
Dem IQNA-Bericht zufolge haben sich in den letzten Jahren in westlichen Ländern die Einstellungen zur Rolle der Frau in der Gesellschaft verändert, so dass jetzt versucht wird, einige Geschlechter- und Rassenstereotypen, die muslimischen Frauen und Mädchen zugeschrieben werden, zu ändern.
Ein gut verständliches Beispiel dafür ist die Spielwarenindustrie, wobei der Barbie-Hersteller einen bedeutenden Platz einnimmt. Die Puppen dieses Unternehmens wurden oft dafür kritisiert, dass sie alle auf den gleichen Standards an Schönheit und Charme basieren und Geschlechterstereotypen verstärken. Vor einigen Jahren entschied der Barbie-Hersteller jedoch, Änderungen an Aussehen der Puppen vorzunehmen und neue Puppen auf den Markt zu bringen, die einerseits eine größere ethnische Vielfalt aufweisen und andererseits die Rolle der Frau in der Gesellschaft realistischer darstellen.
Es gibt jedoch nur wenige Puppen, die nach islamischen Vorschriften eingekleidet sind. Ein Spielzeugunternehmen in Australien hat jetzt diesem Thema Aufmerksamkeit geschenkt und Puppen mit Hidschab auf den Markt gebracht.
Diese Puppen, die unter dem Markennamen „Salam Sisters“ (Hallo Schwestern!) vertrieben werden, zeichnen sich durch eine relativ große Vielfalt aus. Die „Hello Sisters“-Puppen zeigen ethnische Vielfalt, jede Puppe trägt einen einzigartigen Namen und hat ihre eigene Biografie. Außerdem lassen sich die Puppen gut an-, aus- und umziehen.
Die Puppen werden von einem australischen Unternehmen namens Zileej hergestellt. Peter Gould, Mitbegründer von Zileej, dem Hersteller der „Hello Sisters“- Puppen, sagt, dass die Idee auf Wunsch seiner eigenen Töchter entstanden sei.
Dieser 36-jährige Vater hat in Gesprächen, die er mit anderen muslimischen Eltern geführt hat, positives Feedback erhalten. Daher hofft er, dass diese Puppen einen guten Markt finden würden und gleichzeitig sehr attraktiv und unterhaltsam sein könnten.
Die „Salam Sisters“-Puppen sind unter den Namen „Maryam, Leila, Karima, Nora und Yasmina“ bekannt und sollen die heutigen muslimischen Mädchen dazu inspirieren, ihre eigenen Interessen und Wünsche zu verfolgen. Jede dieser Puppen repräsentiert eine der menschlichen Ethnien. Je nach Ethnie variieren auch die Augen- und Haarfarbe, die Gesichtszüge und persönliches Aussehen.
Peter Gould sagte, dass „Salam Sisters“-Puppen muslimischen Mädchen, die ihre kulturelle und religiöse Identität oft nicht zum Ausdruck bringen, zeigen würden, dass sie auf ihre Herkunft stolz sein könnten.
Natürlich hat sich der Hersteller der „Hello Sisters“-Puppen nicht auf die Herstellung von Puppen beschränkt. Um die Stimmung der Kinder positiv zu beeinflussen, hat Zileej einerseits eine Reihe von Büchern herausgegeben, die sich mit den Biografien und charakteristischen Eigenschaften dieser Puppen befassen und darauf abzielen, Kindern mit moralischen Begriffen vertraut zu machen. Andererseits hat dieses Spielzeugunternehmen auch eine App für Mobilgeräte entworfen und eine Animationsserie produziert, deren Hauptdarsteller die „Salam Sisters“-Puppen sind.






