
Das Denken von Imam Khomeini (r.) ist über die geografischen Grenzen Irans hinaus stets als ein antreibendes Element in der islamischen Welt erkannt worden. Doch welche Eigenschaften führten dazu, dass seine Sichtweise – von Palästina-Frage bis zur Konfrontation mit der globalen Arroganz – und die strategische Stellung des verstorbenen Imams als Kompass der islamischen Gemeinschaft betrachtet wurden? Die herausragende Persönlichkeit der Annäherung der Rechtsschulen im Libanon Scheich Ghazi Hanineh untersucht in einem Gespräch mit IQNA mit genauem Blick die Persönlichkeit des verstorbenen Imams; eines Oberhaupts, das durch Verbindung von Weitsicht und Glauben eine Wegkarte zur Wiederbelebung der Einheit und Identität der islamischen Gemeinschaft entwarf.
Der Vorsitzender des Kuratoriums der Vereinigung muslimischer Gelehrter im Libanon Scheich Ghazi Hanineh sagte: Imam Khomeini (r.) war hinsichtlich der Konzepte, Ideen, Einsichten, Methodologie und Planung eine vollständige Persönlichkeit. Er war in seiner Haltung mutig und standhaft, in seiner Einsicht weitsichtig und sich der Folgen der Lage im Iran, Region und der Welt bewusst.
Scheich Hanineh fügte über die politische Persönlichkeit des großen Oberhaupts der Revolution hinzu: Wenn wir aus globaler Perspektive schauen war seine Haltung gegenüber der Regierung der USA, als er diese Regierung als „Großen Satan“ bezeichnete, vollkommen machtvoll. Auch ist dieser Ausspruch des verstorbenen Imams bekannt, dass er sagte: Selbst wenn Amerika einen hundertprozentig islamisch-humanen Plan vorlegen würde glauben wir nicht, dass sie einen Schritt zugunsten des Friedens und unserer Interessen unternehmen würden. Wenn USA und Israel ‘La ilaha illa Allah’ sagen, akzeptieren wir es nicht; denn sie wollen uns täuschen." Und jeder, der mit USA Geschäfte macht ist wie jemand, der mit einem Kohlenhändler handelt; sein Gesicht wird nur schwarz.
Auch betrachtete der verstorbene Imam in der regionalen Dimension die Palästina-Frage mit voller Genauigkeit und Aufmerksamkeit und sah die Angelegenheit Palästinas als zentralen Punkt durch den die islamische Gemeinschaft in unserer arabischen Region und der gesamten islamischen Welt wiederbelebt werden kann.
Scheich Hanineh bemerkte über den Einfluss der Persönlichkeit von Imam Khomeini (r.) im inneren Bereich Irans auch, dass der verstorbene Imam sich auf Einheit, Zusammenhalt und islamische Identität des iranischen Volkes konzentrierte. Er war der Ansicht, dass der Islam der Retter der Nation und Lösung ihrer Probleme ist; ursprüngliche und klare Islam respektiert die Besonderheiten jeder Gruppe der Minderheitengesellschaft Irans, einschließlich der Juden, Zoroastrier und Christen.
Der Vorsitzende des Kuratoriums der Vereinigung muslimischer Gelehrter im Libanon erklärte, dass Imam Khomeini (r.) in seiner Person alle Elemente der religiösen, mystischen und politischen Dimension miteinander verband. Wir alle erinnern uns daran, dass die Islamische Revolution unter Führung von Imam Khomeini (r.) im Iran begann und wie er im inneren Bereich angesichts der Feindschaft des Großen Satans und Westens gegenüber der Islamischen Republik handelte. Dieser Kampf geschah im Lichte der Feindschaft von Ost und West gegenüber der Islamischen Republik Iran. USA kämpfte gegen die Islamische Republik Iran, die Sowjetunion stand im Konflikt mit der Islamischen Republik und die arabischen Länder standen im gegen den Iran, mit Ausnahme der Arabischen Republik Syrien zur Zeit der Präsidentschaft von Hafiz al-Assad. Auch in diesem Umfeld brachte der verstorbene Imam eine Bezeichnung vor, die die Welt überraschte.
Scheich Hanineh bemerkte, dass der Imam den Slogan „Weder östlich noch westlich“ aufstellte, um zu zeigen, dass Denken, Grundlagen und Kultur seiner Regierung und sogar ihre Fähigkeiten weder aus dem Osten noch aus dem Westen stammen, sondern aus dem Islam und dem zivilisierten Volk Irans. Daher konnte dieser Slogan „Weder östlich noch westlich“ zu jener Zeit viele Menschen in der arabischen und islamischen Region anziehen, weil viele junge Menschen nach einer Position suchten die von den USA und der damaligen Sowjetunion entfernt war.
Er fügte hinzu: Daher sehen wir, dass islamische Bewegungen, darunter die Muslimbruderschaft, Hizb ut-Tahrir und andere Gruppen unter den Einfluss der Haltung von Imam Khomeini (r.) gerieten und die Haltung des verstorbenen Imams wurde besonders im Libanon stark gelobt und akzeptiert, weil die libanesische Gesellschaft in medialer, politischer und intellektueller Hinsicht offen und dynamisch war. Daher wurden die islamischen Bewegungen in der Region im Allgemeinen und im Libanon im Besonderen von den Gedanken des Imams beeinflusst und von den politischen Ansichten dieses großen Oberhaupts angezogen.

Scheich Hanineh betonte, dass Imam Khomeini (r.) mehr als alles andere die Bedeutung der Einheit anerkannte, denn die islamische Einheit ist ein Gebot Gottes. Der erhabene Gott befahl uns, dass:
«إِنَّ هَٰذِهِ أُمَّتُكُمْ أُمَّةً وَاحِدَةً وَأَنَا رَبُّكُمْ فَاعْبُدُونِ»
„Diese eure Gemeinschaft ist eine einzige Gemeinschaft und Ich bin euer Herr, so dient Mir“ (21:92, Al-Anbiya)
Außerdem sagte er:
«انَّمَا ٱلۡمُؤۡمِنُونَ إِخۡوَةࣱ فَأَصۡلِحُواْ بَيۡنَ أَخَوَيۡكُمۡۚ وَٱتَّقُواْ ٱللَّهَ لَعَلَّكُمۡ تُرۡحَمُونَ»
„Die Gläubigen sind Brüder; so stiftet Frieden zwischen euren Brüdern und fürchtet Gott! Auf dass euch Barmherzigkeit erwiesen werde“ (49:10, Al-Hujurat)
und er sagte auch:
«وَاعْتَصِمُوا بِحَبْلِ اللَّهِ جَمِیعًا وَلَا تَفَرَّقُوا»
„Und haltet alle fest am Seil Gottes und spaltet euch nicht“ (3:103, Al-Imran).
Ebenso rief uns der edle Prophet (s.) in einem Hadith zur Einheit auf und riet uns in der Unterstützung des Wortes Gottes zusammenzustehen, denn der Erhabene hat gesagt:
«إِنَّ اللَّهَ يُحِبُّ الَّذِينَ يُقَاتِلُونَ فِي سَبِيلِهِ صَفًّا كَأَنَّهُمْ بُنْيَانٌ مَرْصُوصٌ»
„Wahrlich, Gott liebt diejenigen, die auf Seinem Weg in Reihen kämpfen, als wären sie ein fest gefügter Bau“ (61:4, As-Saff).
Der Vorsitzende des Kuratoriums der Vereinigung muslimischer Gelehrter im Libanon bemerkte: Daher brachte Imam Khomeini (r.) auf Grundlage einer legitimen Position und auf der Grundlage einer Realität, die die Einheit der Gemeinschaft erfordert den Plan der islamischen Einheit vor indem er die Woche der Einheit zwischen dem zwölften und dem siebzehnten Rabiʿ al-Awwal benannte – angesichts dessen, dass es bezüglich der Geburt des Propheten (s.) zwei Ansichten der Schiiten und Sunniten gibt – und so diese Angelegenheit unter dem Titel der islamischen Woche der Einheit zusammenführte. Dieser Titel entstand mit den Veränderungen der Bedingungen und den politischen, intellektuellen und kulturellen Schwankungen jener Zeit. In unserer Region befinden sich die Verhältnisse ständig im Wandel; seit jener Zeit begannen viele Muslime das Konzept der islamischen Einheit zu verwenden.
Dieser libanesische Denker betonte abschließend mit dem Hinweis darauf, dass wir uns heute auf einem bemerkenswerten Niveau der Konzepte der Einheit und der islamischen Konvergenz in einem breiteren Umfang sehen: Dies zeigt sich heute auch im Konzept der „Einheit der Schauplätze“ in den Bereichen des islamischen Widerstands. Die Vorstellung der islamischen Einheit, die Imam Khomeini (r.) im Blick hatte und die aus dem Buch Gottes und der Sunna des Gesandten Gottes (s.) hervorging, ist heute unter der islamischen Gemeinschaft der Bestätigung fähig und für unsere Gegenwart und Zukunft dringend erforderlich.
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