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Bitte um Beendigung von Hetze gegen Muslime in Kanada

17:41 - February 01, 2026
Nachrichten-ID: 3014274
IQNA- Anlässlich des Jahrestags des Anschlags auf die Moschee von Québec werden Forderungen laut Hetze gegen Muslime zu beenden.

IQNA: Muslimische Führungspersönlichkeiten in Kanada haben während das Land sich auf die Ehrung des neunten Jahrestags des tödlichen Anschlags auf eine Moschee in der Stadt Québec vorbereitet ein Ende der anti-islamischen Rhetorik und Verbreitung von Angst vor Muslimen gefordert. (Quelle: Ishraq al-Alam 24)

Der Geschäftsführer des Nationalen Rates der kanadischen Muslime (NCCM) Stephen Brown sagte bei einer zu diesem Anlass abgehaltenen Gedenkveranstaltung: Diese Gedenkfeier am Donnerstag erinnert daran, dass Islamfeindlichkeit in Kanada keinen Platz hat. Die Abhaltung dieser Veranstaltung zwingt uns daran zu erinnern, dass Hass reale Konsequenzen hat.

Am 29. Januar 2017 wurden bei dem tödlichsten Angriff auf einen Gebetsort in der kanadischen Geschichte sechs muslimische Männer durch die Schüsse eines bewaffneten Angreifers im islamischen Kulturzentrum von Québec getötet.

Dieser Angriff erschütterte die muslimische Gemeinschaft in Québec zutiefst, löste landesweite Verurteilung aus und verdeutlichte den weltweit zunehmenden Hass und Extremismus gegen Muslime.

Die kanadische Regierung verurteilte den Schusswaffenangriff auf die Moschee von Québec als terroristischen Akt gegen Muslime und verpflichtete sich, die grundlegenden Probleme anzugehen. Im Jahr 2021 kündigte sie an, den 29. Januar zum nationalen Tag des Gedenkens an den Anschlag auf die Moschee von Québec und des Handelns gegen Islamfeindlichkeit zu erklären.

Der Geschäftsführer des Nationalen Rates der kanadischen Muslime (NCCM) sagt, er sei unsicher, ob die Lehren aus den Ereignissen in Québec heute, fast ein Jahrzehnt später, vollständig beherzigt werden.

Er fügte hinzu: "Unmittelbar nach dem Massaker in der Moschee von Québec bestand in der Gesellschaft ein echter Wille zur Heilung. Doch leblich beobachten viele Menschen – insbesondere in Québec lebende Muslime – eine umfassende Wiederbelebung der Islamfeindlichkeit und die politische Instrumentalisierung von Angst vor Muslimen."

Brown verwies auf eine Reihe von Maßnahmen der rechtsgerichteten Regierungskoalition "Koalition Avenir Québec" (CAQ), die nach Angaben von Menschenrechtsgruppen muslimische Einwohner Québecs ins Visier nimmt.

Die CAQ-Partei, die seit 2018 an der Macht ist, verabschiedete 2019 ein Gesetz, das bestimmte öffentliche Bedienstete davon abhält, religiöse Symbole am Arbeitsplatz zu tragen, einschließlich des Hijabs muslimischer Frauen, der Turbane der Sikhs und der Kippas der Juden.

 

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