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Antisemitismus-Vorwurf einer englischen Zeitung gegen einen jordanischen Karikaturisten wegen des Gaza-Krieges

19:02 - May 23, 2026
Nachrichten-ID: 3014822
IQNA- Die englische Zeitung The Telegraph erhob wegen des Gaza-Krieges Vorwürfe mit dem Thema Antisemitismus gegen einen jordanischen Karikaturisten.

IQNA: Der jordanische Karikaturist Imad Hajjaj ist nach seiner Einladung zur Teilnahme am internationalen Comic-Festival „Comics LEX“, das im kommenden Oktober stattfinden soll, mit einer Medien- und Politkampagne in England konfrontiert. (Quelle: Arabi 21)

Diese Kampagne begann nach der Veröffentlichung eines Berichts in der Zeitung The Telegraph, der Hajjaj des Antisemitismus beschuldigte. Dieser Bericht wurde auf Grundlage alter und neuer Cartoons erstellt, die die Besatzungspolitik des zionistischen Regimes und den Krieg gegen Gaza kritisierten.

Trotz dieses Drucks hielt die Festivalleitung an ihrer Einladung an Hajjaj fest und betonte die Ablehnung aller Formen von Rassismus sowie gleichzeitig die Verteidigung der Meinungsfreiheit.

Die Leiterin des Festivals Julie Tate erklärte: Diese Veranstaltung beherbergte niemals antisemitische Werke und betonte ihre Entschlossenheit diesen jordanischen Karikaturisten in diesem Jahr trotz Kampagnen der Einschüchterung und Verleumdung einzuladen.

Andererseits erklärte die Journalistengewerkschaft Jordaniens ihre volle Solidarität mit Hajjaj und wies das zurück was sie als Versuch beschrieb ihn wegen seiner Positionen und seiner Cartoons, die die israelische Besatzung kritisieren zu diffamieren und auszuschließen.

Diese Gewerkschaft erklärte: Was geschieht, zeigt eine stark polarisierte Atmosphäre in England, die Raum dafür schafft die Meinungsfreiheit einzuschränken und jede Kritik am israelischen Besatzungsregime als Antisemitismus zu etikettieren. Die Gewerkschaft betrachtete dies als Schwächung der Grundlagen des demokratischen Dialogs sowie als Stärkung von Selbstzensur und der Angst eine Meinung zu äußern.

Die Journalistengewerkschaft Jordaniens betonte, dass Hajjaj satirische Werke produziert, die den journalistischen Ethiken verpflichtet sind und gegen Extremismus, Rassismus und Besatzung kämpfen und stellte fest: Diese umstrittenen Cartoons wurden zuvor in bekannten arabischen Zeitungen veröffentlicht und kritisieren die Politik des zionistischen Regimes und den Krieg gegen Gaza, nicht jedoch Juden oder die jüdische Religion.

Hajjaj nimmt an diesem Festival mit einer Ausstellung mit Werken teil die sich mit kulturellen und sozialen Fragen sowie Rechten von Menschen mit Behinderungen befassen und mit seiner bekannten Cartoonfigur „Abu Mahjoub“, die eine der prominentesten satirischen Figuren im jordanischen und arabischen Journalismus ist.

 

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