IQNA- Das zionistische Regime ließ sieben Siedler kurz nach ihrer Festnahme frei. Sie hatten versucht muslimische Gräber zu beschädigen und ein christliches Kloster in Jerusalem zu respektlos zu behandeln.
IQNA: Die Polizei des zionistischen Regimes ließ sieben Siedler frei nachdem sie im Verdacht festgenommen worden waren islamische Gräber im besetzten Ostjerusalem beschädigt und in ein Kloster der armenischen Kirche in dieser Stadt gespuckt zu haben. (Quelle: Anadolu)
Die Zeitung Jedi’ot Acharonot berichtete: Die Polizei nahm sieben Verdächtige wegen Beschädigung muslimischer Gräber in der Jerusalemer Altstadt und des Spuckens in das Kloster der armenischen Kirche im armenischen Viertel fest. Alle Verdächtigen wurden zu möglicherweise die öffentliche Ordnung störenden Taten befragt und unter Auflagen freigelassen.
Die Website „Behaderei Charedim“ erklärte unter Berufung auf die Polizei des zionistischen Regimes, dass vier der Verdächtigen unmittelbar nach dem Vorwurf festgenommen wurden in das Kloster der armenischen Kirche im armenischen Viertel gespuckt zu haben. Drei weitere wegen des Verdachts in diesem Gebiet islamische Gräber beschädigt zu haben.
Dem Bericht zufolge erfolgte dies nach internationalen Protesten in den vergangenen Monaten gegen das Phänomen, dass Siedler in der Jerusalemer Altstadt Geistliche anspucken.
Am 2. Mai veröffentlichte das Gouvernement Jerusalem ein Video, das einen israelischen Siedler beim Spucken vor dem Eingang einer armenischen Kirche in der Jerusalemer Altstadt zeigte.
Auf einem von dieser Stelle auf Facebook veröffentlichten Video ist der Siedler zu sehen wie er in der armenischen St.-Jakobus-Kathedrale im armenischen Viertel Jerusalems spuckt und anschließend vor einer ihn aufzeichnenden Überwachungskamera obszöne Gesten macht. Das Gouvernement bezeichnete diese Kirche als eine der heiligsten Kirchen der armenischen Gemeinschaft.
Die Dokumentation dieses Vorfalls wurde nach früheren Äußerungen des Ministers für innere Sicherheit des zionistischen Regimes Itamar Ben-Gwirs veröffentlicht. Er hatte im Oktober 2023 gesagt, dass das Spucken auf Christen eine „alte jüdische Tradition“ sei und daher weder als Straftat gelten könne noch eine Festnahme rechtfertige.
Damals werteten Kirchen und Menschenrechtsorganisationen Ben-Gwirs Äußerungen als „grünes Licht“ für die Fortsetzung der Angriffe israelischer Extremisten.
Im besetzten Jerusalem nimmt das Spucken extremistischer Siedler auf christliche Geistliche und Kirchen zu. Kritiker sagen, dass diese Praxis auf extremistische religiöse Auslegungen zurückzuführen ist, die andere Religionen herabwürdigen.
Neben solchen Respektlosigkeiten nahmen auch die Angriffe von Siedlern auf christliche Geistliche zu. Ende April meldete die Polizei des zionistischen Regimes die Festnahme eines 36-jährigen Israelis, der im Verdacht stand eine französische Nonne in Ostjerusalem aus rassistischen Gründen angegriffen zu haben.
Siedler griffen außerdem bereits islamische Friedhöfe in Jerusalem an. Ein zuvor veröffentlichtes Video zeigte drei sich einem Grabstein nähernden Personen; zwei von ihnen traten gegen ihn. Diese Entwicklungen ereignen sich während Städte, Landkreise und Flüchtlingslager im gesamten besetzten Westjordanland wiederholt Ziel von Überfällen und Festnahmen sind – parallel zur Verschärfung der Angriffe von Siedlern auf Palästinenser und deren Eigentum seit Beginn des Krieges des zionistischen Regimes gegen den Gazastreifen am 7. Oktober 2023.
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