IQNA

Georg Saliba erklärte:

Notwendigkeit des islamisch christlichen Dialogs zum Austausch von Ansichten

18:44 - June 14, 2026
Nachrichten-ID: 3014925
Teheran (IQNA)- Der syrisch orthodoxe Kardinal verwies auf die Notwendigkeit des islamisch christlichen Dialogs und sagte: Wir Muslime und Christen brauchen, dass dieser Dialog fortgesetzt wird und nicht abbricht, damit wir Ansichten und Gedanken austauschen können und die Kultur des jeweils anderen sowie auch unsere religiösen Verpflichtungen und Bindungen besser kennenlernen.

IQNA: Diese Zeremonie zur Vorstellung des Buches „Ham‑Bāvarān“ (Mit‑Glaubende) von Abbas Khameh‑Yar wurde in Anwesenheit einer Gruppe von Denkern, Forschern und Fachleuten aus dem Bereich der Religions‑ und Kulturstudien in der Organisation der Dokumente und der Nationalbibliothek Irans abgehalten.

Dieses Werk behandelt die Widerspiegelung von Erscheinungsformen der Verehrung christlicher Intellektueller gegenüber dem Befehlshaber der Gläubigen, Imam Ali (a.) und der Familie des edlen Propheten (s.).

Der ehemaliger Vorsitzender des Komitees für den islamisch‑christlichen Dialog im Libanon Bischof Issam Darwisch, einer der Teilnehmer dieser Zeremonie, sagte über dieses Buch: Zu den herausragenden Themen, denen in diesem Buch Aufmerksamkeit geschenkt wurde, gehört die Liebe zu den Ahl al‑Bayt (a.) im Gewissen und in der christlichen Kultur. Christen haben zwar in ihren theologischen und historischen Herangehensweisen Unterschiede zu den Muslimen, doch hegen sie einen tiefen Respekt gegenüber Persönlichkeiten, die mit der Geschichte von Glauben, Martyrium und Heiligkeit verbunden sind. Auch die Gestalt der Heiligen Maria (s.), die bei Christen und Muslimen eine hohe Stellung hat, gilt weiterhin als ein leuchtendes Zeichen für die Möglichkeit von Annäherung und geistiger Verbindung zwischen den Anhängern der beiden Religionen.

Er betonte in einem anderen Teil seiner Rede: Der islamisch‑christliche Dialog, den der Autor verteidigt, ist nicht zeremoniell oder lediglich formell, sondern ein Dialog des Lebens; ein Dialog der auf gegenseitigem Kennenlernen, aufrichtigem Respekt und Anerkennung der menschlichen Würde beruht, jener Würde die Gott jedem Menschen unabhängig von seiner religiösen oder kulturellen Zugehörigkeit verlieh.

Bischof Issam Darwisch bemerkte: Die Geschichte des Libanon und des Orients hat lehrte uns, dass unsere Zukunft nur nebeneinander aufgebaut werden kann. Muslime und Christen sind nicht Gäste füreinander, sondern Partner im Land in Geschichte und Schicksal. Jede Initiative die Vertrauen und Verständnis zwischen ihnen stärkt wird in Wirklichkeit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer Gesellschaften und zum Schutz ihrer reichen Vielfalt leisten.

Er sagte über das neue Werk von Herrn Abbas Khameh‑Yar: Heute begrüßen wir die Veröffentlichung dieses neuen Werkes und gratulieren seinem Autor zu diesem wertvollen Bemühen. Wir hoffen, dass dieses Buch unter Lesern, Forschern und allen die sich um den Aufbau einer Kultur des Dialogs und Begegnung bemühen eine angemessene Resonanz finden wird. Ebenso wünschen wir, dass dieses Werk ein weiterer Schritt auf dem Weg der Annäherung zwischen Muslimen und Christen sowie Stärkung der Werte von Brüderlichkeit und Menschlichkeit ist – Werte, die unsere heutige Welt mehr denn je benötigt.

Der syrisch‑orthodoxe Kardinal des Libanon und weiterer Redner dieser Veranstaltung Mar Theophilos Georg Saliba sagte: Wir beschäftigen uns derzeit mit einem Buch mit dem Titel „Ham‑Bāvarān“ (Mit‑Glaubende) des Autors Abbas Khameh‑Yar; er ist Iraner und gilt als einer der bedeutenden Schriftsteller im Iran und in unserer Region. Dieses Buch handelt vom islamisch‑christlichen Dialog. Wir Muslime und Christen brauchen, dass dieser Dialog fortgesetzt wird und nicht abbricht, damit wir Ansichten und Gedanken austauschen können und die Kultur des jeweils anderen sowie auch unsere religiösen Verpflichtungen und Bindungen besser kennenlernen.

Er fügte hinzu: Die Ahl al‑Bayt (a.) sind für die Muslime eine direkte Quelle der Nachahmung und Lehrerschaft für andere im Bereich des Glaubens, Religion und religiösen Verpflichtung. Und es besteht kein Zweifel, dass ein Teil der Gefährten des Propheten sich auf den edlen Koran und auf die Lehrer (insbesondere die Schiiten und die Ahl al‑Bayt (a.)) stützt. Sie betrachten Imam Ali (a.) als die wichtigste Autorität nach dem Koran, wenden sich an ihn und profitieren von dem was er schrieb, lehrte und der Welt dar brachte.

Georg Saliba erwähnte in einem anderen Teil seiner Rede Georg Jordac, Victor al‑Kikk, Suleiman Kattani, Joseph al‑Hashem sowie Antoine Bara, Michel Kaadi, Georg Shukur, Zaki al‑Hajj, Katholikos Aram Keshishian (Katholikos der armenisch‑orthodoxen Kirche), Issam Darwisch, der neben uns ist und Hilani Elias und sagte: Wir lernten diesen Autor kennen und sehen in ihm eine religiöse, wissenschaftliche und intellektuelle Persönlichkeit auf deren Ansichten man sich stützen kann. Auch andere stützen sich auf die Prinzipien, die Imam Ali (a.) und die Ahl al‑Bayt (a.) darlegten.

Er sagte im abschließenden Teil seiner Rede: Wir sind stolz auf die iranische Zivilisation; eine Zivilisation die zu den alten Zivilisationen neben den Zivilisationen von Babylon, Assyrien, Aram, Chaldäer, Phönizier und Pharaonen Ägyptens gehört. Zu jeder Zeit und an jedem Ort brachte Gott verschiedene Arten von Zivilisationen hervor mit denen die Menschheit lebte und Erfahrungen machten und bleibendes Erbe für die Menschheit hinterließen – ein Erbe das trotz aller schwierigen Bedingungen die die Menschheit durchlebte und durchlebt, niemals vergessen wird.

Bei diesem wissenschaftlichen und kulturellen Treffen hielten Persönlichkeiten wie der Leiter der Gruppe für Islamstudien der Akademie der Wissenschaften Ayatollah Seyyed Mostafa Mohaqeq Damad, der Vorsitzende der Gesellschaft für kulturelle Werke und Persönlichkeiten Mahmoud Shalouei sowie Hojjatoleslam Mohammadreza Zaeri Reden.

 

Notwendigkeit des islamisch christlichen Dialogs zum Austausch von Ansichten

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Stichworte: dialog
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