Teheran (IQNA)- Der angesehene libanesischer Gelehrter Sajjed Ali Fadlallah betonte: Imam Khamenei hatte einen tiefen Blick für die islamische Einheit und war gemäß des Korans überzeugt, dass ihre Verwirklichung allgemeine Pflicht und Verantwortung ist.
Der angesehene libanesischer Gelehrter und ehemaliger Freitagsprediger von Beirut Sajjed Ali Fadlallah erklärte im Interview mit IQNA am Rande der 40. Internationalen Konferenz für Islamische Einheit, die unter der Aufsicht des Weltverbandes für die Annäherung der islamischen Konfessionen im Iran und unter dem Motto „Islamische Einheit im Denken des Märtyrerimams Großajatollahs Sajjed Ali Husaini Khamenei“ stattfand: Märtyreroberhaupt Imam Khamenei hatte einen tiefen Blick für die islamische Einheit und betrachtete sie nicht bloß als taktisches Mittel. Gemäßm des Korans war er der Auffassung, dass man islamische Einheit nicht ohne Beachtung der Gebote des Korans annehmen kann und dass ihre Verwirklichung allgemeine Pflicht und Verantwortung ist.

Er fügte hinzu: Eine der Waffen gegen die islamische Einheit eingesetzt ist Beleidigung der Heiligtümer und Symbole einer Konfession. Seine Rechtsauskunft betonte, dass Verletzung der Unantastbarkeit Heiligtümer und Symbole der Konfessionen nicht zulässig ist.
Der libanesische Gelehrte sagte: Manchmal will ein Mensch sein Recht erlangen, beleidigt dabei aber ungewollt andere. Deshalb muss man darauf achten, weder absichtlich noch unabsichtlich die Heiligtümer und Überzeugungen anderer zu beleidigen oder ihre Gefühle zu provozieren.
Er sagte: Imam Ali (Friede sei mit ihm) untersagte in der Schlacht von Siffin einem Mann die Truppen Muʿawiyas zu beschimpfen und erklärte: „Es wäre besser anstelle ihrer Beschimpfung und Verfluchung für ihre Rechtleitung zu beten und Gott zu bitten zwischen euch und ihnen Frieden zu schaffen und euer beider Blut vor dem Vergießen zu bewahren, damit der Wahrheitssuchende durch euer Handeln die Wahrheit erkennt und von Unrecht und Aggression ablässt!“
Der frühere Freitagsprediger von Beirut fuhr fort: Islamische Einheit ist eine Waffe gegen jede Art von Aufruhr und gegen jene die Aufruhr stiften wollen. Wer Spaltung und Aufwiegelung anstrebt handelt gegen diese Waffe.

Sajjed Ali Fadlallah betonte außerdem: Einige uninformierte Rechtsgutachten könnten dazu führen, dass die Bemühungen um islamische Einheit wirkungslos blieben und Aufwiegelung als Waffe gegen Einheit und Geschlossenheit eingesetzt wird.
Anschließend nannte er die wichtigsten inneren und äußeren Hindernisse für die islamische Einheit: Ein Hindernis ist das Gefühl der Anhänger jeder Konfession, dass eine Vereinigung mit anderen Konfessionen ihre eigenen Symbole schwäche oder beleidigt. Deshalb muss immer wieder betont werden, dass islamische Einheit nicht den Verzicht auf die eigene Konfession und Vergessen religiöser Prinzipien und Symbole bedeutet, sondern Einheit in den gemeinsamen Prinzipien und Überzeugungen.
Der libanesische Gelehrte betonte: Ein weiteres Hindernis ist mangelndes Bewusstsein für die zahlreichen Gemeinsamkeiten. Viele Muslime wissen nicht wie viele Gemeinsamkeiten zwischen Schiiten, Sunniten und den islamischen Konfessionen bestehen und konzentrierten sich ständig auf Unterschiede. Eine solche Haltung bringt Muslimen niemals einander näher. Wenn man sich dagegen Gemeinsamkeiten widmet kann Einheit entstehen und man kann über strittige Fragen sprechen und versuchen sie abzuschwächen.
Der frühere Freitagsprediger von Beirut fuhr fort: Manche Versuche die blutige Geschichte zwischen Muslimen in Erinnerung zu rufen und historische Symbole zu beleidigen schadeten ebenfalls der islamischen Einheit und sind ein Hindernis für sie.
Er erklärte: Auch das politische Umfeld ist nicht ohne Einfluss, da manche Parteien Spannungen und Konflikte erzeugen wollen. Zu diesem Zweck gibt es zahlreiche politische Aktivitäten und vielerorts wird konfessionelle Aufwiegelung eingesetzt.
Fadlallah erklärte: Einige Länder versuchten konfessionelle Spannungen zu schüren, um politische Ziele und Gewinne zu erreichen. Selbst nach den Siegen, die der libanesische Widerstand in den Jahren 2000 und 2006 errang, hatten manche versucht aus politischen Interessen den Konfessionalismus zu schüren.
Er sagte: Manche Muslime sind sich der Bedeutung der Einheit nicht bewusst, weshalb man sie ständig daran erinnern muss. Viele fragten warum sie sich überhaupt vereinigen sollten. Alle mussen zu vernünftigem Verhalten und Denken aufgerufen werden, um Einheit zu erreichen! Dies ist wichtig! Muss fortwährend betont werden!
Der libanesische Gelehrte betonte abschließend: In dieser Hinsicht müssen wir die Notwendigkeit hervorheben die Bemühungen zu bündeln und die Menschen an die Einheit erinnern, sie als unsere Pflicht betrachten und nicht zuzulassen, dass politische Lager durch Spaltung Ziele und Interessen erreichen, die den Muslimen nicht zugutekommen.
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