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Kritik an Schließung des Büros zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit in Kanada

21:57 - February 06, 2026
Nachrichten-ID: 3014305
IQNA- Der Nationale Rat der kanadischen Muslime (NCCM) kritisierte die Entscheidung der Regierung des Landes das Büro zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit zu schließen.

IQNA: Der Nationale Rat der kanadischen Muslime (NCCM) äußerte in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung tiefe Enttäuschung über die Schließung des Büros zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit des Landes. (Quelle: CBC)

Die kanadische Regierung kündigte kürzlich die Schließung der Büros zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus sowie Einrichtung einer neuen Beratungsstelle namens „Beratungsrat für Rechte, Gleichheit und Inklusion“ an.

In der Erklärung des NCCM wird darauf hingewiesen, dass das Büro zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit nach dem terroristischen Angriff im Jahr 2021 in Ontario eingerichtet wurde. Bei diesem Angriff wurden vier Mitglieder einer muslimischen Familie getötet.

In der Erklärung heißt es: Seitdem erlebten wir einen Anstieg der Islamfeindlichkeit in ganz Kanada. Die muslimische Gemeinschaft Kanadas verdient nachhaltige und engagierte Maßnahmen in dieser Angelegenheit.

Der NCCM äußerte auch Besorgnis über die Schließung des Büros zur Bekämpfung von Antisemitismus und wies darauf hin, dass dies mit einem Anstieg hassmotivierter Straftaten zusammenfällt. Der Rat stellte klar, dass er die von der Regierung in den neuen Beratungsrat entsandten Mitarbeiter überwachen wird.

Der Rat fügte in seiner Erklärung hinzu: Trotz der Einrichtung des Beratungsrats für Rechte, Gleichheit und Inklusion als Ersatz für diese beiden Büros werden wir unsere Bemühungen zur Bekämpfung der Islamfeindlichkeit fortsetzen.

Verteidigung der Entscheidung durch die Regierung

Der Minister für Identität, Kultur und Amtssprachen Mark Miller verteidigte die Entscheidung der Regierung und betonte, dass die Büros zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus in einen breiteren Rahmen integriert werden.

Miller sagte in einer Presseerklärung in Ottawa: Es geht darum diese beiden Stellen in neue Beratungsgremien zu integrieren, die sich auf nationale Einheit, Rechte, Gleichheit und Inklusion konzentrieren.

Er wies darauf hin, dass Fälle von Islamfeindlichkeit sich insbesondere nach der zweijährigen israelischen Offensive gegen Gaza, die am 8. Oktober 2023 begann, verschärften.

Miller betonte, dass diese Entscheidung nicht aus budgetären Gründen getroffen worden sei und sagte: Diese Maßnahme dient nicht der Kosteneinsparung! Vielmehr geht es darum einen Beratungsrat zu schaffen, der dem Premierminister und mir Bericht erstattet.

 

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