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Die zum Islam konvertierte japanische Frau im Interview:
3:30 - May 20, 2019
Nachrichten-ID: 3001247
IQNA - Die zum Islam übergetretene japanische Frau Atsuko Hoshino erzählte in einem Interview die Geschichte ihres Übertritts zum Islam. Sie sagte: „Ich bin vor 14 Jahren zum Islam konvertiert. Damals war ich 29 Jahre alt. Der Beweggrund dafür waren die Vorfälle des 11. September.“

Dem Bericht des IQNA-Reporters zufolge war die japanische Konvertitin Fatemeh (Atsuko) Hoshino am Freitag den 17. Mai 2019 am Messestand „Rahyaftegan“ (Konvertiten) der Märtyrer Edoardo Agnelli-Vereinigung auf der 27. Internationalen Koranmesse zu Gast. Sie gab als Grund ihres Übertritts zum Islam Folgendes an: „Ich bin vor 14 Jahren zum Islam konvertiert. Damals war ich 29 Jahre alt. Der Beweggrund dafür waren unter anderem die Vorfälle des 11. September 2001. Ich war von diesen Vorfällen sehr betroffen. Deswegen habe ich angefangen, den Islam zu erforschen, was letzlich dazu führte, dass ich zum Islam übergetreten bin.“

Sie fügte hinzu: „Nach den Anschlägen vom 11. September begannen die Medien, ein negatives Bild des Islam darzustellen. Nachdem ich intensiv auf dem Gebiet geforscht habe, wurde mir klar, dass Medien Lügen und falsche Gerüchte verbreiten. Ich war durch meinen Onkel, der zum Christentum konvertiert war, schon sehr früh mit der Bibel vertraut. Bei einem Vergleich zwischen dem Koran und der Bibel habe ich festgestellt, dass der Koran weit vollkommener ist als die Bibel.“

Die Reaktion ihrer Familie auf ihren Religionswechsel beschrieb Atsuko Hoshino wie folgt: „Ich war kurz davor, aus dem Haus vertrieben zu werden. Meine Familie war heftig dagegen; man hat versucht, mich zur buddhistischen Religion zurückzuführen. Am Schlimmsten war die Sache mit meinem Kopftuch. Meine Familie hatte ganz entschieden etwas gegen mein Kopftuch. Doch schließlich habe ich mit meiner Familie ausgemacht, dass ich statt Kopftuch eine Mütze zur Bedeckung meiner Haare trage.“

Die Frage, ob das Tragen eines Kopftuches in Japan mit Schwierigkeiten verbunden war, beantwortete sie wie folgt: „Für mich war es leicht, ein Kopftuch anzulegen, und zwar in dem Sinne, dass Gott mir ein neues Leben geschenkt hatte. Doch gleichzeitig war es auch schwierig, weil viele Menschen in der Öffentlichkeit sich mir gegenüber nicht angemessen verhalten haben.“

Die japanische Konvertitin antwortete auf die Frage, ob mit dem Tragen des Hijabs die Freiheit muslimischer Frauen eingeschränkt wird, mit folgendem Argument: „Der Freiheitsbegriff ist immer von seiner Definition abhängig. Wenn damit nur die körperliche Bewegungsfreiheit gemeint ist, kann man sagen, dass eine Frau ohne Kopftuch mehr Bewegungsfreiheit hat. Aber wenn man von einer inneren, spirituellen Freiheit ausgeht, dann wird das muslimische Kopftuch (Hijab) als Freiheit angesehen.“

Die nächste Frage war, warum sie nicht den christlichen Glauben angenommen hat. Sie antwortete, dass „im christlichen Kulturkreis eine religiöse Zeremonie vollzogen wird, die als Abendmahl bzw.Eucharistie bekannt ist. Bei der Abendmahlsfeier werden Brot und Wein an die Teilnehmenden verteilt. Brot und Wein stehen dabei als Symbole für Christi Leib und Blut. Aber ich hatte keinen Glauben daran. Deswegen habe ich mich zum islamischen Glauben hingewendet.“

Es ist anzumerken, dass die 27. Internationale Koranmesse unter dem Motto „Koran: Der Sinn des Lebens“ während des Fastenmonats Ramadan auf dem weitläufigen Imam Khomeini-Mosalla-Gelände in Teheran stattfindet. Sie hat am Samstag den 11. Mai 2019 begonnen und dauert bis zum 25. Mai.

 

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