenze; trotz all ihrer Schwierigkeiten geben sie die Unterstützung Palästinas nicht auf!

Mit Blick auf die starke Zensur in den weltweiten Medien sagte er: Wir nahmen an, dass nach dem Krieg nichts von Teheran übrig bleibt. Als wir jedoch hierher reisten sahen wir keine Spur des Krieges!

In einem weiteren Teil der Sitzung erklärte der Gelehrter der ägyptischen al-Azhar Scheich Mansur Mandur, dass mit Blick auf die schwierige Lage der islamischen Gemeinschaft unser Prophet seit Beginn seiner ehrwürdigen Sendung die heutige Situation der Muslime vorher sah und die Liebe zur Welt sowie Abneigung gegen den Tod als Ursache dafür bezeichnet.

Er sagte, dass wir heute erleben, dass Menschen ihr Gewissen mit Füßen treten, Unwissenheit vortäuschen und auf den Stühlen der Macht sitzen. Freiheit bedeutet im Islam nicht alles zu erlangen was man will; vielmehr besteht Freiheit nach islamischer Auffassung darin, dass alle Muslime sich als Glieder eines Körpers verstehen und miteinander Mitgefühl empfinden.

Scheich Mandur bezeichnete die Angst vor dem Tod als Laster und sagte: Viele muslimische Herrscher sind von weltlichen Dingen vereinnahmt und vergaßen den Dschihad.

 

4372528

captcha