
IQNA: Der Minister für Religiöse Angelegenheiten und Stiftungen Algeriens Yusuf Belmehdi überreichte bei einem Treffen mit den an einem Seminar zum Thema "Religiöse Diplomatie in der afrikanischen Sahelzone" teilnehmenden Gelehrten und Intellektuellen ein von Präsident Abdelmadjid Tebboune beaufsichtigtes gedrucktes Exemplar des historischen „Rhodisia“-Korans. (Quelle: al-Ittihad)
Das Ministerium für Religiöse Angelegenheiten Algeriens gab in einer Erklärung bekannt: Dieses Treffen fand nach der Teilnahme afrikanischer Gelehrter am Seminar 'Religiöse Diplomatie in der afrikanischen Sahelzone; Möglichkeiten und Herausforderungen' statt.
Dieses Seminar wurde von der Vereinigung der Gelehrten, Prediger und Gebetsleiter der Länder der afrikanischen Sahelzone veranstaltet und vom Obersten Rat für Islamische Angelegenheiten Algeriens unterstützt.
An dieser Veranstaltung nahmen 11 afrikanische Länder teil. Es wurden die Bedeutung der religiösen Diplomatie für Stärkung von Sicherheit und Stabilität und Lösung von Krisen in der Sahelzone, Rolle Algeriens bei Lösung afrikanischer Krisen und beim Umgang mit Begehrlichkeiten Fremder gegenüber den Ressourcen des Kontinents erörtert.
Der Vertreter Mauretaniens in der Vereinigung der Gelehrten der Sahelländer Moussa Sarr betonte die Bedeutung der Aktivierung Religiöser Diplomatie für den Kampf gegen Gewalt und Extremismus und erläuterte die Wichtigkeit dieses Seminars für Sensibilisierung zu diesem Thema.
Er äußerte, dass traditionelle Ansätze allein nicht mehr ausreichen, um Extremismus und Terrorismus zu bekämpfen! Vielmehr ist ein religiöser Rahmen erforderlich, um die Wurzeln dieser Krise anzugehen.
Der „Tha'labiya“- oder „Rhodisia“ Koran ist eine algerische handgeschriebene Koranausgabe in der „Warsch“-Überlieferung (Riwaya) von Nafi‘, verfasst in marokkanischer Schrift. Sein Druck begann im Jahr 1350 nach dem Hijri-Kalender (1931 n. Chr.).
Die Druckerei „Tha'labiya“ veröffentlichte die erste gedruckte Ausgabe des edlen Korans im Jahr 1350 n.H. (entsprechend 1931 n. Chr.) in Algerien. Diese Ausgabe wurde in maghrebinischer Schrift vom verstorbenen algerischen Kalligraphen Muhammad Sharadi, bekannt als Muhammad al-Safati oder Muhammad al-Safati, gemäß der Überlieferung „Warsch“ von Nafi‘ niedergeschrieben.
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