IQNA

Christchurch
0:37 - March 17, 2019
Nachrichten-ID: 3000953
Bei einem Terroranschlag auf zwei Moscheen sterben in der Stadt Christchurch mindestens 49 Menschen. Menschen weltweit solidarisieren sich nun mit den Opfern und den hinterbliebenden Familien.

Am vergangenen Freitag sind bei einem Terroranschlag auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch mindestens 49 Menschen getötet worden. Zudem wurden durch Schüsse in den beiden Moscheen mehrere Dutzend Muslime verletzt.

Muslime weltweit reagieren mit Abscheu und Entsetzen auf den Terroranschlag. Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) spricht seine Anteilnahme in einer Pressemitteilung aus. „Dieser schreckliche Akt zeigt aber auch, wie weit Islamfeindlichkeit und antimuslimsicher Rassismus verbreitet ist und welche radikalen Ausmaße er angenommen hat“, so der KRM.

 

„Liebe, Toleranz und Einheit“

Als Reaktion hat die Crowdfunding-Plattform „LaunchGood“ am Freitag eine Crowdfundraising-Kampagne für die Hinterbliebenen der Opfer gestartet. Innerhalb von wenigen Stunden wurden laut „LaunchGood“ 1,305,576 US-Doller an Spenden gesammelt.

 

Weltweite Solidarität mit Opfern

Nach dem Terroranschlag kamen laut der Tageszeitung „Welt“, Dutzende Bürger von Christchurch zusammen, um gemeinsam der Opfer zu gedenken. Sie legten Blumen aus und zündeten Kerzen an. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern zeigt sich mit der islamischen Gemeinde in Christchurch solidarisch und besuchte ein Tag nach dem Terroranschlag die muslimische Gemeinde. „Das ist nicht Neuseeland. Neuseeland ist in einer Trauer vereint und wir sind in unserer Trauer vereint“, so Ardern.

In London hatten sich am Samstag ebenfalls Menschen aller Nationalitäten versammelt, um an die Opfern von Christchurch zu gedenken. „Wir möchten dem Rest der Welt ein Leuchtturm sein, um zu zeigen, dass alle, egal ob Christ, Jude, Muslim, Buddhist, Hindu oder Sikh hier in London willkommen sind“ so der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland veröffentlichte ein Post auf Facebook, indem sie ihre Anteilnahme aussprachen. „Der Zentralrat der Juden ist tief bestürzt und wir trauern um die Opfer“.

Die jüdische Gemeinde von Colorado besuchte am Freitag die Colorado Muslim Society Moschee im Arapahoe County. Sie versammelten sich dort als Zeichen der Solidarität und beteten Seite an Seite für die Opfer von Christchurch. Dies veröffentlichte die Organisation „Muslim Jewish Brotherhood“.

Im Laufe der Ermittlungen, sind rund 20 Personen der 49 Todesopfer bekannt geworden. Um ihrer zu gedenken, möchten wir sie hier nennen.

Mucad Ibrahim, 3 Jahre
Abdullahi Dirie, 4 Jahre
Sayyad Milne, 14 Jahre
Khaled Mustafa und sein Sohn Hamza, 16 Jahre
Naeem Rashid und sein Sohn Talha, 21 Jahre
Ansi Karippakulam Alibava, 25 Jahre
Vora Ramiz, 28 Jahre
Farhaj Ahsan, 30 Jahre
Mojammel Hoq, 30 Jahre
Atta Elayyan, 33 Jahre
Syed Jahandad Ali, 34 Jahre
Hussain Al-Umari, 36 Jahre
Osama Adnan, 37 Jahre
Kamel Darwish, 39 Jahre
Haroon Mahmood, 40 Jahre
Husne Ara Parvin, 42 Jahre
Mohammad Imran Kahn, 47 Jahre
Amjad Hamid, 57 Jahre
Abdelfattah Qasem, 59 Jahre
Linda Armstrong, 65 Jahre
Ali Elmadani, 66 Jahre
Haji-Daoud Nabi, 71 Jahre
Lilik Abdul Hamid
Ashraf Ali

 

http://www.islamiq.de/2019/03/16/weltweite-solidaritaet-mit-christchurch-opfern/

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