Große Lektion der Bewegung Imam Husseins (A.S.) über Elite

Ein Angehöriger der Oberschicht wie Imam Hussein (A.S.) sollte frei sein, den Treueeid zu schwören oder nicht. Eine Regierung, die ihre Oberschicht nicht schätzt, wird die einfachen Leute auch nicht schätzen.

Hier folgt eine Zusammenfassung der Bemerkungen von Rahim Nobahari, einem Juraprofessor, die er in einem Interview mit IQNA über den Aufstand Imam Husseins (A.S.) gemacht hatte.

 

 

IQNA: Was war der Hauptgrund für den Aufstand Imam Husseins (A.S.)?

Nobahari: Es ist sehr wichtig, die vielen Ziele Imam Husseins (A.S.), die er mit dem Aufstand von Aschura verfolgte, zu diskutieren. Deshalb gibt es über dieses Thema viele Forschungsarbeiten. Wir müssen wissen, was der Hauptgrund für die Bewegung Imam Husseins (A.S.) gewesen ist. Eine einzige Betonung auf Punkte wie Selbstaufopferung ist nicht genug. Selbstaufopferung und die Bevorzugung von Allgemeingut gegenüber persönlichem Eigentum sind in der Bewegung von Imam Hussein (A.S.) sehr vorherrschend. Aber die Wichtigkeit dieses Problems wird nicht geklärt sein, bis der Hauptzweck, der hinter dieser Aufopferung steht, bekannt ist. Was war das Hauptziel, dass es wert war, dass der Imam sein Leben dafür geopfert hatte?

Hierfür ist es wichtig, dass wir uns an die Ziele wenden, und es soll auch erklärt werden und es ist nicht genug, einfach zu sagen, dass es das Ziel Imam Husseins (A.S.) war, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten. Das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten ist ein umfassender Titel, der sich auf viele Handlungen anwenden lässt. Es ist wahr, dass es die Essenz der Bewegung des Imam Husseins (A.S.) war, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwehren oder das Volk zu formen, aber die Frage ist: Was war dieses große Falsche?

Unter den falschen Sachen, welche Imam Hussein (A.S.) sich weigerte anzunehmen und sich entschloss, ihnen entgegezutreten, waren die Transformation des Kalifensystems in eine Monarchie und ein Reich, wirtschaftliche und politische Korruption, Druck auf die Alawiten, Ermordung der Gegner, das Regieren über die Köpfe der Leute hinweg im Namen der Religion und das Inhaftieren und Einschränken der Oberschicht durch das Regime der Umayaden.

IQNA: Imam Hussein (A.S.) wird der folgende berühmte Satz zugeschrieben: „Wenn du weder an eine Religion glaubst noch das Jenseits fürchtest, dann sei wenigstens von Tyrannei und Arroganz frei.“ Wie analysieren sie dies?

Nobahari:   Die erste Verwicklung ist, dass das Anhängen einer bestimmten Religion keine Bedingung dafür ist, bestimmte Taten zu begehen und die Anderen zu verlassen. In vielen Fällen ist es ausreichend, auf den inneren Ruf des menschlichen Bewusstseins zu hören. Moralische Werte haben über die Religion den Vorrang. Zum Beispiel ist die Wahrheit zu sagen der Wert, der Religiosität vorangeht, obwohl Religion diese Tugend betont und einige ihrer unbekannten Aspekte erklärt.

Jemand, der die freiheitssuchende Tugend sucht, wird mit einigen Handlungen nicht einverstanden sein. Dieser Satz fördert Bewusstsein und moralischen Sinn. Wenn es Gott verbietet, dann gibt es weder Religion noch Ethik in einer Gesellschaft, der Tod der Menschen und der Gesellschaft wird uns drohen.

Manchmal wird in der Analyse der Bewegung Imam Husseins (A.S.) nur die Dimension der Freiheit in dem Sinn von Freiheit von den inneren Zwängen verwendet. Es wird oft vergessen, dass der wichtige Aspekt der Handlung des Imam Husseins (A.S.) der Kampf gegen die autokratische Herrschaft der Umajaden war.

Die Oberschicht zur Treue zu zwingen war eine so große Häresie, dass Imam Hussein (A.S.) sein liebes Leben im Kampf gegen diese Häresie verloren hatte. Der Imam (A.S.) hatte der Menschheit die Lektion der Freiheit gelehrt.

 

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