IQNA

18:27 - September 07, 2026
Nachrichten-ID: 3015384

Kampagne französischer Frauen gegen geplantes Kopftuchverbot

IQNA- Mehrere Französinnen starteten aus Protest gegen den Vorschlag der rechtsextremen Partei „Rassemblement National“, der das Tragen des Kopftuchs in der Öffentlichkeit verbietet, eine Kampagne in den sozialen Medien. Mit Bildern und Videos von sich selbst mit Kopftuch bekunden sie ihre Solidarität mit muslimischen Frauen.

IQNA: Die Kampagne entstand nach zunehmender Kritik am Vorhaben der französischen rechtsextremen Partei im Falle eines Sieges bei der Präsidentschaftswahl 2027 ein Referendum über ein Kopftuchverbot abzuhalten. Gegner des Vorhabens erklären, dass eine solche Maßnahme sich gegen muslimische Frauen richtit und diskriminierend ist. (Quelle: Anadolu)

 

Kampagne französischer Frauen gegen geplantes Kopftuchverbot

 

Die Teilnehmerinnen der Kampagne veröffentlichten Bilder von sich mit Kopftüchern und teilten Botschaften wie: „Zur Unterstützung all unserer Kopftuch targenden Mitbürgerinnen“ und „Wenn dieses Gesetz verabschiedet wird werde ich sofort ein Kopftuch tragen.“

Die Aktion folgte auf Äußerungen des des Abgeordneten des Rassemblement National Jean-Philippe Tanguy, der in einer Fernsehsendung sagte dass Menschen mit Kopftuch im Falle eines Sieges seiner Partei bei der Präsidentschaftswahl mit einer Geldstrafe belegt werden.

Tanguys Äußerungen stießen in Frankreich auf Kritik. Das Verbot des Kopftuchs in der Öffentlichkeit gehört zu den Wahlversprechen des Rassemblement National. Die Partei kündigte an den geplanten Bann im Falle ihrer Machtübernahme einem Referendum zu unterbreiten.

Derzeit dürfen Beschäftigte des französischen öffentlichen Dienstes bei der Ausübung ihrer Aufgaben keine sichtbaren religiösen Symbole tragen. Seit 2004 ist es außerdem Schülerinnen und Schülern an staatlichen Grund- und weiterführenden Schulen untersagt sichtbare religiöse Symbole, darunter das islamische Kopftuch zu tragen.

Die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl soll am 18. April 2027 stattfinden; die zweite ist für den 2. Mai vorgesehen.

Der derzeitige französische Präsident Emmanuel Macron kann gemäß der Verfassung nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht für eine dritte unmittelbar anschließende Amtszeit kandidieren.

 

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