Überreste einer alten Gebetshalle bei Ausgrabungen unter der Nouri-Moschee in Mossul entdeckt

Laut „Sky News Arabia“ wird die Nouri-Moschee, eines der spektakulärsten Gebäuden in der irakischen Stadt Mosul, derzeit mit Hilfe der UNESCO restauriert. Die Moschee und ihr berühmtes Minarett, das aus dem 19. Jahrhundert stammt, waren 2017 von der Terrorgruppe ISIS mit Sprengstoff zerstört worden.

Khair El-Din Ahmed Nasser, Direktor der Aufsichtsbehörde für Altertümer und Kulturerbe in der Provinz Ninawa im Nordwesten des Irak sagte, dass archäologische Ausgrabungen mit Unterstützung der UNESCO und dank der Finanzierung seitens der Vereinigten Arabischen Emirate durchgeführt würden und zu der Entdeckung dieser Gebetshalle geführt hätten, die während der Atabeg-Dynastie errichtet worden sei.

Er fügte hinzu: „Der Gesamtbau der entdeckten alten Gebetshalle ist größer als der der Moschee, die in den 1940er Jahren gebaut wurde und die Bedeutung dieser Entdeckung besteht darin, dass wir uns ein klares Bild davon machen können, wie groß die Nouri-Moschee und die alte Gebetshalle sind.“

„Außerdem wurden 4 Räume unter der Gebetshalle entdeckt, die als Waschraum für die Durchführung der rituellen Gebetswaschung benutzt wurden. Das sind 4 miteinander verbundene Räume, die aus Stein und Gips gebaut sind“, so Khair El-Din Ahmed Nasser weiter.

Die Stadt Mossul enthält zahlreiche alte Stätten. Die Terrorgruppe ISIS eroberte 2014 die Stadt und hielt sie für annähernd drei Jahre besetzt. Die Nouri-Großmoschee in Mossul wurde auch von ISIS-Terroristen zerstört.

Der Name der Moschee geht auf ihren Erbauer Nour al-Din al-Zenki zurück, der sie 1172 errichtete.

Die UNESCO hat seit 2019 eine Summe von 100 Millionen US-Dollar zur Restauration der Moschee gesammelt, die zu mehr als der Hälfte von den Vereinigten Arabischen Emiraten finanziert wurde. Bis Ende 2023 sollen alle Restaurierungsarbeiten in der Nour-Moschee abgeschlossen sein.

 

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