
IQNA: Diese Festnahmen umfassten prominente Persönlichkeiten der theologischen Hochschule und die Söhne religiöser Autoritäten, was die Islamische al-Wifaq-Gesellschaft Bahrains dazu veranlasste vor Plänen zu warnen, die aus konfessionellen Gründen den religiösen Bereich ins Visier nehmen. (Quelle: Mir’at al-Bahrain)
Vor einigen Tagen erklärte die Islamische al-Wifaq-Gesellschaft: Das was in der vom Innenministerium am 6. Mai 2026 herausgegebenen Erklärung enthalten ist weist auf eine Sicherheitskampagne aus konfessionellen Gründen hin und sie forderte die Regierung Bahrains auf unverzüglich alle geplanten Maßnahmen gegen die Anhänger der dschafaritischen Rechtsschule einzustellen.
Diese Gesellschaft fügte in einer Erklärung hinzu, die sie als Antwort auf das Innenministerium veröffentlichte: Die Erklärung des Innenministeriums enthält Anschuldigungen und Vorstellungen die auf konfessionellen und historischen Grundlagen beruhen und weist auf eine tiefe existentielle Krise hin die eher eine Sicherheitsdoktrin als andere Aspekte ausdrückt.
Zuvor hatte die Nationale Islamische al-Wifaq-Gesellschaft den Entzug der Staatsangehörigkeit von 69 bahrainischen Bürgern, darunter Geistliche, Lobredner sowie künstlerische und gesellschaftliche Persönlichkeiten weiblichen und männlichen Geschlechts verschiedener Altersgruppen einschließlich Kindern unter dem Vorwurf der Sympathie mit Iran verurteilt.
Diese Gesellschaft erklärte, dass diese Maßnahme wenige Tage nach der Herausgabe von Anweisungen durch den König von Bahrain erfolgte, zu prüfen wer der Staatsbürgerschaft würdig sei und sofort Maßnahmen gegen Verrat einzuleiten und sie betonte, dass diese Entscheidungen ohne Untersuchung der Betroffenen getroffen wurden und außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Justiz liegen.
Al-Wifaq bestätigte in einer Erklärung, dass das Regime Bahrains die Staatsangehörigkeit von Kindern, Säuglingen und Frauen unter dem Vorwand ihrer Zugehörigkeit zu ihren (schiitischen) Vätern annullierte, was die Löschung ganzer Familien aus dem Personenstandsregister bedeutet und einer moralischen und zivilen Hinrichtung ganzer Familien gleichkommt.
Diese Gesellschaft verurteilte diese willkürliche Entscheidung, die religiöse, künstlerische und berufliche Persönlichkeiten und Familien mit historischer Vergangenheit in Bahrain zum Ziel machte, aufs Schärfste und betonte, dass diese Maßnahmen verfassungswidrig, illegal und unmenschlich sind und den Verpflichtungen Bahrains gegenüber internationalen Verträgen widersprechen. Diese Maßnahmen stellen die Umsetzung politischen und gesellschaftlichen Pluralismus dar und werden zur Verschärfung der Menschenrechtsverletzungen im Land führen.
Zwei Variablen spielen in der gegenwärtigen Kampagne eine Rolle:
Erstens ist das gezielte Vorgehen gegen Personen absichtlich, was das Verbrechen des Al-Khalifa-Regimes bei der Verfolgung von Schlüsselfiguren der Gesellschaft verschärft. Religionsgelehrte haben eine herausragende gesellschaftliche Rolle und ihre Verfolgung dient in erster Linie der Schwächung der Moral der Bevölkerung.
Zweitens glaubt das Regime, dass es nun internationale Unterstützung genießt und große Menschenrechtsorganisationen inmitten dieser internationalen Unruhe, insbesondere angesichts der direkten Verwicklung der USA mit Iran, ihre Wirksamkeit verloren haben. Dies rechtfertigt die Verknüpfung der Festnahmen mit angeblichen Beziehungen zur Islamischen Republik.
Doch nichts davon hilft dem Regime aus vielen Gründen, darunter die folgenden, bei der Umsetzung seiner unmenschlichen Programme und legitimiert seine Lügen über erfundene Anschuldigungen nicht:
1. Sicherheitslösungen mögen die Menschen vorübergehend zum Schweigen bringen, doch sie zielen in keiner Weise auf die Wurzeln der Probleme des politischen Systems und der wirtschaftlichen Herausforderungen ab. Tatsächlich verschärfen und verkomplizieren Sicherheitslösungen diese Probleme.
2. Die Unwilligkeit des Regimes seine geopolitische Position anzupassen macht eine grundlegende Neubewertung notwendig. Eine Phase umfasst die Versöhnung mit den einflussreichen Teilen der Bevölkerung und wirkliche Wiederbelebung des demokratischen Prozesses. Eine andere Phase erfordert den Aufbau regionaler Bündnisse mit Großmächten um das Vakuum auszugleichen das durch Verringerung der Präsenz der USA in der Region entstehen wird.
Das Al-Khalifa-Regime entscheidet sich derzeit für den Weg einer rücksichtslosen Eskalation, ein Weg der es in einen äußerst komplizierten Sumpf führen kann, dessen Durchquerung für ein kleines Land wie Bahrain sehr schwierig ist. Die Bahrainer, die sich über die Zielnahme auf US-Stützpunkte freuten, sind keine Agenten Irans! Tatsächlich freute sich jeder patriotische Araber und Muslim über die Zielnahme auf Stützpunkte, die das zionistische Regime schützen. Dennoch betrifft die große Ironie, die sich dieser Tage verfestigte die historische Teilung in zwei Lager: das eine unterstützt Israel und richtet sich daher nach Regimen aus, die Stützpunkte beherbergen, welche dieses Regime schützen und das andere strebt nach nationaler Unabhängigkeit und fordert zutiefst echte Staatsbürgerschaft indem es das Schicksal der nationalen Sicherheit der arabischen und islamischen Länder vom Schicksal einer vorübergehenden Entität trennt, der die Elemente der Beständigkeit fehlen.
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