IQNA

11:49 - September 12, 2026
Nachrichten-ID: 3015407

Miniaturmalerei: Reiche der Seidenstraße verbindende Kunst

IQNA- Das Zentrum für Islamische Zivilisation in Taschkent zeigt eine epische Geschichte der Miniaturmalerei, einer entlang der Seidenstraße erblühte Kunst.

IQNA: Das Zentrum für Islamische Zivilisation in Taschkent ist als größtes Museum der islamischen Zivilisation weltweit Gastgeber einer epischen Darstellung der Miniaturkunst. Diese Kunst blühte entlang der Seidenstraße auf und verband Kulturen von Persien bis Indien und von Zentralasien bis zum Osmanischen Reich.

 

Miniaturmalerei: Reiche der Seidenstraße verbindende Kunst

 

Die Miniaturmalerei war nie auf Grenzen beschränkt. Jahrhunderte lang war sie eine gemeinsame Bildsprache der Eliten in den heutigen Gebieten Irans, Irak, Syriens, Afghanistans, Türkei, Usbekistans, Tadschikistans und Nordindiens.

Die Timuriden führten diese Kunst zur Blüte. Buchara entwickelte einen lyrischen und ruhigen Stil, der später mit Babur in den Süden gelangte und die Blüte der mogulischen Miniaturkunst in Agra und Delhi vorbereitete.

Im Zentrum wird eine hundertfach vergrößerte Fassung einer einzigartigen Miniatur des 16. Jahrhunderts von Mirsayyid Ali gezeigt. Sie stellt die timuridischen Herrscher und ihre mogulischen Erben vor einem goldenen Himmel dar. Die eindrucksvolle Rekonstruktion zeigt, dass diese Tradition noch lebendig ist.

In kurzer Entfernung befindet sich das nach Kamaleddin Behzad benannte Museum für orientalische Miniaturmalerei. Sein wahrer Schatz sind moderne usbekische Miniaturen, die zeigen dass diese alte Tradition sehr lebendig ist.

Der „Raffael des Ostens“ Kamaleddin Behzad beeinflusst heutige Künstler weiterhin. Einige führen die sufische Tradition in Buchara-Miniaturen fort, andere behandeln moderne Themen wie Identität und gesellschaftlichen Wandel.

Ein besonderes Merkmal ist der chinesische Einfluss: chinesische Drachen, persische Helden, Phönixe und Wolken im Stil der Song-Zeit. Sie spiegeln den verstärkten kulturellen Austausch an der Seidenstraße zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert wider.

Das Zentrum zeigt das Epos dieser Kunst – Reiche und Handschriften. Das Museum für orientalische Miniaturmalerei vermittelt feine Einzelheiten, kulturellen Austausch und persönliche Geschichten. Zusammen eröffnen beide Sammlungen eine reiche Kunstreise durch die Jahrhunderte.

 

4375211

captcha