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42 palästinensische Journalisten im Jahr 2025 verhaftet

19:21 - January 04, 2026
Nachrichten-ID: 3014163
IQNA- Die zionistische Besatzungsarmee nahm im Jahr 2025 mindestens 42 palästinensische Journalisten, darunter 8 Journalistinnen, im Westjordanland, in Jerusalem und in den 1948 besetzten Gebieten fest.

IQNA: Die Journalistenunion Palästinas gab bekannt, dass die zionistische Besatzungsarmee im Jahr 2025 mindestens 42 palästinensische Journalisten, darunter 8 Journalistinnen, im Westjordanland, in Jerusalem und in den 1948 besetzten Gebieten verhaftete. (Quelle: Mail East News)

Laut der Gewerkschaft haben die Besatzungsbehörden ihre Politik der systematischen Verfolgung von Journalisten und Reportern fortgesetzt. Diese Politik umfasst willkürliche und administrative Verhaftungen, Schläge, Deportationen, die Beschlagnahmung von Medienausrüstung und Zwangsverhöre mit dem Ziel die Berichterstattung zu unterdrücken und die nationale Medienstruktur zu schwächen.

Der Freiheitsausschuss der Journalistenunion Palästinas berichtete von einer gefährlichen Veränderung im Muster der Verhaftungen, darunter Fokussierung auf einflussreiche Journalisten, wiederholte Verhaftungen eines Journalisten, Ausweitung der Verwaltungshaft ohne Anklage und der Einsatz physischer und psychischer Gewalt als Abschreckungsmittel.

Der Bericht dokumentierte Dutzende Fälle von Journalisten, die während ihrer Einsätze im Feld und bei der Berichterstattung über Razzien verhaftet wurden – ein Vorgehen, das laut Gewerkschaft der Beseitigung von Zeugen diente. Er wies zudem auf eine Zunahme von Razzien in den Wohnungen von Journalisten und Verhaftungen im Beisein ihrer Familien hin, eine Taktik die darauf abzielt die Moral und soziale Ansehen der Journalisten zu brechen.

Der Ausschuss für Freiheiten bezeichnete die Verwaltungshaft als die gefährlichste Form der Repression, da sie Journalisten zu unbefristeten politischen Gefangenen macht und einen klaren Verstoß gegen das Völkerrecht darstellt. Der Bericht dokumentierte zudem Schläge, Zerren an Gegenständen, Bedrohungen mit Waffen und die Beschlagnahmung von Ausrüstung ohne Rückgabe – allesamt Maßnahmen die darauf abzielen die berufliche Handlungsfähigkeit von Journalisten massiv zu beeinträchtigen.

Abschließend forderte die Gewerkschaft die Vereinten Nationen und internationale Menschenrechtsinstitutionen auf unverzüglich einzugreifen und die Täter und Anstifter von Verbrechen gegen Journalisten Palästinas zur Rechenschaft zu ziehen und strafrechtlich zu verfolgen.

 

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