International: Das 9-jährige Mädchen, Yasmin Al-Seyyed, durfte wieder ihre Schule, Motzart, in Santiago besuchen. Sie war zuvor von der Schulleitung wegen ihrer islamischen Bekleidung suspendiert worden.
Iqna meldet unter Berufung auf die malaysische Nachrichtenagentur `Bernama`, das Mädchen wurde suspendiert, weil ihre islamische Bekleidung angeblich nicht der einheitlichen Schuluniform entsprach. Sie durfte sich für das nächste Schuljahr nicht mehr einschreiben. Die Eltern klagten gegen diese Entscheidung.
Santiago Times schrieb: Am Sonntag, 7. November, sprach sich der Minister für Bildung und Erziehung, Joakin Lawine, der sich zur Teilnahme an einer Sitzung im islamischen Kulturzentrum in Santiago aufhielt, für dieses Mädchen aus.
An der besagten Sitzung nahmen die Botschafter Irans, Iraks, Libanons und Jordaniens teil. Lawine sagte zu der betroffenen Familie, die Behörden hätten ihn über den Vorfall informiert. Yasmin dürfe weiterhin ihre Schule besuchen.
Lawine sagte: „Die Gesetze des Ministeriums unterstützen das Recht Yasmins auf das Tragen eines Kopftuches zusammen mit der offiziellen Schuluniform. Der Hidschab ist eine Angelegenheit, die sich auf tiefe religiöse Überzeugung stützt.“
Er sagte ferner: „In Chile darf es keinerlei religiöse Diskriminierung geben. Das Land hat die Pflicht, die kulturelle und ethnische Vielfalt anzuerkennen.“
Daraufhin gab die Schule Motzart bekannt, dass Yasmin wieder ohne Probleme am Unterricht teilnehmen darf. Die Eltern sagten, sie werden ihrer Tochter ein Kopftuch mitgeben, das sich der Farbe der Schuluniform anpasst, um weitere Probleme zu meiden.
Weniger als ein Prozent der Bevölkerung in Chile sind Muslime.
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