
IQNA: Bei einer internationalen universitären von der Fakultät für Islamische Wissenschaften der Universität Sarajevo ausgerichteten Veranstaltung wurden die lebenswichtigen Fragen der muslimischen Gemeinschaften Südosteuropas behandelt. (Quelle: Muslimun ḥaul al-ʿalam)
Diese internationale Konferenz mit dem Titel „Muslimische Frauen und die Ausübung ihrer Rechte auf dem Balkan: historische Wege, rechtlicher Pluralismus und zeitgenössische Herausforderungen“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Recht, Religion und Gesellschaft und dem Forschungsprojekt Balqis an der Universität Galway in der Republik Irland veranstaltet.
Forscher und Fachleute aus Bosnien und Herzegowina sowie aus mehreren anderen Ländern kamen auf dieser Konferenz zusammen um die Lage muslimischer Frauen auf dem Balkan aus historischer, rechtlicher und sozialer Sicht zu erörtern. Die Diskussionen konzentrierten sich auf Fragen der Familie, Erbe, Ehe, rechtlicher Pluralismus und Herausforderungen vor denen muslimische Frauen inmitten zeitgenössischer Entwicklungen stehen und schufen ein tieferes Verständnis für den Weg der Rechte muslimischer Frauen in der Region.
Dieses Ereignis ist von besonderer Bedeutung weil es Fachleute aus den Bereichen Scharia, Recht, Sozialwissenschaften und Islamische Studien in einem einheitlichen akademischen Rahmen zusammenbrachte. Ziel dieser Veranstaltung war Austausch von Erfahrungen und Prüfung von Wegen zur Weiterentwicklung der Studien über die Rechte muslimischer Frauen in den Balkan-Gesellschaften, einer Region die einige der ältesten und am tiefsten verwurzelten muslimischen Gemeinschaften Europas umfasst.
Die wissenschaftlichen Sitzungen befassten sich mit Themen in Bezug auf Bosnien und Herzegowina, Bulgarien und Griechenland sowie anderen Modellen und Erfahrungen der Region.
Die Forschungsbeiträge deckten vielfältige Themen ab, darunter historische Anwendung des islamischen Familienrechts auf dem Balkan, Entwicklung der Stellung muslimischer Frauen in verschiedenen Jahrzehnten, Beziehung zwischen modernen zivilrechtlichen Gesetzen und religiösen Vorschriften sowie mit dem rechtlichen Pluralismus in zeitgenössischen europäischen Gesellschaften verbundenen Herausforderungen.
Diese Konferenz begann mit Begrüßungsworten vom Leiter der Fakultät für Islamische Wissenschaften der Universität Sarajevo Mustafa Hasani.
Mustafa Hasani betonte in seiner Rede, dass diese Konferenz Forscher und Fachleute aus verschiedenen Ländern und Disziplinen zusammengebrachte, um Fragen im Zusammenhang mit islamischer Rechtswissenschaft, rechtlicher Gerechtigkeit, rechtlichem Pluralismus und zeitgenössischen sozialen Entwicklungen zu untersuchen. Er wies darauf hin, dass die Diskussion über Rechte muslimischer Frauen angesichts der sozialen Veränderungen, Migration und gesetzlichen Reformen die sich in den europäischen Gesellschaften vollziehen, zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Er fügte hinzu: Die Fakultät für Islamische Wissenschaften der Universität Sarajevo unterstützt weiterhin interdisziplinäre wissenschaftliche Forschungen, die sich mit dem islamischen Erbe sowie mit zeitgenössischen rechtlichen und ethischen Fragen befassen und drückte die Hoffnung aus, dass diese Konferenz neue Horizonte für wissenschaftliche Zusammenarbeit und gemeinsame akademische Forschungen eröffnen wird.
Die Sitzungen der Konferenz konzentrierten sich auf mehrere mit den Rechten muslimischer Frauen verbundene Themen, darunter die Erbgesetze im europäischen Kontext, Ehe und Familie in den muslimischen Gemeinschaften auf dem Balkan sowie historischen Entwicklungen die diese Fragen in den vergangenen zwei Jahrhunderten erfuhren.
Die Forscher erörterten außerdem historische Modelle muslimischer Gemeinschaften in Bulgarien und auf dem Balkan, zusammen mit Fragen in Bezug auf Eigentums- und Erbrechte von Frauen und rechtlichen Herausforderungen mit denen sie in zeitgenössischen Umfeldern konfrontiert sind sowie Beziehung zwischen religiöser Privatsphäre und den Anforderungen moderner Rechtssysteme.
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