IQNA

Olympische Spiele in Tokio
23:49 - July 24, 2021
Nachrichten-ID: 3004510
Teheran (IQNA)- Der Internationale Judo-Verband (IJF) hat nach der Weigerung des Algeriers Fethi Nourine, bei den Olympischen Spielen in Tokio gegen den Israeli Tohar Butbul anzutreten, Ermittlungen gegen den Judoka und dessen Trainer aufgenommen. Beide seien vorläufig suspendiert worden.

Der algerische Judoka Fethi Nourine hat bei den Olympischen Spielen in Tokio einen möglichen Kampf gegen einen Israeli verweigert und auf eine Teilnahme verzichtet.

Er zog seine Teilnahme in der Klasse bis 73 kg zurück, um im Falle eines Auftaktsieges nicht in der zweiten Runde gegen den Israeli Tohar Butbul antreten zu müssen. Der Judo-Weltverband (IJF) suspendierte daraufhin Nourine sowie seinen Trainer Amar Benikhlef vorläufig und leitete weitere Ermittlungen ein.

Nourine und Benikhlef hatten ihre Entscheidung am Donnerstagabend einem algerischen Fernsehsender mitgeteilt und mit ihrer Unterstützung für Palästina begründet. "Wir haben viel gearbeitet, um die Olympischen Spiele zu erreichen, (...) aber die palästinensische Sache ist größer als all das", sagte er. Das Olympische Komitee Algeriens entzog den beiden umgehend die Akkreditierung für die Spiele. Bereits bei der WM 2019 hatte sich Nourine geweigert, gegen Butbul anzutreten.

„Wir hatten kein Glück bei der Auslosung“, sagte Trainer Amar Ben Yekhlef algerischen Medien. Eine Normalisierung der Beziehung zu Israel lehne das Land ab. „Wir haben die richtige Entscheidung getroffen“, betonte Yekhlef

Das Olympische Komitee Algeriens entschied laut IJF, Nourine und seinen Trainer nach Hause zu schicken und will ebenfalls Sanktionen prüfen. Der Weltverband erklärte, die Aussagen von Nourine und seinem Coach stünden „in totalem Gegensatz zur Philosophie“ des Judo-Verbandes. Judo basiere auf Solidarität, Respekt und Freundschaft, jede Form der Diskriminierung könne daher nicht toleriert werden.

 

sport.orf.at

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