IQNA

12:07 - May 13, 2022
Nachrichten-ID: 3006106
TEHERAN (IQNA) – Das gezielte Töten einer veteranen palästinensischen Journalistin durch israelische Kräfte als sie gerade über eine militärische Razzia im besetzten Westjordanland einen Bericht schrieb, war weitverbreitet verurteilt worden.

Die Organisation Islamische Kooperation (OIC) kritisierte den Mord, indem sie in einem Bericht mitteilte, dass dieses Verbrechen einen eklatanten Vestoß des internationalen Gesetzes und Regeln darstelle und eine sofortige Untersuchung sowie Verurteilung aller Verantwortlichen fordere. Das berichtete Press TV.

Die zwischenstaatliche Organisation betonte, dass der Mord an Schirin Abu Akleh, einer Journalistin des arabischsprachigen Fernsehnachrichtennetzwerks Al-Jazeera, als sie über Fakten berichtete und die Verbrechen Israels gegen die Palästinenser dokumentierte, im Zusammenhang der häufigen Verletzungen der Medienfreiheit durch das Regime in Tel Aviv verübt worden war und seine Politik, die Wahrheit zu blockieren, die Presse mundtot zu machen, ihre täglichen Aggressionstaten aufzudecken und Informationen von der öffentlichen Meinung der Welt fernzuhalten, darzustellen.

Die OIC hielt Israel für diesen abscheulichen Mord voll verantwortlich. Sie rief relevante internationale Institutionen zum sofortigen Handeln auf, um Gerechtigkeit sicherzustellen und den notwendigen Schutz für Journalisten und Medienprofis, die in dem besetzten palästinensischen Gebiet arbeiten.

 

Die arabische Liga kritisiert den Mord an Abu Akleh

Das Amt für Menschenrechte der UN hatte ebenfalls gesagt, dass es von dem Mord an Abu Akleh entsetzt war und forderte eine transparente Untersuchung ihres Todes.

Das Büro der UN-Chefin für Menschenrechte Michelle Bachelet teilte auf Twitter mit: „Wir sind entsetzt über die Ermordung der Journalistin Schirin Abu Akleh, während sie dabei war, eine Opertion des israelischen Militärs in Jenin, Palästina, zu erfassen. Wir fordern eine unabhängige, transparente Untersuchung ihres Mordes. Die Straffreiheit muss beendet werden.“

 

Journalisten versammeln sich in Beirut, um an Abu Akleh zu erinnern

Dutzende an Journalisten und Medienarbeiter von der Alternativen Interessengemeinschaft der Presse des Libanons hatten sich in der Innenstadt Beiruts versammelt, um an Abu Akleh zu erinnern.

Die Koordinatorin der Interessengemeinschaft Elsy Moufarrej sagte Al-Jazeera: „Das Vermächtnis, das uns Schirin hinterlassen hat, sind hunderte an Stunden an Berichterstattung, welche die Verbrechen der israelischen Besatzung dokumentieren.“

Die Interessengemeinschaft beschrieb Abu Akleh als eine Ikone, die überall einen bleibenden Eindruck auf Palästinenser und Journalisten hinterlassen hatte. Die Interessengemeinschaft rief zu einer internationalen Untersuchung ihrer Ermordung auf.

 

Reporter ohne Grenzen (RSF): Abu Aklehs Ermordung ruft Grabenbruch der Genfer Konvention hervor

Christophe Delore, der Generalsekretär und Generaldirektor der Reporter ohne Grenzen schrieb auf Twitter, dass die Ermordung Abu Aklehs einen neuen Grabenbruch der Genfer Konventionen, welche den Schutz von Zivilisten vorgeschrieben hätte,  und einen Bruch mit dem Rat der Sicherheitsresolution 2222 der UN hinsichtlich des Schutzes von Journalisten hervorgerufen hätte.

Deloire rief ebenfalss zu einer unabhängigen internationalen Untersuchung der Umstände des Todes der Journalistin auf.

Nach dem palästinensischen Gesundheitsministerium und ihren Kollegen war Abu Akleh von einer aktiven Kugel getroffen worden, während sie über eine israelische Razzia in der Stadt Jenin berichtete und war schnellstens in einem kritischen Zustand in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die palästinensische Journalistin hatte eine Pressejacke zum Zeitpunkt ihrer Ermordung getragen.

Ali Samoudi, ein weiterer Journalist des Al-Jazeera-Kanals, war, nachdem ihm in den Rücken geschossen worden war, in einer stabilen Verfassung in ein Krankenhaus gebracht worden.

Auf dem Videobericht dieses Vorfalls konnte man sehen, dass Abu Akleh eine blaue Splitterschutzweste mit der Aufschrift „PRESSE“ trug.

Samoudi berichtete, dass sie in einer Gruppe von sieben Reportern gewesen waren, die am frühen Mittwoch die Razzia aufnehmen wollten.

Er sagte, dass sie alle Schutzkleidung getragen hätten, die sie deutlich als Reporter gekennzeichnet hätte, und sie hätten die israelischen Truppen passiert, damit die Soldaten sie sähen und wüssten, dass sie da wären.

Er sagte, dass der erste Schuss sie verfehlt hätte, der zweite hätte ihn in den Rücken getroffen, und der dritte hatte Abu Akleh getötet. Er sagte, dass keine Kämpfer oder Zivilisten in der Nähe gewesen seien- nur die Reporter und die Truppen der israelischen Armee.

Schasa Hanayscheh, eine Reporterin mit einer palästinensischen Nachrichtenwebseite, die auch unter den Reportern gewesen war, gab einen ähnlichen Bericht, wobei sie betonte, dass es in der näheren Umgebung weder Zsammenstöße noch Schüsse gegeben hätte.

Sie sagte, dass sie und Abu Akleh, als sie Schüsse hörten, zu einem Baum rennen wollten, um Schutz zu suchen.

Hanayscheh sagte: „Ich hatte den Baum vor Schirin erreicht. Sie fiel zu Boden. Die Soldaten hörten selbst dann nicht zu schießen auf, nachdem sie hingefallen war. Jedes Mal, wenn ich meine Hand ausstreckte um Schirin heranzuziehen, schossen die Soldaten auf uns.“

 Das palästinensische Informationsministerium verurteilte den Vorfall als ein „schockierendes Verbrechen“, dass von israelischen Kräften verübt worden war.

Das Ministerium sagte: „Die israelischen Besatzung hat wiederholt auf palästinensische Journalisten gezielt, sie verletzt und angegriffen. Schirin ist jetzt mit den anderen Journalisten vereint, die von Israel ermordet worden waren, als sie dabei waren, die Verbrechen der israelischen Besatzung aufzudecken. Das Morden kann niemals unser Volk davon abhalten, den Kampf um Freiheit fortzusetzen. Es wird nur das Leben des Besatzerregimes verkürzen und uns näher an Frieden und das Ende der Straffreiheit Israels bringen.“

 

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