IQNA

0:37 - January 03, 2022
Nachrichten-ID: 3005291
Das türkische Außenministerium hat den Angriff auf die muslimischen Gräber in der Stadt Iserlohn in Nordrhein-Westfalen verurteilt.

Das türkische Außenministerium hat in einer offiziellen Stellungnahme den Angriff auf die muslimischen Gräber in der Stadt Iserlohn in Nordrhein-Westfalen verurteilt. Die Erklärung wurde am Samstag auf der Webseite des Ministeriums veröffentlicht.

Mehrere muslimische Gräber waren in der Silvesternacht auf einem Friedhof geschändet worden. Auf dem muslimischen Teil des Hauptfriedhofs wurden etwa 30 Grabsteine umgeworfen.

Der Anschlag sei ein weiterer Indikator für die „krankhafte islamfeindliche Mentalität“. Inzwischen seien sogar muslimische Friedhöfe Ziel von rassistischen Angriffen geworden, heißt es in der Erklärung. Von den zuständigen Behörden fordert das Ministerium die baldige Aufklärung des Falls und die Erfassung der Täter. Sie sollen vor Gericht gestellt und verurteilt werden. Zudem ruft das türkische Außenministerium deutsche Behörden dazu auf, zur Verhinderung solcher Vorfälle die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

Auf der Kurnachrichtenplattform Twitter teilte der stellvertretende Außenminister der Türkei, Yavuz Selim Kıran, die offizielle Stellungnahme. Kıran verurteilte den rassistisch motivierten Angriff auf die muslimischen Gräber. Der Anschlag zeige, dass die Islamfeindlichkeit vor allem in Europa auf dem Vormarsch sei.

2020 gab es in Deutschland Medienberichten zufolge mindestens 901 islamfeindliche Übergriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen wie Moscheen. Zu den erfassten Straftaten zählen Hetze gegen Muslime, Drohbriefe und Angriffe auf kopftuchtragende Musliminnen oder erkennbar muslimische Männer auf der Straße. Zudem gehören auch Sachbeschädigung und Nazi-Schmierereien an Häusern und Moscheen dazu.

 

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