Tag der Solidarität mit palästinensischen Kindern und Jugendlichen
Märtyrer „Mohammed al-Durah“; Symbol für Al-Aqsa-Intifada

Am 30. September jährt sich der Märtyrertod von Mohammed al-Durah zum 20. Mal. Sein Märtyrertod wurde zum Symbol der Zweiten Intifada.

 

Die erste Intifada, auch bekannt als „Krieg der Steine“, war eine anhaltende Auseinandersetzung zwischen der israelischen Armee und Palästinensern.

Die Intifada begann 1987 und dauerte bis 1993.  Seit 1991 ging die Gewalt zurück; mit der Unterschrift des Vertrags von Oslo im August 1993 und der Schaffung der Palästinensischen Autonomiebehörde endete sie. Die Intifada begann im Flüchtlingslager Dschabaliya und verbreitete sich im Gazastreifen, dem Westjordanland und Ostjerusalem.

Die zweite Intifada, die von den Palästinensern als Al-Aqsa-Intifada bezeichnet wird, begann im September 2000. Nach der Ankündigung des Besuchs des damaligen Oppositionsführers Ariel Scharon auf dem auch für Moslems heiligen Tempelberg begannen heftige Proteste unter den Palästinensern.

Als der israelische Politiker Ariel Scharon am 28. September 2000 den Tempelberg in der Altstadt Jerusalems (Al-Quds) besucht hatte, brachen am folgenden Tag Demonstrationen aus. Dabei wurden von der israelischen Polizei sieben Palästinenser als Märtyrer getötet. Es gab 250 Verletzte.

Daraufhin breiteten sich auch im Gaza-Streifen und Westjordanland die Aufstände gegen israelische Sicherheitskräfte aus.


 
آماده// شهید «محمد الدره»؛ نماد انتفاضه مسجد الاقصی / گزارش
 

Der Begriff „Al-Aqsa-Intifada“ erinnert vor allem an den zwölfjährigen Märtyrer „Mohammed al-Durah“. Der zwölfjährige Palästinenser wurde zwei Tage nach dem Ausbruch der Zweiten Intifada am 30. September 2000 in den Armen seines Vaters von israelischen Soldaten in Gaza getötet.

Er wurde bei einem Schusswechsel mit Palästinensern im Gazastreifen vor laufenden Fernsehkameras von den Militärkräften des zionistischen Verbrecherregimes im Gazastreifen erschossen.

Die 55-sekündige Filmszene und die Bilder vom Tode des zwölfjährigen Mohammed al-Dura in den Armen seines Vaters gingen um die Welt. Schauplatz des Dramas war eine Kreuzung in Gaza.

Gemeinsam mit seinem Sohn Mohammed suchte der Palästinenser Dschamal al-Durah Schutz hinter einer Tonne im Kreuzfeuer zwischen Palästinensern und Israelis. Sein Sohn Mohammed klammerte sich hilfesuchend an seinen Vater. Er wurde durch Schüsse von israelischen Soldaten getötet.


 
آماده// شهید «محمد الدره»؛ نماد انتفاضه مسجد الاقصی / گزارش
 

Das Bild von Mohammeds Tod am zweiten Tag der Intifada wurde zum Symbolbild des Aufstands der Palästinenser. Es ist sicher das Bild, das die Anklage gegen Israel am stärksten auf den Punkt bringt, mit der Botschaft: Israel tötet vorsätzlich Kinder. Überall sprach man von kaltblütigem Mord. Israelische Soldaten haben zwei Zivilisten, Mohammed und seinen Vater Jamal, 45 Minuten unter Beschuss gehalten und schließlich bewusst ein Kind getötet.

Das Bild war für viele ein Beweis israelischer Grausamkeit. Es wurde zum Symbol für israelische Willkür und Brutalität.

 

آماده// شهید «محمد الدره»؛ نماد انتفاضه مسجد الاقصی / گزارش

 

Am 30. September jährt sich der Märtyrertod von Mohammed al-Durah zum 20. Mal.

Mohammed al-Durah wurde am 22. November 1988 in Gaza geboren. Er hatte viele Suren der Heiligen Koran auswendig gelernt.

Dschamal al-Durah, der Vater von Mohammed al-Durah sagt über seinen Sohn: „Mohammed war mutig und sehr klug. Er glaubte, Kein Mensch dürfe einem anderen Menschen Gewalt antun.“


 
آماده// شهید «محمد الدره»؛ نماد انتفاضه مسجد الاقصی / گزارش
 

 

Mohammad Al Durah ist daher nicht nur ein Junge, welche im Kugelhagel einer mörderischen Besatzung starb, er ist auch ein Symbol für die anhaltende Demütigung und den Schmerz, den Palästinenser*innen tagtäglich erfahren. Die Erinnerung an ihn prägte die gesamte 2. Intifada — das Bild des sterbenden Jungen und seines verzweifelten Vaters, der ihn zu beschützen versuchte, brannte sich tief in das Gedächtnis der Bewegung und der Palästinenser*innen ein. Bis heute wurde niemand für den Tod Muhammads zur Rechenschaft gezogen.

 

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