
Verfasst vom Assistenzprofessor an der Fakultät für Studien über islamische Nationen der Universität für Religionen und Konfessionen Hojjatoleslam wal‑Muslimin Seyed Ali Batha’i
In Tagen, in denen das Feuer des Krieges schwer auf der Widerstandsfront lastet und der Kampf zwischen „Glauben und Unglauben“ seinen Höhepunkt erreichte erhob sich eine Stimme aus Kuwait – jedoch nicht von der Kanzel der Masdjid al-Harām und nicht vom Gebetsnischenheiligtum des Tauhid, sondern aus der Kehle eines Rezitators dessen himmlische Stimme einst die Menschen der Welt den Koran lehrte.
Der bekannte Rezitator und Imam der Großen Moschee von Kuwait Mishari al‑Afasi zeigte mit der Veröffentlichung eines Clips unter dem Titel „Tabbat yadayn Iran walli ma'a Iran“ seine wahre Gesinnung allen die mit dem islamischen Iran solidarisch sind. In diesem verkommenen Clip skandiert imitiert er den edlen Vers „Tabbat yadā Abī Lahabin wa tabb“ und verfälscht den Ruf zu „Es sollen abgeschnitten sein die Hände Irans und der Muslimbrüder“, ohne auch nur mit einem Wort auf die Verbrechen des zionistischen Regimes in Gaza und das Massaker an den unschuldigen Mädchen von Minab einzugehen. Aus diesem Anlass werden wir in der vorliegenden Notiz auf einige Punkte eingehen.
Erstens: Al‑Afasi ist kein einfacher Rezitator! Er ist eine Persönlichkeit die an der Islamischen Universität Medina ausgebildet wurde und als Imam der Großen Moschee von Kuwait praktisch der offizielle Rezitator des herrschenden Systems und Symbol des wahhabitischen Islams ist, der mit den Königreichen des Persischen Golfs übereinstimmt. Seine Feindschaft gegenüber der Muslimbruderschaft war bereits vor diesem Clip deutlich sichtbar. Er hat wiederholt in Tweets die Muslimbruderschaft als „Verräter der Araber und des Vaterlandes“ und als „Verbündete Irans“ bezeichnet.
Al‑Afasi griff früher auch die Verteidiger der al‑Aqsa‑Moschee an und erklärte ihr Schaden sei größer als der von USA und Israel. Tatsächlich ist die Kehle al‑Afasis ein Propagandahorn des kuwaitischen Hofes und abgestimmt auf die anti‑iranische und anti‑Muslimbruderschaft‑Strategie der Achse der Normalisierung in der Region. Diese Positionen führten dazu, dass die bekannteste Koranseite der Welt seine Rezitationen aus ihrem Archiv löschte und sein religiöses Ansehen unter den Muslimen der Welt beschädigt wurde.
Zweitens: Wenn al‑Afasi die Verfälschung des Korans benutzt um Iran zu verfluchen ist es die Aufgabe der kulturellen Widerstandsfront mit der Sprache des Korans selbst eine schlagkräftige Antwort zu geben. Der koranische Ausdruck:
«فَقُطِعَ دَابِرُ الْقَوْمِ الَّذِينَ ظَلَمُوا»(انعام: ۴۵)
„So wurde der letzte Rest des Volkes ausgerottet das Unrecht übte.“ (al‑An'ām: 45)
ist exakt das Versprechen Gottes der vollständigen Vernichtung der Wurzel der Ungerechten.
Es ist sofort notwendig, dass die Rezitatoren der islamischen Welt, insbesondere die bekannten der arabischen Länder, abgestimmt mit der Widerstandsfront einen Clip mit dem Titel „Fa‑quti‘a dābiru Amerika wa Isra'il“ mit demselben Rhythmus und Stil, jedoch auf dem Weg der Wahrheit, produzieren. Bislang zeigten arabischsprachige Nutzer selbst in Reaktion auf diesen Clip den Weg: „Tabbat yadayn Isra'il wa Amrika walli ma‘ahum“ – Abgeschnitten seien die Hände Israels und Amerikas und derjenigen die mit ihnen sind. Jetzt ist es an den Medieninstitutionen der Länder der Widerstandsachse, aus dieser Volkswut Kapital zu machen und ein offizielles, ansprechendes und weit verbreitetes Produkt als schlagkräftige Antwort auf al‑Afasi und seine Gesinnungsgenossen zu erstellen.
Drittens: In dieser sensiblen Phase ist die Frontlinie völlig klar. Auf der einen Seite steht die „Front der Normalisierung“ mit dem Slogan „Tabbat yadayn Iran“: dieselbe Front, die ihre Stützpunkte den USA zur Verfügung stellt, die Beziehungen zum zionistischen Regime normalisierte, im Gaza‑Krieg schwieg und nun statt die Verbrechen gegen die einzige Kraft zu verurteilen die tatsächlich gegen den Zionismus steht Gedichte verfasst.
Al‑Afasi öffnet seine Zunge zum Lobpreis von „Tamim, Muhammad, Salman, Hamad und Haitham“, ohne ein einziges Wort gegen Israel zu äußern. Auf der anderen Seite steht die „Widerstandsfront“ mit dem Slogan „Fa‑quti‘a dābiru Amerika wa al‑Yahud“. Diese Polarisierung ist die endgültige Konfrontation zwischen der „Front des Glaubens und der Front des Unglaubens“ – zwischen denen, die im Einklang mit Zionismus und US-Dominanz stehen und jenen die noch immer den Ruf „Yā lathārāt al‑Husayn“ und „al‑mawt li‑Amerika“ ausrufen.
Schlussendlich: Das Märtyrer-Oberhaupt der Widerstandsfront Ayatollah Seyed Ali Khamenei wies stets auf den „weichen Krieg“ und „kulturelle Front“ als vorderste Linie hin. Heute zog der Feind mit Satelliten, Internet und sogar der Kehle wahhabitischer Rezitatoren ins Feld gezogen.
Der verkommene Clip al‑Afasis ist eine ernste Warnung! Wenn wir nicht mit derselben Geschwindigkeit, Kreativität und demselben Rhythmus eine Antwort „Fa‑quti‘a dābiru Amerika“ in klarem Arabisch und mit der Stimme herausragender Rezitatoren der islamischen Welt produzieren haben wir das Medienfeld vollständig der Front der Normalisierung überlassen. Al‑Afasi vermietete seine Stimme dem Feind! Nun ist es an den kämpfenden Rezitatoren und den engagierten Künstlern der islamischen Welt dieses Feuer mit dem koranischen Versprechen der Vernichtung Amerikas und Israels zu löschen.
فَقُطِعَ دَابِرُ أَمْرِيكا وَ إِسْرَائِيلَ، وَ الْحَمْدُلله رب العالمین
Ausgerottet werde die Wurzel US-Isreals und gepriesen sei Gott, der Herr der Welten.
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