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Islamische Union Österreich fordert Ende islamophober Politik

21:36 - January 03, 2026
Nachrichten-ID: 3014159
IQNA- Die Islamische Union Österreichs veröffentlichte eine Erklärung in der sie ein Ende der auf Islamophobie und antiislamischen Äußerungen basierenden Politik forderte.

IQNA: Die Islamische Union Österreichs forderte die politischen Entscheidungsträger des Landes auf die anti-islamische Politik unverzüglich einzustellen und die beleidigende Rhetorik gegen Muslime zu beenden nachdem eine politische Partei einen anti-islamischen Beitrag veröffentlicht hatte. (Quelle: Al-Shi'a News)

Die Union erklärte in einer Stellungnahme als Reaktion auf einen Beitrag der Österreichischen Volkspartei auf einer Social-Media-Plattform: Der politische Diskurs, insbesondere zu Themen die religiöse Minderheiten betreffen und das gesellschaftliche Klima unmittelbar und dauerhaft beeinflussen trägt eine besondere Verantwortung.

Die Union äußerte tiefe Besorgnis über die gezielte Verfolgung von Muslimen als religiöse Minderheit im Land.

In der Erklärung wurde die Notwendigkeit eines sofortigen Endes aller Formen der Islamophobie im politischen Diskurs und in der Praxis betont. Es wurde davor gewarnt dass solche Äußerungen, anstatt das Zusammenleben und den gegenseitigen Respekt zu fördern zur Verstärkung negativer Stereotypen und Vertiefung der Spaltung in der österreichischen Gesellschaft beitragen.

Die Österreichische Volkspartei behauptete, dass „zwei Drittel der Bevölkerung Schwierigkeiten haben, mit Muslimen zusammenzuleben“, eine Behauptung, die breite Kritik auslöste! Politiker und zivilgesellschaftliche Organisationen verurteilten sie als provokativ und hasserfüllt.

Die Kontroverse entbrannte im Zuge einer umstrittenen Gesetzesfrage. Am 11. Dezember verabschiedeten die österreichischen Abgeordneten ein Gesetz, das das Tragen des Kopftuches an Schulen für Mädchen unter 14 Jahren verbietet – ein Schritt den Menschenrechtsgruppen und Experten als diskriminierend und potenziell gesellschaftlich spaltend bezeichnen.

Österreich hatte 2019 ein Verbot des Kopftuch an Grundschulen verhängt, doch das Verfassungsgericht hob die Entscheidung auf, da sie verfassungswidrig und religiös diskriminierend ist.

 

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Stichworte: Islamophobie
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