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Vorstellung des Islam im Monat-Ramadan-Zelt in den Niederlanden

16:57 - February 27, 2026
Nachrichten-ID: 3014418
IQNA- Muslimische Aktivisten in der niederländischen Stadt Utrecht errichteten ein Zelt um die Menschen im Land mit den islamischen Glaubenslehren vertraut zu machen und gleichzeitig das Fastenbrechen (Iftar) zu bewirten.

IQNA: Muslimische Aktivisten in den Niederlanden schlugen auf einem Platz nahe dem Stadtzentrum von Utrecht ein Zelt für den Monat Ramadan auf um den Menschen den Islam und Atmosphäre des gesegneten Monats Ramadan näherzubringen. (Quelle: Arabi 21)

Diese Veranstaltung, die ein gemeinsames Iftar, Gemeinschaftsgebet und direkte Gespräche mit Passanten umfasste, wurde mit dem Ziel organisiert den Islam und Spiritualität des gesegneten Monats zu fördern. Die Organisatoren erklärten, dass diese Initiative dazu gedacht ist die Beziehungen zur niederländischen Gesellschaft zu stärken und der zunehmenden Islamfeindlichkeit entgegenzuwirken.

Die Veranstaltung wurde von der Stiftung "Bouw & Dialoog" (Bauen & Dialog) organisiert, einer Nichtregierungsorganisation, die sich aktiv im Kampf gegen Islamfeindlichkeit und Förderung der islamischen Kultur engagiert. Das Zelt wurde kurz nach der Verbrennung eines Exemplars des Korans in der Stadt Assen am 16. Januar errichtet, einem Vorfall der weit verbreitete Empörung in der muslimischen Gemeinschaft auslöste.

Der Sozialaktivist und einer der Organisatoren dieser Aktion Salah Amer erläuterte, dass die Organisation einen offiziellen Antrag auf Durchführung einer friedlichen Veranstaltung zur Verurteilung der Koranverbrennung und Bekämpfung der Islamfeindlichkeit stellte. Er sagte, dass die Genehmigung nach Gesprächen mit den zuständigen Behörden erteilt wurde, es jedoch Vorschläge gab die Veranstaltung an einen abgelegenen Ort zu verlegen. Er sagte: Aber wir bestanden darauf, dass die Veranstaltung im Herzen der Stadt gegenüber dem Utrechter Hauptbahnhof stattfindet, damit wir die größtmögliche Anzahl von Menschen erreichen und direkt mit ihnen interagieren können.

Er fügte hinzu, dass das Ziel nicht die Verschärfung der Lage ist, sondern einen Moment des Schmerzes in eine Gelegenheit für Dialog und die echte Vorstellung des Islam, fernab von Klischees, zu verwandeln.

Das Zelt war mit großen Tafeln ausgestattet auf denen Verse des Heiligen Korans ins Niederländische übersetzt waren, zusammen mit einem Bildschirm der übersetzte Rezitationen zeigte. Es wurden auch Informationsbroschüren verteilt, die das Konzept des Fastens, Werte des Monat Ramadans und Prinzipien der Barmherzigkeit und Solidarität im Islam erklärten.

Als sich die Gebetszeit näherte wurden das Maghrib- und das Ischa-Gebet in Anwesenheit von Muslimen und Nichtmuslimen verrichtet. Zusätzlich zum Iftar für fastende Reisende und Passanten in der Nähe des Bahnhofs wurden den Besuchern Kaffee, Tee und Kekse angeboten.

Der Professor für Islamische Studien an der Al-Azhar-Universität und einer der Teilnehmer an dieser Veranstaltung Mohammad Baraka betonte, dass der Heilige Koran nicht nur ein Buch für Muslime ist, sondern eine ethische und humanitäre Botschaft für die gesamte Menschheit in sich trägt.

Er wies darauf hin, dass einer der bemerkenswerten Aspekte dieser Veranstaltung die Interaktion der Niederländer mit dem Klang der Koranrezitation und des Gebetsrufs (Adhan) war. Er fügte hinzu: Wir beobachteten wie einige Passanten sich dem Zelt näherten und in der Nähe der Lautsprecher stehen blieben um dem Adhan zu lauschen, eine bewegende und bemerkenswerte Szene. Dies zeigt, dass der Koran und der Adhan eine direkte Wirkung auf die menschliche Seele haben, sogar auf diejenigen die kein Arabisch verstehen.

Er stellte fest, dass die beste Reaktion auf die Verbrennung oder Entweihung des Korans darin besteht seine wahren Werte zu erklären und betonte, dass ein ruhiger Dialog der effektivste Weg ist um Hass zu begegnen.

Eine Reihe von Freiwilligen war an der Durchführung dieser Veranstaltung beteiligt und äußerte trotz ihrer unterschiedlichen intellektuellen Hintergründe ihre Freude über die Teilnahme. Sie betonten, dass gemeinsame menschliche Werte über politische Zugehörigkeiten hinausgingen und dass Respekt vor Überzeugungen die Grundlage jeder zusammenhängenden Gesellschaft ist.

 

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