IQNA

Kontroverse zwischen Muslimen und Regierung in Indien über Besuch von Salman Ruschdie

7:50 - January 12, 2017
Nachrichten-ID: 2255850
International: Obwohl die Muslime in Indien die Reise von Salman Ruschdie in das Land ablehnen, hat die indische Regierung den Besuch des Autors der "Satanischen Verse" als rechtmäßig bezeichnet.
Wie die iranische Korannachrichtenagentur Iqna unter Berufung auf die in Ägypten erscheinende Zeitung al Youm al Sabba berichtet, soll Ruschdie an einem Literaturfestival in der indischen Hauptstadt Neu Delhi teilnehmen.

Die Muslimenführer haben ein Einreiseverbot für den umstrittenen Schriftsteller gefordert und die indische Regierung für ihr Verhalten kritisiert.

"Die satanischen Verse" von Ruschdie haben im Jahr 1989 zu großer Aufregung gesorgt. Das damalige Oberhaupt der Islamischen Revolution in Iran, Imam Khomeini, hatte am 14. Februar 1989 in einer Fatwa gegen Salman Ruschdie, die weltweite Verfolgung des Schriftstellers gefordert.

Die indische Regierung hat indes ungeachtet der Proteste seitens der Muslime bekannt gegeben, einem Besuch Salman Ruschdies im Land stehe nichts im Wege.
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