IQNA

Israelische Streitkräfte stürmen palästinensische Schule - verwundete Lehrer, verhaftete Schüler

10:43 - October 03, 2022
Nachrichten-ID: 3006958
TEHERAN (IQNA) – Israelische Streitkräfte hatten eine Grundschule in der Stadt Al-Chalil im Süden des besetzten Westjordanlands durchsucht und Lehrer sowie Schüler angegriffen.

Der Generaldirektor des Bildungsdepartments von Al-Chalil, Atef al-Jamal, berichtete, dass israelische Truppen die al-Hadschrija Grundschule am Donnerstag gestürmt hätten und in Klassenräume gebrochen seien, wobei unter den Schülern Panik und Furcht entstand. Das berichtete Press TV.

Er fügte hinzu, das die Sicherheitskräfte Lehrer und Schüler schlugen und ihnen Pfefferspray in das Gesicht sprühten, als sie versuchten, die israelischen Soldaten zurückzudrängen.

Ein Lehrer, der als Ihab al-Rajabi identifiziert wurde, erhielt Verletzungen an seiner Hand. Die Soldaten hatten zudem zwei Schüler festgenommen und befragt, nachdem diese aus ihrem Klassenzimmer gezogen worden waren. Später waren die Kinder freigelassen worden.

Dieser Vorfall war am gleichen Tag passiert, an dem ein palästinensischer Junge im Westjordanland an einem Herzversagen gestorben war, während er von israelischen Soldaten  gehetzt worden war.

Der siebenjährige Rayyan Suleiman kam gerade mit anderen Schüler von der Schule in dem Dorf Tuqu nach Hause, als die Truppen zu hetzen anfingen. Sein Vater, Jasser, sagte in einem Video, das auf sozialen Medien zirkulierte: „Er starb auf der Stelle aus Furcht.“

Ein Mediziner, der den Körper untersucht hatte, berichtete, dass er keine Anzeichen eines physikalischen Traumas gehabt hätte, und dass der Tod aufgrund eines Herzversagens eingetreten sei.

Der palästinensische Außenminister verurteilte diesen Vorfall als ein grausames Verbrechen des israelischen Regimes.

Mittlerweile haben palästinensische lokale Quellen und Sicherheitsquellen berichtet, dass israelische Kräfte sieben Palästinenser verhaftet und zwei weitere während ihrer nächtlichen Operationen in verschiedenen Teilen des Westjordanlandes verwundet hätten. Sie sagten, dass israelische Kräfte ein Haus im Flüchtlingslager Jalalzone, das 7 Kilometer nördlich von Ramallah liegt, am frühen Freitagmorgen gestürmt hätten und einen 17-Jährigen eingekreist hätten, um ihn gründlich zu durchsuchen.

Die Soldaten hatten ein Feuer auf ein Auto im Flüchtlingslager eröffnet, wobei zwei Leute verwundet worden waren. Einer von ihnen hatte Schusswunden in die Schultern erlitten, der andere war in den Fuß getroffen worden. Sie waren schnell in ein nahegelegenes Krankenhaus zur Behndlung gebracht worden.

Zudem verhafteten bewaffnete Soldaten vier Palästinenser und stürmten die Häuser ihrer Familien, die sich in verschiedenen Stadtteilen der Stadt al-Chalil im südlichen Westjordanland befanden.

Die brachen mit Gewalt in die Stadt Beit Ummar ein, nahmen zwei weitere Palästinenser fest und durchsuchten die Häuser ihrer Familien.

Israelische Streitkräfte hatten vor kurzem nächtliche Razzien und Morde im nördlichen Westjordanland durchgeführt, hauptsächlich in den Städten Jenin und Nablus, wo sich neue Gruppen palästinensischer Widerstandskämpfer geformt hatten.

Über 150 Palästinenser, einschließlich 51 Palästinensern, die von israelischen Streitkräften in den von Israel besetzten Gebieten seit Beginn des Jahres ermordet worden, waren im besetzten Gazastreifen während des Drei-Tage-Angriffs Israels im August getötet worden.

Mehr als dreißig der Ermordeten kamen aus Jenin oder aus der Umgebung von Jenin.

 

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