International: Zwei Tage nach der Koranverbrennung durch US-Soldaten im Militärstützpunkt Bagram in Afghanistan ist die amerikanische Botschaft in Kabul geschlossen worden.
Das geht aus einem Bericht der iranischen Korannachrichtenagentur Iqna unter Berufung auf die Internetseite Bloomberg hervor.
Anlass für die Schließung waren die Protestkundgebungen und Demonstrationen von aufgebrachten Afghanen, die sich gegen die Schmähung der heiligen Schrift der Muslime durch US-Soldaten richtete.
"Die Botschaft sei bis auf weiteres geschlossen und sämtliches Botschaftspersonal sei angewiesen, sich so rasch wie möglich in dieser diplomatischen Vertretung einzufinden", hieß es.
Den Botschaftsangestellten wurde zudem der Aufenthalt in der zweitgrößten afghanischen Stadt Kandahar verboten.
Vor zwei Tagen hatten US-Soldaten im Militärcamp in Bagram, nördlich von Kabul, Koranbände und islamische Bücher verbrannt, was landesweit zu einer großen Protestwelle führte.
Die stärksten Proteste wurden aus Kabul gemeldet. Daraufhin hatten Isaf-Chef John Allen und der US-amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta sich beim afghanischen Volk für dieses Vorgehen entschuldigt.
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