IQNA

Sudanesischer Denker erklärte im Inerview mit IQNA:

Neue Lesart für die arabische Welt des Diskurses des Märtyrer-Imams im Spiegel der Medien

23:31 - May 19, 2026
Nachrichten-ID: 3014808
Teheran (IQNA)- Mohammed al-Nur al-Zaki stellte klar: Nach dem ruhmreichen und gewaltigen Martyrium des Oberhaupts der Revolution und Auftreten und Sichtbar werden der entflammten Gefühle und Emotionen in der islamischen Welt empfand die Islamische Gemeinschaft, dass die Niederlage des US-Feindes möglich ist. All diese Faktoren führten in gewisser Weise zu einer Annäherung und einem Konsens unter allen Gästen der Sendung „Die andere Seite“ in ihren Lesarten der Denkschule des Märtyreroberhaupts, trotz ihrer nationalen, politischen, konfessionellen und religiösen Unterschiede.

Die Fernsehsendung „Die andere Seite“ ist eine der hochwertigen Produktionen des globalen al-Kauthar-Netzwerks, die sich mit einem analytischen und Gedanken orientierten Ansatz der Untersuchung der intellektuellen und kulturellen Wurzeln zeitgenössischer Phänomene widmet.

Diese Sendung bemüht sich in ihrer neuen Produktionsreihe, die freitagabends um 21 Uhr auf dem globalen al-Kauthar-Netzwerk ausgestrahlt wird, um eine Neuinterpretation des Diskurses der Islamischen Revolution und darum den arabischsprachigen Zuschauern durch Einladung von Eliten und Experten aus der gesamten islamischen Welt einen tiefen Blick auf das Denken des Märtyreroberhaupts Seiner Eminenz Ayatollah Imam Khamenei zu vermitteln.

Eine der aktiven Persönlichkeiten im Bereich Medien und islamisches Denken im Sudan Mohammed al-Nur al-Zaki sprach im Interview mit IQNA über Ziele der Sendung ihre wichtigsten Stationen und Herausforderungen mit denen sie konfrontiert war, sowie über seine Sicht auf den Einfluss dieses Diskurses in der arabischen Welt.

 

Interview wie folgt:

IQNA – Sayyid al-Zaki, auf welche Wahrheit weist der Name der Sendung „Die andere Seite“ hin? Und warum ist die Neuinterpretation des Diskurses des Märtyrerführers heute, insbesondere in der islamischen Welt, notwendiger denn je geworden?

Der Name der Sendung „Die andere Seite“ weist auf die Tatsache hin, dass es unterschiedliche und sogar gegensätzliche religiöse, intellektuelle und zivilisatorische Sichtweisen, Lesarten und Tendenzen gibt und die Sendung sich darum bemüht diese Sichtweisen wirklich vorzustellen und zu erläutern, fern von Propaganda und Verfälschungen, die die Vertreter jener Denkschulen und zivilisatorischen Erfahrungen betreiben; sei es bei Verschönerung ihres eigenen Bildes oder Verzerrung des Bildes ihrer Gegner.

Der Hauptfokus liegt auf der Darlegung der Wahrheit der liberalen, arroganten, zionistisch-westlichen Sichtweise die bemüht ist ihre intellektuelle, politische und wirtschaftliche Vorherrschaft sowie ihren eigenen Lebensstil der Welt aufzuzwingen, sowie der Vorstellung der menschlichen, islamischen, zivilisatorischen Sichtweise der Revolution und ihrer beiden gründenden und Märtyrer-Oberhäupte, Gottes Wohlgefallen auf ihnen beiden.

Die Bedeutung der Präsentation einer Lesart des Denkens, Diskurses, Verhaltens und Positionen des Märtyreroberhaupts sowie der Erfahrung der Islamischen Revolution, die er führte liegt darin, dass er das Oberhaupt der islamischen zivilisatorischen Konfrontation und des Widerstands gegen das westliche Herrschaftssystem war. Das Oberhaupt der Revolution brachte die Obergrenze dieser islamischen zivilisatorischen Konfrontation mit dem Westen auf die höchsten Ebenen; etwas das die Herausforderung mit der die Islamische Gemeinschaft konfrontiert ist zur größten und gefährlichsten Herausforderung ihrer Geschichte machte.

Er führte diese allumfassende Konfrontation persönlich und durch seine Institutionen wirksam voran, um die Islamische Gemeinschaft an die Schwelle eines historischen Sieges zu bringen und ihr einen beispiellosen menschlichen und zivilisatorischen Horizont zur Erlangung ihrer Stellung zu eröffnen. Doch wenn sie scheitern sollte – Gott bewahre – wird sie zusammenbrechen und jede aufbauende Bewegung für die kommenden Jahrhunderte verlieren.

Da er Träger einer Sichtweise und Erfahrung war ist es notwendig, dass sein Denken und sein Diskurs der Islamischen Gemeinschaft präsentiert werden, zusammen mit der Darlegung der Wahrheit der westlichen Arroganz, damit die Islamische Gemeinschaft ihren Weg zu ihrer hellen Zukunft wiedererkennt.

 

IQNA – Ihre Sendung beherbergte Eliten und Experten aus verschiedenen Ländern der islamischen Welt. Wie half diese intellektuelle und geografische Vielfalt bei der Neuinterpretation der Schule des Märtyreroberhaupts? Waren alle Gäste derselben Meinung oder gab es auch unterschiedliche Ansichten?

Zu den Eigenschaften über die die Sendung „Die andere Seite“ in der vergangenen Periode verfügte, gehörte die Darstellung der intellektuellen und praktischen Schule des Märtyrer-Imams (Gottes Wohlgefallen des Erhabenen auf ihm) durch seine eigenen Worte mittels der Ausstrahlung von Bildausschnitten. Ebenso wurde die Sendung im Klima der militärischen Konfrontation zwischen der Islamischen Revolution und dem Westen sowie im Schatten der großen Heldentaten des iranischen Volkes, seiner Kräfte und seiner Führung präsentiert.

Nach dem ruhmreichen und gewaltigen Martyrium des Oberhaupts der Revolution und entflammten Gefühlen und Emotionen in der islamischen Welt empfand die Islamische Gemeinschaft, dass die Niederlage des US-Feindes möglich ist. All diese Faktoren führten in gewisser Weise zu einer Annäherung und Konsens unter allen Gästen in ihren Lesarten der Denkschule des Märtyreroberhaupts, trotz ihrer nationalen, politischen, konfessionellen und religiösen Unterschiede.

Diese intellektuelle und konfessionelle Vielfalt unter den Experten ermöglichte die Präsentation einer Lesart des Diskurses des Märtyrer-Imams, Gottes Wohlgefallen auf ihm aus verschiedenen Blickwinkeln. Auch wenn diese Vielfalt nicht notwendigerweise zu einer Vertiefung der Lesart führte und dies vom intellektuellen Tiefgang der Experten abhing, so trug diese Vielfalt zweifellos zur Bereicherung der Lesart und zur Erweiterung ihrer Horizonte bei.

Ebenso behandelte die Sendung erstmals das Thema Afrika im Denken des Märtyrer-Imams und auf Grundlage dessen was wir in seinen dokumentierten Reden fanden stellten wir fest, dass unser Märtyreroberhaupt mehr als 172 Mal über Afrika, seine Angelegenheiten, Analyse seiner Realität und Beziehung der Arroganz zu ihm sprach.

 

IQNA – Ihre Hauptzielgruppe ist die arabische Welt. Was sind die Herausforderungen und Attraktivität der Neuinterpretation des Diskurses des Märtyrer-Imams für dieses Publikum? Ist sein Diskurs in der arabischen Welt noch lebendig und einflussreich?

Die Begrenztheit der Ausstrahlung (nur über Satellit und Website) sowie Fehlen einer Ausstrahlung über die meistgenutzten und verbreitetsten Anwendungen war und ist eine ernsthafte Herausforderung für die Widerstandsmedien und iranischen Auslandsmedien. Dies führte zu einer Verringerung der Reichweite, Zuschauerzahlen und der breiten öffentlichen Interaktion, die die Möglichkeit bietet die Ausrichtungen der öffentlichen Meinung gegenüber dem Denken des Märtyrer-Imams zu messen.

Dennoch zeigen die Kontakte und Beteiligungen – trotz ihrer Begrenztheit – eine wachsende positive Interaktion mit der Denkschule des Märtyrerführers unter den arabischen Zuschauern. Ebenso zeigen die Fragen und Beteiligungen ein starkes Bedürfnis nach einer erneuten Darlegung seines Diskurses, weil seine Gedanken, Positionen und Aussagen ihnen einerseits aufgrund der Sprachbarriere und andererseits wegen des Schleiers zerstörerischer und anhaltender Propaganda während siebenundvierzig Jahren verborgen blieb; Propaganda, westliche Medien und einige arabische und extrem wahhabitische Medien betrieben. Insgesamt besteht ein dringender Bedarf daran den Diskurs des Märtyreroberhaupts wiederholt darzulegen, die um ihn aufgeworfenen Probleme zu untersuchen und auf verbreitete Zweifel zu antworten.

Es muss gesagt werden, dass die intellektuelle und praktische Schule des Märtyreroberhaupts der Revolution über islamische Ursprünglichkeit, erkenntnistheoretische Tiefe, Rationalität, Genauigkeit im Ausdruck ohne Komplexität, verbunden mit Dynamik und zeitgemäß, sowie über Moral und Spiritualität und Übereinstimmung von Wort und Tat verfügt. Diese Eigenschaften verliehen ihr eine innere Kraft; sie ist einzigartig und benötigt mehr als Erklärung vielmehr eine breite und kontinuierliche Darlegung, damit sie die größtmögliche Zahl von Menschen in den arabischen und islamischen Gesellschaften erreicht.

 

IQNA – Welche besondere Verantwortung trägt das al-Kauthar-Netzwerk als transnationales Medium bei der Neuinterpretation und Verbreitung der Denkschule des Märtyreroberhaupts und wie konnte es diesen Diskurs in einer verständlichen Sprache an das arabische Publikum vermitteln?

Das al-Kauthar-Netzwerk ist als offizieller arabischer Kultursender der Islamischen Republik eine Institution, die die Last der arabischen Kultursprache der Revolution und ihrer intellektuellen Medienplattform in der arabischen Welt tragen muss. Daher ist es seine Aufgabe die intellektuelle und zivilisatorische Sichtweise der Islamischen Revolution zu erläutern, so wie sie in Werken ihrer intellektuellen Oberhäupter wie den beiden früheren Imamen und dem gegenwärtigen Imam sowie im ursprünglichen Denken kämpferischer Oberhäupter wie Motahhari, Mesbah, Sadr und anderer sichtbar wird.

Ebenso hat dieses Netzwerk die Aufgabe die Realität der kulturellen Dynamik im Iran durch die Übersetzung der Reden bedeutender Prediger und Denker wie Fatemi-Nia, Falsafi, Panahian, Rafii, Qaraati, Azghadi und anderer zu vermitteln, damit die Wahrheit der Verbreitung eines Denkens und einer Kultur voller Spiritualität, Moral, Realitätssinn und Wissenschaft in der Islamischen Republik und unter Schutz der Revolution sichtbar wird.

Auf Grundlage der Methode der „Umgehung der Sanktionen“ muss das al-Kauthar-Netzwerk durch praktische Flexibilität und Bereitstellung notwendiger Unterstützung neue Wege erfinden, um die arabischen Zuschauer zu erreichen die nach dem Denken der Revolution dürsten. Fairerweise muss gesagt werden, dass die Erfolge von al-Kauthar bei der Erfüllung seiner kulturellen und intellektuellen Mission auch den Bemühungen des Zentrums für den ursprünglichen Islam und Hojjatoleslam Scheich Assad zu verdanken sind, der stets bemüht ist Hindernisse zu beseitigen und die notwendige Unterstützung bereitzustellen. Dem Netzwerk und seiner Leitung wird für ihre kontinuierlichen Bemühungen sowie Scheich Assad und dem Zentrum für den ursprünglichen Islam gedankt. Es bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen durch Einsatz von mehr Denken, Energie und Möglichkeiten seitens aller mit der Sendung „Die andere Seite“ verbundenen Parteien vervollständigt werden, damit das Leistungsniveau und Erfüllung der Aufgabe bestmöglich gesteigert werden.

 

IQNA – Was war während der Ausstrahlung der Sendung „Die andere Seite“ die eindrucksvollste Geschichte, die Sie von einem der Gäste oder Experten hörten?

Dr. Mohammad Ali Azarshab, möge Gott ihn bewahren, berichtete in einem Bildausschnitt, den wir mit ihm aufnahmen und ausstrahlten: „Der Märtyrer-Imam, Gottes Wohlgefallen des Erhabenen auf ihm, schlief auf einer Decke auf dem Boden und ohne Bett.“ Diese Szene erschütterte mich zutiefst.

 

IQNA – Die jüngste Umfrage des Instituts „Arab Barometer“ zeigt, dass sich der Blick der arabischen Welt auf den Märtyreroberhaupt und das Ausmaß seiner Beliebtheit nach seinem Martyrium sowie nach der Standhaftigkeit und der kraftvollen Verteidigung Irans gegen die US-zionistische Aggression deutlich verbesserte. Was ist Ihrer Meinung nach die Ursache dieses grundlegenden Wandels?

Meiner Meinung nach geht dieser Wandel auf eine Reihe von Faktoren zurück, deren wichtigster die praktische Erfahrung des Widerstands und der Standhaftigkeit der Islamischen Republik gegenüber amerikanischem und zionistischem Druck ist, die ein anderes Modell von Stärke und Unabhängigkeit präsentierte.

Ebenso spielten die Verringerung des Einflusses westlicher Medien-Narrative und Erhöhung des Bewusstseinsniveaus in der arabischen Welt bei der Neubewertung des Bildes des Märtyreroberhaupts eine Rolle. Darüber hinaus führte die praktische und einflussreiche Präsenz seines Diskurses in den Bereichen der Realität dazu, dass viele seine Wahrheit fern von medialer Verzerrung entdeckten was zu einer Steigerung der Beliebtheit und Verbesserung des Bildes des Märtyrer-Imams in der öffentlichen Meinung der arabischen Welt führte.

 

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