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Kanada: von gewaltsamer Polizeihaft betroffener Muslim bereit, Klage einzureichen

0:06 - May 03, 2023
Nachrichten-ID: 3008246
TEHERAN (IQNA) – Ein Mann, der gewaltsam von einem Beamten der Polizei Edmonton mit dem Knie im Genick zu Boden gedrückt worden war, versucht eine formelle Klage einzureichen.

Er wurde vor den Augen seiner Familie gefangengenommen, weil er in einer Spielzone auf der Rückfahrt von einer Eid-ul-Fitr-Feier mit 45 km/h gefahren war. Auf einem einminütigen Clip des Nationalrates der kanadischen Muslime auf den sozialen Medien kann man sehen, wie der Mann von zwei Beamten der Polizei Edmonton zurückgehalten wurde. Der eine Polizist hatte sein Knie auf das Genick des Mannes gedrückt, eine Gewaltanwendung, die seit Jahren stark kritisiert wird, vor allem nach der Ermordung George Floyds in den USA im Jahr 2020.

Said Omar, der Anwaltsbeamte des NCCM Alberta, sagte: „Wenn man das Knie mit Gewalt auf das Genick einer Person wegen einer angeblichen kleinen Geschwindigkeitsüberschreitung drückt- nach dem Kriminalgesetz lagen keine Anschuldigungen vor- hätte es, wie alle Kanadier wissen, einen weitaus tragischeren Ausgang haben können.“

Omar sagte, dass der Mann an den EPS professional service branch eine Klage einreichen werde: „Eines unserer Ziele ist, dass dass wir wirklich versichern können, dass die Stimmen unserer muslimischen Gemeinde erhöhrt werden. Diese Art von Vorfällen ruft leider Misstrauen zwischen dem EPS und der muslimischen Gemeinde im Großen hervor.“

Die Parlamentsmitglieder der NDP, Blake Desjarlais und Heather McPherson, hatten einen Bericht herausgegeben, in welchem sie ihre Bedenken hinsichtlich der Zunahme von Hass motivierten Angriffen in Kanada, vor allem in Edmonton, äußern. In dem Bericht hieß es: „Mitglieder religiöser Minderheitengemeinschaften und diskriminierte Einzelpersonen sind dazu berechtigt, dass sie von Strafverfolgungsbeamten menschlich behandelt werden und gleichen Schutz erhalten. Alles weniger ist nicht akzeptierbar.“

Kevin Walby, ein Professor der Universität Winnipeg für Kriminalrecht, sagte, dass auf dem Video die Gewalt der Ordnungshütung als Antwort auf ein sehr kleines Vergehen dargestellt wird: „Sie können nur einen Strafzettel wegen Übertretung der Geschwindigkeit ausstellen... Man braucht wirklich nicht jemanden aus dem Auto zu ziehen und zusammenzuschlagen.“

Quelle: cbc.ca

 

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