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Erörterung von Strategien gegen Islamfeindlichkeit auf Konferenz in Norwegen

22:24 - February 17, 2026
Nachrichten-ID: 3014365
IQNA- Das Norwegische Islamische Dialognetzwerk hielt seine Jahreskonferenz in Oslo ab, die sich auf Strategien zur Bekämpfung extremistischer islamfeindlicher Strömungen in Europa konzentrierte.

IQNA: Bei diesem Treffen kamen Wissenschaftler, Regierungsvertreter sowie Repräsentanten religiöser Einrichtungen und der Zivilgesellschaft zusammen, um über das Aufkommen rechtsextremer Gewalt und deren Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu diskutieren. Die Konferenz befasste sich mit der wachsenden Bedrohung durch Hasspropaganda und Extremismus, die eine zunehmende Herausforderung für europäische Gesellschaften darstellen. (Quelle: muslimsaroundtheworld)

Die Teilnehmer verwiesen auf vergangene Anschläge gegen die Gesellschaft, darunter den Terroranschlag vom 22. Juli, Anschlag auf die Al-Noor-Moschee und Ermordung eines jungen Muslims und betonten, dass Norwegen in den letzten Jahren schwerwiegende Folgen des Rechtsextremismus erlebte. Sie stellten fest, dass die Normalisierung von Hasspropaganda allmählich dazu beitrug die akzeptablen Grenzen im öffentlichen Diskurs zu verschieben.

Der Vorsitzende des Norwegischen Islamischen Dialognetzwerks Faruq Terzić unterstrich in seiner Rede die Verantwortung der Gesellschaft extremistischen Ideologien entgegenzutreten und deren Ausbreitung zu verhindern. Er erinnerte an die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen zum Schutz menschlicher Werte und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Die Bürgermeisterin von Oslo  Anne Lindboe betonte die Wichtigkeit das Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit in der Gesellschaft zu stärken, während die Ministerin für Kinder und Familie Lene Vågslid die Notwendigkeit einer verstärkten Sektor übergreifenden Zusammenarbeit zur Verhinderung von Extremismus hervorhob.

Die Diskussionen unterstrichen die Bedeutung des Dialogs bei der Bekämpfung von Extremismus: Die Konferenz beleuchtete das Phänomen des Rechtsextremismus aus verschiedenen Blickwinkeln. Der muslimische Wissenschaftler Ševket Vrić untersuchte internationale Erfahrungen im Umgang mit Extremismus und Özer Ahmed diskutierte die Auswirkungen von Rassismus gegen Muslime und dessen Folgen für die Gesellschaft. Die Konferenz umfasste auch eine Dialogrunde, die Vertreter der jüdischen, muslimischen und christlichen Gemeinschaften zusammenbrachte. Sie erklärten, dass der interreligiöse und interkulturelle Dialog sei ein praktisches Mittel um Polarisierung zu verringern und Verständigung zu fördern ist.

Bei diesem Treffen wurde eine jüdische Initiative für ihre Rolle bei der Unterstützung des gesellschaftlichen Zusammenhalts gewürdigt. Die Konferenz verlieh den Dialogpreis 2026 an die Initiative „Jüdische Stimmen für einen gerechten Frieden“ als Anerkennung für ihre Bemühungen zur Unterstützung von Gerechtigkeit und zur Verteidigung menschlicher Werte. Die Veranstalter betonten, dass diese Initiative eine wichtige Rolle bei Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts spielte, insbesondere als Reaktion auf Bedrohungen die sich gegen eine Moschee in Norwegen richteten. Die Initiative organisierte damals eine Solidaritätskundgebung, um die Gläubigen zu schützen und die sichere Ausübung religiöser Riten während des Monats Ramadan zu gewährleisten.

Das Islamische Dialognetzwerk betonte, dass der Erfolg dieser Konferenz auf die Bemühungen der Freiwilligen der Mitglieds-Moscheen und -Einrichtungen zurückzuführen ist, die an der Organisation dieser Veranstaltung mitwirkten was die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Unterstützung des Dialogs und der Förderung von Stabilität widerspiegelt.

Die Durchführung dieser Konferenz zeigt das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung von Dialog und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Teilen der norwegischen Gesellschaft bei der Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit Extremismus und Hasspropaganda und Förderung der Werte des Zusammenlebens und des gegenseitigen Respekts.

 

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Stichworte: islamfeindlichkeit
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