
IQNA: Der Präsident der Asiatischen Universität von Asien Sayyed Hamid Al-Bar betonte auf der Konferenz „Einheit der islamischen Gemeinschaft und Palästina“ die Notwendigkeit den Ansatz der islamischen Gemeisnchaft von Diskussionen und Parolen hin zur Umsetzung kohärenter Strategien und koordinierter Maßnahmen zu verändern. (Quelle: Öffentlichkeitsabteilung des Weltforums für Annäherung islamischer Glaubensgemeinschaften)
Er beschrieb die heutige Welt als zersplitterte, ungerechte und moralisch instabile Welt! Eine Welt in der das Völkerrecht und Menschenrechte selektiv angewendet werden und globale Institutionen unfähig und instabil sind ihre Aufgaben zu erfüllen und das Thema Palästina das deutlichste Beispiel für diesen moralischen und rechtlichen Zusammenbruch ist.
Er fügte hinzu: Die Einheit der Gemeinschaft bedeutet nicht die Beseitigung von Unterschieden, sondern Einheit im Gewissen, Ausrichtung und kollektiven Verantwortung. Rein emotionale und spontane Reaktionen ohne Strategie und Koordination sind nicht nur unzureichend, sondern können die Gemeinschaft auch zermürben.
Sayyid Hamid Al-Barr sagte: Die Umstrukturierung der Mentalität der Nation ist eine zivilisatorische Notwendigkeit! Diese Umstrukturierung bedeutet den Übergang von Emotionalität zu Effektivität, von internem Wettbewerb zu Kooperation und von begrenzten Gruppeninteressen zu einer breiten zivilisatorischen Perspektive.
Der ehemalige malaysische Außenminister betonte, dass der Islam nicht bloß eine Reihe individueller Rituale ist, sondern eine zivilisatorische Mission verfolge die auf Gerechtigkeit, Wissen, Barmherzigkeit und moralischer Führung basiert. Die Modernisierung der islamischen Zivilisation muss heute durch Bildung, Wissensproduktion, gerechte Politikgestaltung und moralische Teilhabe am menschlichen Fortschritt erreicht werden, nicht durch Konfrontation oder Hegemonie.
Er betrachtete die Krise im globalen multilateralen System als Folge der ungleichen Anwendung von Gesetzen und der mangelnden Rechenschaftspflicht der Mächte und betonte, dass sich die islamische Gemeinschaft nicht aus dem internationalen System zurückziehen, sondern vielmehr mit einer aktiven, prinzipientreuen und ethischen Präsenz dessen Reform anstreben soll.
Abschließend betonte er die Notwendigkeit die moralische Führung der Gemeinschaft wiederherzustellen – eine Führung die in einer von Machtpolitik geprägten Welt die Prinzipien der Gerechtigkeit verteidigen kann. Wahre Einheit wird erst dann erreicht sein, wenn sie zu echter Macht, moralischer Glaubwürdigkeit und langfristigem Handeln führt und Palästina wird weiterhin der wichtigste Maßstab für diese zivilisatorische Reife bleiben.
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