Palästinensische Autonomiebehörde verurteilt provokativen Besuch von Israels Präsident in die Ibrahimi-Moschee

Laut der Nachrichtenagentur Anadolu gab der palästinensische Ministerpräsident Mohammad Shtayyeh eine Erklärung ab und verurteilte den Besuch von Israels Präsident Isaac Herzog in die Ibrahimi-Moschee in der Stadt Al-Khalil (Hebron).

In der Erklärung wurde betont: „Wir verurteilen Herzogs provokative Vorgehen in der heiligen Stätte (Ibrahimi-Moschee) und warnen vor den gefährlichen Folgen.“

Mohammad Shtayyeh forderte die Vereinten Nationen und die UNESCO auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um Aggressionen israelischer Behörden gegen muslimische und christliche Heiligtümer zu stoppen.

 

Der Präsident des zionistischen Regimes Isaac Herzog hatte am Sonntag die Ibrahimi-Moschee gestürmt, um an einer Zeremonie anlässlich des jüdischen Chanukkah-Fests teilzunehmen.

 In Hebron ist der religiöse und politische Kampf um das Land und seine Heiligtümer zu spüren wie an keinem Ort in Israel und dem Westjordanland. In Jerusalem sind die Heiligen Stätten getrennt: Tempelberg, Klagemauer und Grabeskirche. Hier dagegen erheben alle Anspruch auf denselben Ort: Die Machpela, die Ibrahimi-Moschee.

Die auch als Höhle Machpela bekannte antike Stätte in der Hebroner Altstadt gilt als Grablege von  Abraham, Isaak und Jakob sowie deren Frauen Sara, Rebekka und Lea. Heute ist die Machpela geteilt in einen nördlichen Teil, eine Synagoge, und einen südlichen, die Ibrahimi-Moschee.

 

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