International: Der Freitagsgebetsimam der libanesischen Hauptstadt Beirut ist am gestrigen Donnerstag mit dem Patriarchen der Maroniten, Bechara Boutros al-Rahi, zu Gesprächen zusammengetroffen.
Bei der Begegnung ging es um die Notwendigkeit des Ausbaus der Beziehungen zwischen Christentum und Islam im Libanon sowie die Auswirkungen der jüngsten Umwälzungen in der Region auf das friedliche Miteinander von Muslimen und Christen, berichtet Iqna unter Berufung auf die Internetseite lorientlejour.
Ein Mitglied der libanesischen Ulema-Delegation sagte: Sowohl Schiiten wie auch Sunniten im Libanon sind für Gespräche mit Anhängern anderer Gottesreligionen im Land. Laut deren Ansicht seien die Auseinandersetzungen in der Region nicht religionsbedingt, sondern politischer Natur und deshalb dürfen sich Religionsanhänger auch nicht in diese Frage einmischen.
An einer anderen Stelle verwies das Oberhaupt der maronitischen Christen im Libanon auf die historische Bindung zwischen Muslimen und Christen im Land und äußerte die Hoffnung, dass sämtliche Religionsanhänger auf der Welt sich die libanesischen Bürger zum Vorbild nehmen, und die freundschaftliche Beziehung zwischen muslimischen und maronitischen Mitbürgern zu schätzen wissen.
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