
Anlässlich Hosseins Arbaeen-Tagen sitzen wir bei der Sprachstunde „Social life with Seyyed al-Shahada (AS)“ von Hojjat-ul-Islam Seyyed Javad Beheshti, einem Koranexperten um einen Überblick über praktische Lektionen aus dem Leben von Imam Hussain (AS) zu bekommen für das heutige menschliche Leben. Sie können den zweiten Teil dieser Worte unten lesen:
Die hingebungsvolle und spirituelle Prozession beginnt mit der Hajj. Bei der Hajj-Zeremonie gibt es keine Stagnation und Verstummung denn von Anfang an muss jeder Mensch seine Stadt und sein Land verlassen. Als diese Person die Station erreichte wo die Ihram-Kleidung angezogen werden muss sagte man zu Gott: Labaik mein Herr! Ich bin gekommen.
Wenn eine Person Mekka und Masjid al-Haram betritt geht sie zu Fuß, umrundet sieben Mal die Kaaba, betet und bewegt sich wieder sieben Mal zwischen den beiden Bergen so wie Hagar es tat um Wasser für ihren Sohn Ismail zu finden. Dies ist ein hingebungsvoller Gang, den Gott für Pilger zum Gottes Haus als notwendig erachtet.
Nach der Kopfrasur oder Haarkürzung der Hajj zieht wechselt man die Ihram-Kleidung wieder in normale und geht am achten Tag von Dhul-Hijjah wieder in die Wüste namens Arafat. Man kommt aus der Hektik der Stadt und des Hotels heraus und betritt die reine Atmosphäre der Arafat-Wüste um Gott und die Wahrheit gut zu erkennen. Am Ende der Nacht reist man von Arafat ab und betritt eine andere Wüste namens Mashaar. Um Bewusstsein zu finden betritt man mit dem Sonnenaufgang von Eid al-Adha ein Land namens Mina. Man bewegt sich um gegen die Teufel zu kämpfen (naher Teufel, mittlerer Teufel, entfernter Teufel, kleiner, mittlerer und großer Teufel) und danach opfert man.
Die Arbaeen-Prozession hat ihre Wurzeln in der Hajj-Zeremonie. Die reinen Imame (AS) hatten zwar Möglichkeiten berittenauf die Hajj-Reise zu gehen gingen aber zu Fuß um ihre Liebe zu Gott noch stärker auszudrücken und zu sagen: „Gott! Ich lieb dich! Meine Füße und mein Atem brennen aber ich erinnere mich doch an dich“ und halfen den Mitreisenden."