
IQNA: Der zionistische Journalist Ariel Kahane verkündete auf seinem Telegram-Kanal, dass der 93-jährige jüdische Richter Alvin Hillerstein vom New Yorker Staatsgericht den Prozess gegen Nicolás Maduro leiten wird. Zuvor hatte er die Abschiebung venezolanischer Dissidenten aus den USA verhindert. (Quelle: Al Jazeera)
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro, der vor zwei Tagen in den USA festgenommen wurde, wird sich vor einem Bundesgericht in New York verantworten müssen. Ausländische Medien und Experten erwarten einen erbitterten Rechtsstreit um die gegen ihn erhobenen Anklagepunkte.
Die von einem US-Bundesgericht veröffentlichte Anklageschrift ähnelt weitgehend derjenigen einer Anklageschrift aus dem Jahr 2020. Während Trumps erster Amtszeit im Jahr 2020 erhob das US-Justizministerium Anklage gegen Maduro in vier Punkten, darunter Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus, Verschwörung zum Kokainexport und Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus. In der Anklageschrift erklärten die New Yorker Bundesstaatsanwälte: Mit dem Ausbau seiner Macht in Venezuela sei Maduro zum Anführer des „Sonnenkartells“ geworden, einer Drogenhandelsorganisation.
Die Staatsanwaltschaft warf Maduro vor, dass seine Organisation unter seinem Kommando Militär, Justiz und Geheimdienste nutze, um Schmuggelrouten für Kokain in die USA zu schaffen und so ihre Macht zu festigen und Reichtum anzuhäufen. Konkret behauptete sie, das Kokain sei in Grenzgebieten zwischen Kolumbien und Venezuela angebaut und anschließend über zentralamerikanische Länder wie Honduras in die USA transportiert worden.
Der Fall wird von Richter Alvin Hellerstein vom US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York verhandelt. Hellerstein, der 1998 von Ex-Präsident Bill Clinton ernannt wurde, ist mittlerweile 93 Jahre alt. Die New York Times merkte an, dass unter den Staatsanwälten Manhattans der Grundsatz gelte: „Beweise dürfen nicht verheimlicht werden.“ Das bedeutet, dass nach einer Verhaftung das Verfahren in der Regel unabhängig von den Umständen der Verhaftung fortgesetzt wird. Einige Experten weisen darauf hin, dass es schwierig sein könnte, Maduros Drogenvorwürfe zu beweisen. „Es könnte eine Herausforderung sein, die Existenz des Sonnenkartells und Maduros Führung nachzuweisen“, sagte Brian Narahon, ein ehemaliger hochrangiger US-Diplomat, dem Wall Street Journal.
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