Imam Al-Hussein (as.): Ali Al-Akbar "mögest du von Gott reichlich belohnt werden, wahrlich bist du ein vorbildlicher Sohn"

Ali Akbar war der Sohn von Imam Al-Hussein -Friede sei mit ihnen- und einer der Helden von Kerbela.

Er war ein ansehnlicher junger Mann. Seine Mutter hieß Laila. Er war auch ein mutiger Soldat, der die Schwertkampfkunst und das Bogenschießen von Abbas ibn Ali erlernt hatte. Er ähnelte dem Propheten Muhammad -Friede und Segen Gottes mit ihm und seinen Angehörigen- so sehr, dass Imam Al-Hussein -Friede sei mit ihm- über ihn sagte, dass wenn er an den Propheten Muhammad -Friede und Segen Gottes mit ihm und seinen Angehörigen- dachte, er Ali Akbar ansah. Er war einer der Helden von Aschura und Märtyrer in Kerbela.

Über den Namen Ali Akbars gibt es einige Verwirrung in den Geschichtswerken zu den Ereignissen von Aschura. So wird er in den meisten Erzählungen als Ali Akbar (der Große) bezeichnet, so dass dann drei Alis als Söhne Imam Al-Hussein -Friede sei mit ihm- in Kerbela dabei gewesen wären; außer ihm noch seine älteren Brüder Imam Zain-ul-Abidin -Friede sei mit ihm- und ein jüngerer Bruder Ali Asghar. Nach dem Buch der Rechtleitung [kitab-ul-irschad] von Scheich Mufid hingegen gab es nur zwei Alis. So war derjenige, den man gewöhnlich als Ali Akbar bezeichnet, tatsächlich der jüngere Ali (Ali Asghar) und der tatsächlich ältere Sohn mit Namen Ali, nämlich Imam Zain-ul-Abidin -Friede sei mit ihm- wird dort als Ali Akbar geführt. Diese Verwechslung war möglicherweise eine List, um den vierten Imam das Überleben in Kerbela zu sichern, da ja beide "Alis" getötet wurden. Im Gegensatz zu dem Säugling Abdullah bin Husain, für den sehr oft auch der Name Ali Asghar verwendet wird, ist mit Ali Akbar immer der zweite Ali gemeint.

Ali Akbar hatte eine laute schöne Stimme. Er war es, der regelmäßig den Gebetsruf rief, so auch am Morgen von Aschura.

Nach dem Mittagsgebet stand Ali Akbar vor Imam Al-Hussein -Friede sei mit ihnen- und fragte: „Vater, ich bitte um Erlaubnis gegen die Feinde des Islam kämpfen zu dürfen.“ Imam Al-Hussein -Friede sei mit ihm- sah seinen Sohn liebevoll an und sagte: „Mein Sohn, du hast meine Erlaubnis, möge Gott mit dir sein. Aber mein Sohn, du weißt, wie sehr deine Mutter, deine Schwestern und Tanten dich lieben, gehe zu ihnen und sage ihnen Lebewohl.“ Ali Akbar ging in das Zelt seiner Mutter und verabschiedete sich. Imam Al-Hussein -Friede sei mit ihm- half seinem jungen Sohn aufs Pferd. Ali Akbar kämpfte sehr mutig und tapfer. Niemand traute sich ihm zu nahe zu kommen nachdem er viele berühmte Soldaten im direkten Einzelkampf besiegt und getötet hatte. Während einige Soldaten Ali Akbar gleichzeitig angriffen, schlich sich ein weiterer leise an ihn heran und schleuderte einen Speer mit solcher Gewalt, dass dieser Akbars Brust durchdrang. Durch die Wucht des Schlages und den Schmerz fühlte Akbar sich ermattet. Während er vom Pferd stürzte rief er laut: „Oh Vater, das ist mein letzter Gruß an dich!“, als er auf dem Boden aufschlug brach der Speer ab, aber die Spitze blieb in seiner Brust stecken. So wurde er einer der letzten Märtyrer von Aschura. Als sein Mörder gilt Murrah ibn Munqiz ibn Numan al-Abdi.

 

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