IQNA

Freitags-Imam von Bagdad:

Heutiger Krieg ist existenziell zwischen Wahrheit und Falschheit

15:21 - March 10, 2026
Nachrichten-ID: 3014483
IQNA- Der Freitags-Imam von Bagdad betonte in einer Ansprache anlässlich des Martyriums Seiner Eminenz Imam Khamenei (seine Heiligkeit möge bewahrt bleiben), dass die Aggression, die auf die Islamische Republik Iran abzielt kein regionaler Krieg oder Konflikt zwischen zwei Staaten oder zwei politischen Ansätzen ist, sondern existenzieller Krieg zwischen Wahrheit (haqq) und Falschheit (batil).

IQNA aus Irak: Der Freigtags-Imam von Bagdad Ayatollah Sayyed Yasin al-Mousawi,  sagte, dass der Angriff auf das Zentrum des Islams, also die Islamische Republik Iran, eine unsinnige und barbarische Aggression war, die vom US-Präsidenten Donald Trump ausgeführt wurde. Das Ziel dieser Tat ist die Vernichtung des „Wortes der Wahrheit“ (kalimat al-haqq) auf der Erde.

Er fügte hinzu, dass Imam Khamenei der Träger dieses Wortes und Verteidiger der Unterdrückten und Benachteiligten auf der ganzen Welt war.

Ayatollah al-Mousawi fuhr fort, dass die Tage in denen die Söhne der Islamischen Republik in den Kampf zogen zeigten, dass sie siegreich waren und dass die USA und das zionistische Regime noch vor ihrer moralischen Niederlage auch militärisch besiegt wurden.

Unter Hinweis auf die Streitmacht, die die USA aus verschiedenen Teilen der Welt zusammenzog und als eine für den Osten und Westen furchterregende Macht darstellte sagte er: Die Streitkräfte der Islamischen Republik zeigten deutlich, dass diese Macht wie ein Spinnennetz ist und bezog sich auf die Worte des dem ehemaligen Generalsekretärs der Hisbollah Sayyed Hassan Nasrallah: „Die Macht USA und Israels ist schwächer als ein Spinnennetz.“ (Anmerkung: Dies ist eine sinngemäße Referenz, kein direktes Zitat aus dem Koran. Das bekannte koranische Bild der Schwäche ist in Sure 29:41 zu finden:

مَثَلُ الَّذِينَ اتَّخَذُوا مِن دُونِ اللَّهِ أَوْلِيَاءَ كَمَثَلِ الْعَنكَبُوتِ اتَّخَذَتْ بَيْتًا ۖ وَإِنَّ أَوْهَنَ الْبُيُوتِ لَبَيْتُ الْعَنكَبُوتِ ۖ لَوْ كَانُوا يَعْلَمُونَ

Das Gleichnis derer, die sich anstatt Gott Schutzherren nehmen ist das der Spinne, die sich ein Haus nahm; das schwächste Haus ist fürwahr das Haus der Spinne! Wenn sie nur wüssten!

Ayatollah al-Mousavi riet in einem weiteren Teil seiner Rede den arabischen Ländern, insbesondere den Golfstaaten, die amerikanische Stützpunkte beherbergen, eine neutrale Haltung einzunehmen und sich nicht in diesen Krieg hineinziehen zu lassen.

Er betonte, diese Länder haben nicht die Fähigkeit in eine solche Schlacht einzutreten und warnte davor, dass die USA nach Beendigung der Konfrontation ihre Verbündeten in der Region im Stich lassen.

Ayatollah al-Mousavi warnte auch die Führer der Autonomen Region Kurdistan im Irak davor einer Bitte Donald Trumps nachzukommen kurdische Kräfte für einen Einmarsch in iranisches Territorium und Besetzung des iranischen Kurdistans vorzubereiten und betonte: Eine solche Aktion würde die Region in eine verlustreiche Schlacht führen. Unter Hinweis auf das was er als Verrat der USA an den Führern und Familien Kurdistans bezeichnete warnte er, dass eine Verwicklung in diesen Krieg die Region zu einem Spielball in den Händen ausländischer Mächte machen würde.

Ayatollah al-Mousavi ging auch auf die Lage im Libanon ein und kritisierte die Positionen einiger politischer Strömungen, die seiner Sicht nach unter dem Einfluss der USA und Israels stehen. Er warnte davor, dass eine Kriegserklärung gegen die Hisbollah nicht im Interesse des Libanon ist und deren Konsequenzen noch verheerender als die Ergebnisse des Krieges 2006 sein werden.

Ayatollah al-Mousavi rief die islamische Gemeinschaft (Ummah), Schiiten und Sunniten gleichermaßen in der ganzen Welt auf sich auf sicherheitspolitischer, militärischer, politischer und wirtschaftlicher Ebene gegen die USA und deren Stützpunkte und Interessen zu erheben.

Er rief die Menschen dazu auf zu Demonstrationen auszurücken und die Straßen mit Rufen zur Verteidigung ihrer Rechte und zur Forderung nach Gerechtigkeit zu füllen und warnte davor sich elenden Personen und Anhängern Epsteins zu unterwerfen – eine Anspielung auf Donald Trump und seine Gefolgschaft und der Epstein-Akte, die einiges offen legte.

Ayatollah al-Mousavi betonte, dass auch die irakische Nation ein berechtigtes Interesse (dhi-ni'ma) in diesem Feld hat und sagte: Die Iraker würden ihre Seelen, Leben und Eigentum auf dem Weg dieses Kampfes opfern.

Zum Abschluss seiner Rede bat er Gott seinen Beistand den Streitkräften des Islams und den Streitkräften der Islamischen Republik Iran zuteilwerden zu lassen und auch den islamischen Widerstandsgruppen (fasa'il al-muqawamah) im Irak sowie der Hisbollah und dem islamischen Widerstand im Libanon beizustehen. Ayatollah al-Mousavi beschrieb diesen Krieg als einen Kreuzzug in der Kontinuität der Kreuzzüge und unter Bezugnahme auf einen Koranvers betonte er:

«وَمَا النَّصْرُ إِلَّا مِنْ عِنْدِ اللَّهِ ۚ إِنَّ اللَّهَ عَزِیزٌ حَکِیمٌ»

(Wa mā an-naṣru illā min 'indi llāh, inna Allāha 'azīzun hakīm.)

Und der Sieg kommt nur von Gott! Wahrlich! Gott ist Allmächtig, Allweise! (Sure 

3:126, ähnlich auch 8:10)

 

 

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