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Trumps Rückzug aus sogenannten „Projekt Freiheit“ in der Straße von Hormus

17:54 - May 10, 2026
Nachrichten-ID: 3014760
IQNA- Während Washington in einer grundlegenden Kehrtwende von der vorübergehenden Einstellung der Eskorte von Schiffen im Persischen Golf und Ende der offensiven Phase der Operation gegen Iran berichtete, führte Iran gleichzeitig einen neuen Mechanismus zur Steuerung des Verkehrs in der Straße von Hormus ein.

IQNA: Der US-Präsident Donald Trump  erklärte, dass dieses Projekt nur zwei Tage nach Beginn der militärischen Operation zur Eskorte von Handelsschiffen in der Straße von Hormus pausiert. (Quelle: Al‑Jazeera)

Trump schrieb im sozialen Netzwerk „Truth Social“: Das Projekt Freiheit wird für kurze Zeit ausgesetzt um zu sehen ob es möglich ist eine Vereinbarung endgültig abzuschließen und zu unterzeichnen oder nicht.

Er betonte: Diese Entscheidung wurde auf Wunsch Pakistans und einiger anderer Länder getroffen, doch die Seeblockade wird weiterhin mit voller Stärke bestehen bleiben.

Diese Quelle schrieb: Stunden nach den Äußerungen Trumps erklärte der der US-Außenminister Marco Rubio auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus, dass die „Operation Epic Fury“ beendet sei und Washington sich nun in einer „defensiven“ Phase befinde.

Rubio stellte klar: Die US-Streitkräfte werden nicht mehr den ersten Angriff führen, aber jedes Zielgerichtet werden mit „tödlicher Gewalt“ beantworten.

Er forderte außerdem die Verantwortlichen in Teheran auf an den Verhandlungstisch zu kommen und stellte zugleich klar, dass die Sondergesandten der USA Steve Witkoff und Jared Kushner weiterhin daran arbeiten eine diplomatische Lösung zu erreichen.

Rubio betonte: Jede endgültige Vereinbarung muss das Schicksal der iranischen Nuklearmaterialien bestimmen, die tief unter der Erde verborgen sind.

In diesem Zusammenhang schrieb die New York Times gestern: Schiffe passieren die Straße von Hormus nicht allein aufgrund von Trumps Worten und Unternehmen zögern ihre Schiffe dorthin zu entsenden und einige sagen, dass das Angebot der USA nicht ausreicht, um sie zu überzeugen.

Auch die Zeitung The Telegraph schrieb gestern in einem Bericht: Die weltweite Schifffahrt vertraut dem Plan Trumps für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus nicht. Laut diesem Medium sind selbst mit militärischer Eskorte viele Schiffseigner nicht bereit die Passage zu wagen, da die operativen Risiken und Versicherungskosten weiterhin hoch sind und solange die Bedrohung durch Iran nicht abnimmt eine normale Rückkehr des Handels über diese Route unwahrscheinlich erscheint.

Gleichzeitig mit diesen Entwicklungen gab Teheran die Einführung eines neuen Mechanismus zur Verwaltung des Verkehrs in der Straße von Hormus bekannt.

Der Präsident des Islamischen Beratungsparlaments Irans Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte in einer Botschaft: Teheran ist dabei eine neue Gleichung in dieser lebenswichtigen Wasserstraße zu festigen und warnte: Die derzeitige Situation wird für die USA nicht tragbar sein.

 

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